Alle Artikel mit dem Schlagwort: projektregionen

Hindernisse überwinden und sich ein Herz fassen…

So oder so ähnlich könnte man die Antworten auf unsere Foto-Challenge lesen. Wir sind  in den letzten Monaten auf Menschen in der Jugendarbeit zugegangen und haben sie um ein kurzes Foto gebeten. Am Rande von Vernetzungstreffen oder Fachveranstaltungen haben wir Fachkräfte, Engagierte aus der Jugendarbeit, Mitarbeiter/-innen aus unseren Projektregionen und junge Geflüchtete gebeten, ohne Worte eine Botschaft mit zu formulieren – nur durch ihre Körperhaltung oder eben auch durch den Einsatz von Hilfsmitteln (Lebkuchenherzen waren erlaubt!). Um der Sprachlosigkeit zu entfliehen, die uns alle in diesem Arbeitsfeld manchmal einholt, wenn es schwierig oder anstrengend wird. Und um daran zu erinnern, dass es sich lohnt dranzubleiben und weiterzumachen. Denn gerade in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten braucht man neben dem Herz am richtigen Fleck viel Geduld, Ausdauer und ein dickes Fell. Nicht immer läuft es nach Plan. Vielleicht funktioniert ein Angebot nicht gleich, es gibt Verständigungsprobleme, die interkulturelle Öffnung könnte noch ein wenig Anschub vertragen oder besonders hart: liebgewonnene Jugendliche erhalten eine negative Asylentscheidung oder gar einen Abschiebebescheid. Gemeinsam wider die Sprach- und Mutlosigkeit Das kann …

Knotenpunkte: die sieben Projektregionen

In jedem bayerischen Regierungsbezirk gibt es eine Anlaufstelle für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten. Sie sind die sog. Projektregionen des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde und das Ergebnis der Ausschreibung des Strukturprojekts „Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen“. Strukturprojekt als Säule des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde Das Strukturprojekt ist eine wesentliche Säule des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Ziel des Strukturprojektes ist es, die Jugendarbeit zu befähigen Strukturen zu schaffen, die es jungen Flüchtlingen ermöglicht an der Jugendarbeit zu partizipieren. Bestätigt wurden vom Landesvorstand sieben Projektregionen: Oberbayern: KJR München-Land Niederbayern: KJR Straubing-Bogen Mittelfranken: KJR Nürnberg-Stadt und KJR Nürnberger Land Unterfranken: Bezirksjugendring Unterfranken Oberfranken: SJR Coburg Oberpfalz: SJR Regensburg Schwaben: SJR Augsburg-Stadt .    

© BJR

Treffen der Projektregionen

Qualifizierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt Die Träger in den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sind weiterhin sehr aktiv, es passiert viel und viel Neues. Das wurde deutlich beim Austausch auf dem Vernetzungstreffen in Nürnberg. Ein großes Thema ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen und Jugendleiter/-innen. Im Herbst 2016 werden bayernweit vielfältige Fach- und Informationsveranstaltungen für die Jugendarbeit stattfinden, darunter auch viele mehrtätige Fortbildungsangebote. So bieten zum Beispiel in der Projektregion Augsburg der Stadtjugendring Augsburg, die Kreisjugendringe Augsburg Land und Aichach-Friedberg gemeinsam einen Juleica-Kongress mit 20 verschiedenen Workshops an; interkulturelle Kompetenzen und die Arbeit mit jungen Geflüchteten sind ein Schwerpunkt. Der Kreisjugendring Straubing-Bogen bietet in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Windberg im Herbst bereits zum zweiten Mal ein zweitägiges interkulturelles Training an, nachdem die erste Veranstaltung im Juni sehr gut angenommen wurde, bei Bedarf folgt ein Aufbaukurs. In Coburg ist ein mehrtägiges Qualifizierungsseminar für die Arbeit mit jungen Geflüchteten geplant, hier wird der Stadtjugendring mit einem Jugendverband kooperieren. Beim Stadtjugendring Regensburg prüft man neue, innovative Formate für die eigenen Fortbildungsangebote in diesem Bereich. …

Modellprojekte in ganz Bayern

Eine tragende Säule für das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ sind die Projektregionen, die im Jahr 2015 vom Landesvorstand des BJR bewilligt wurden. Als Projektregion werden die Jugendringe und –verbände verstanden, mit denen eng zusammengearbeitet wird. Sie leisten vor Ort Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten; ihre Erfahrungen und die gewonne Expertise soll der Jugendarbeit in ganz Bayern dienen. Finanzielle Unterstützung Die Projektregionen erhalten finanzielle Mittel, um die Jugendarbeit vor Ort zu unterstützen, ihre Angebote für Geflüchtete zu öffnen. Damit können sie selbst Projekte entwickeln und die Jugendverbandsarbeit vor Ort unterstützen. Die finanziellen Mittel können zum Beispiel für Qualifizierungsmaßnahmen für Ehren- und Hauptamtliche eingesetzt werden und/oder für die Vernetzungs- und Beratungsarbeit. Es geht vor allem darum Neues zu probieren und herauszufinden, was für die Zielgruppe funktioniert. Regelmäßiger Austausch Es geht darum, die Angebote für die Bedarfe von jungen Flüchtlingen zu optimieren. Regelmäßige Treffen der Vertreter/-innen der Projektregionen, dienen nicht nur der Vernetzung. Sie ermöglichen auch den Austausch von“Best-Practice-Modellen“,  also Praxisbeispielen, die für junge Geflüchtete gut funkionieren. Beispiele Ein Beispiel dafür ist die Postkartenaktion des Kreisjugendrings München-Land. In Unterfranken kann …

