Alle Artikel mit dem Schlagwort: Menschenrechte

Freiheit, die ich meine

Von Gedanken-, Gewissens-, Rede-, Meinungs- und Glaubensfreiheit ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Rede, auch vom Recht auf Freiheit von Furcht und Not. Die Millionen von Menschen, die zur Zeit auf der Flucht sind, nehmen dieses Recht für sich in Anspruch. Sie wollen an einem Ort leben, an dem sie frei sind von Furcht und Not, an dem sie ihre Meinung frei äußern, ihre Religion selbstverständlich leben können. Sie kommen zu uns. Und auch hier sind ihre Grundfreiheiten eingeschränkt: die Freiheit, zu entscheiden, wo und wie man wohnen will, welchen Beruf man ergreift, die Freiheit, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen – für Geflüchtete gibt es viele Hürden. Auch Alltagsdiskriminierung zählt dazu, auch sie beschneidet die Freiheit des Einzelnen in ganz praktischen Dingen. Mit diesen Erfahrungen von Diskriminierung und Beschränkung– in den Herkunftsländern und in Deutschland – kommen junge Geflüchtete in der Jugendarbeit an. Mit ihrem demokratischen Grundverständnis kann die Jugendarbeit der erste Ort sein, der ihnen die Freiheit anbietet, sie selbst zu sein. Die eigene Meinung frei zu äußern, sich …

Jugendarbeit für Menschenrechte

Am 10. Dezember vor 68 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Für das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ nehmen wir diesen Gedenktag zum Anlass, uns zu vergegenwärtigen, welche Bedeutung die Menschenrechte für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten haben. Denn die Arbeit mit dieser neuen und wichtigen Zielgruppe verlangt auch, dass wir stärker als bisher die Grundprinzipien der Jugendarbeit in den Blick nehmen: freiwillig, selbstorganisiert und demokratisch. Selbstreflexion und interkulturelle Öffnung gehören dazu. Und das alles hat mit Menschenrechten zu tun. Viele junge Geflüchtete haben die Missachtung dieser Rechte in ihren Heimatländern erfahren und erleben auch hier wieder Ungleichbehandlung und Diskriminierung. In der Jugendarbeit können wir Gemeinschaft und Begegnung auf Augenhöhe leben – die beste Grundlage für Freundschaft. Dazu wollen wir ermutigen – und dazu, in der täglichen Arbeit die eigene Haltung zu überprüfen, sich bewusst zu machen, warum wir tun, was wir tun. Lust darauf machen, den Blick zu weiten und so große und universale Rechte wie das auf Gleichheit, Freiheit oder Bildung als Orientierung zu nehmen, wenn wir in …

Lektüre für jede Jahreszeit

Hier sind nochmal alle Lesetipps der vergangenen Wochen versammelt: Ob sachlich-wichtig, wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, emotional-berührend, wie das Bilderbuch „Zuhause kann überall sein“ oder politisch, wie die Broschüre des Bayerischen Jugendring zum Thema: Ein Europa der Zukunft. Im Folgenden sind nochmals alle Lesetipps aufgeführt: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (deutsch): Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in ganz vielen Sprachen (z.B. Amharik, Dari, Pashtu, Somali, Tigrinya) Auch wenn sie immer wieder als Papiertiger bezeichnet werde, die Menschenrechte bleiben das Ideal, an dem sich die Staaten messen sollten. Sie sind die Grundlagen aller Grundlagen. „Auf der Flucht. Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeeres,“ El-Gawhary, Karim und Schwabeneder, Mathilde. Erschienen in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. In ihren Reportagen beschreiben die Autoren/-innen die Begegnungen mit vielen verschiedenen Geflüchteten: in ihrer Heimat, auf der Flucht, irgendwo in Europa. Es bleibt: Jeder geflüchtete Mensch hat sein eigenes Schicksal, seine eigene Geschichte. „Zuhause kann überall sein“ (Bilderbuch), von Kobald, Irena und Blackwood, Freya. Erschienen bei Knesebeck, auch in einer Deutsch-Arabischen Version erhältlich. Unter den Geflüchteten sind viele Kinder. Das …