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Zweites Vernetzungstreffen der Projektregionen

Vertreter und Vetreterinnen aus den sieben Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ tauschen sich mehrmals im Jahr auf Vernetzungstreffen untereinander aus, so auch am 4. April 2016. Es tut sich viel vor Ort, das wurde auf dem aktuellen Treffen deutlich: Zahlreiche Projekte mit Verbänden werden realisiert, so gibt es z.B. gemeinsame Ausflüge mit Pfadfindergruppen,  es werden Skater- und Graffitiworkshops angeboten, gemeinsam Fahrräder wieder fit gemacht. In Coburg organisiert der Stadtjugendring einen bunten Markt der Möglichkeiten, damit junge Flüchtlinge und Neubürger/-innen die Angebote der Stadt besser kennenlernen. Es tut sich viel vor Ort In Nürnberg werden auf Fachtagen Informationen weitergegeben, der Kreisjugendring München-Land hat neue Arbeitsmaterialien zum Thema entwickelt. Und die Projektregionen tragen in vielen Kommissionen, Vernetzungstreffen und Arbeitsgruppen vor Ort zudem ihr Fachwissen weiter und diskutieren aktiv über die Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen. Insgesamt steht das Thema Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen in allen Projektregionen hoch oben auf der Prioritätenliste. In den kommenden Monaten soll viel passieren, insbesondere wird das Thema „Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen“ in vielen Jugendleiterschulungen verankert. Die Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen …

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Kompetent vernetzt

Was hat sich in den vergangenen Monaten in den Projektregionen getan? Am Wochenende vom 11. bis zum 12. Dezember fand dazu ein erstes Vernetzungstreffen mit den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchlinge werden Freunde“ in Nürnberg statt. Die Ansprechpartner/-innen aus den jeweiligen Regionen berichteten von den durchgeführten Maßnahmen und Praxisbeispielen. Deutlich wurde, dass zahlreiche Koordinierungsveranstaltungen und Vernetzungstreffen innerhalb der Jugendarbeit und mit regionalen Flüchtlingsinitaitiven stattgefunden haben. Aber auch in der konkreten Planung hat sich schon einiges getan. Im Folgenden nur eine kleines Auswahl: So bieten Jugendverbände in der Projektregion Mittelfranken (KJR Nürnberg-Stadt und KJR Nürnberg-Land) ab Februar 2016 Schwimmkurse für junge Flüchtlinge an. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt sind verschiedene Angebote für Willkommensklassen geplant. Die Projektregion Unterfranken, die vom Bezirksjugendring Unterfranken koordiniert wird, berichtete von den durchgeführten Fachtagungen und den Projekten ihrer Partner, etwa der Evangelischen Landjugend, die u.a. erste Kontake zu einem Heim für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge pflegt oder dem sehr aktiven Stadtjugendring Schweinfurt, der unter dem Motto „Cooking together“ Kochabende mit jungen Flüchtlingen organisiert hat. Auch in den anderen Projektregionen, etwa in der Oberpfalz …

„Die Hilfsbereitschaft nimmt nicht ab“

Die Projektregionen sind ein wichtiger Knotenpunkt des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Dieser Blog begleitet das Engagement der Regionen und zeigt auf, was für Projekte vor Ort entstehen und entstanden sind. Heute geht es um die Projektregion Niederbayern. Hier ist der Kreisjugendring Straubing-Bogen als Vertreter der Projektregion ausgewählt worden. Richard Maier, Kreisjugendpfleger beim KJR Straubing-Bogen hat sich für ein Interview zur Verfügung gestellt: Was war die Motivation sich als Projektregion zu bewerben? Der KJR Straubing-Bogen betreibt das Jugendübernachtungshaus Geiselhöring, hier wurden im Juni 2015 vier Monate lang 25 bis 30 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge untergebracht. Damit war klar, dass wir auch als Jugendarbeit gefragt sind und das wir uns diesem Thema widmen müssen. Mit wem seid ihr bereits vernetzt? Vernetzt sind wir u.a. mit dem Bündnis für Menschenrechte und Vielfalt „Wir sind bunt“, zudem existiert eine enge Kooperation mit der kommunalen Jugendarbeit der Stadt Straubing und dem Integrationsprojekt „Idee“ und  Straubing ist Partner im Aktionsprogramm „Demokratie leben!“ Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Wie wichtig sind lokale Netzwerke bei Eurer Arbeit? Netzwerke sind entscheidend für den Erfolg …