Alle Artikel mit dem Schlagwort: junge Geflüchtete

© Foto | KJR München-Land

Ein JUZ als Ort der Begegnung

Die Arbeit mit Asylsuchenden in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ des Kreisjugendrings München-Land in Oberschleißheim Als im Herbst 2013 die ersten Flüchtlinge in die Asylunterkunft in Oberschleißheim einzogen, war für die Mitarbeitenden der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ sofort klar, dass sie diese neuen Bewohner/-innen auch als Gäste in ihrem Jugendzentrum willkommen heißen wollten. Die Ankunft der ersten Flüchtlinge fiel dabei zufällig mit einer Spendenaktion zusammen, bei der die Jugendlichen der Freizeitstätte und die Bürger/-innen Oberschleißheims Kleidung und Spendengelder für ein Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze sammelten. Einige Flüchtlinge, zu denen der Mobile Jugendarbeiter und die pädagogischen Mitarbeitenden Kontakt aufgebaut hatten, halfen damals mit, die Kleidung für den Transport zu sortieren und konnten im Zuge dessen schnell Kontakte zu jungen engagierten Oberschleißheimer/-innen knüpfen. Seitdem sind mehr als zwei Jahre vergangen, in denen das Planet ‚O‘, auch in Kooperation mit dem örtlichen Helferkreis immer wieder spezielle Aktionen mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Flüchtlingsunterkunft auf die Beine gestellt hat. Zahlreiche gemeinsame Feste und Ausflüge Im Juli 2015 wurde zusammen mit Jugendlichen und Bürger/-innen aus Oberschleißheim und den …

Führungszeugnis für junge Geflüchtete?

  Im Hinblick auf erweiterte Führungszeugnisse ist klarzustellen, dass für Geflüchtete keine erweiterten Führungszeugnisse angefordert werden können. Die Voraussetzungen des § 72a SGB VIII können damit gar nicht erfüllt werden. Einige Verbände lassen sich, wenn die jungen Flüchtlinge z.B. ehrenamtlich im Verband tätig sind, Selbstverpflichtungserklärungen unterzeichnen. Die Geflüchteten bestätigen damit, dass keine Vorstrafen vorliegen und verpflichten sich dazu, den Träger/die Einrichtung zu informieren, wenn Verfahren anstehen.

© Foto | Jugendbildungsstätten Bayern

Antirassismusarbeit weit vorn

24.10.2016. Das Herbsttreffen, das die Jugendbildungsstätten in Bayern jährlich ausrichten, widmete sich auch in diesem Jahr der Situation junger Flüchtlinge und den Aufgaben der Jugendbildungsstätten bei ihrer Integration. Dabei wurde deutlich: Die Bandbreite der im letzten Jahr entstandenen Projekte, Seminare und Kooperationen an den einzelnen Häusern dazu ist groß. Ein neues, wichtiges Thema ist antirassistische Bildungsarbeit. Innerhalb des letzten Jahres haben die Jugendbildungsstätten ihr Engagement, ihre Angebote und Kooperationen für eine gelingende Integration junger Flüchtlinge intensiv ausgeweitet. Dies wurde bei der Gesamtschau am ersten Tag des diesjährigen Herbsttreffens des Netzwerks in Waldmünchen deutlich. Das Spektrum reicht von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung über Fortbildungen für Multiplikatoren/-innen, Haupt- und Ehrenamtliche der Flüchtlingsarbeit. Entstanden sind neue Kooperationen mit Verbänden, Jugendämtern, Sozialeinrichtungen oder Ehrenamtskreisen. Einblick in die Lebenssituation junger Geflüchteter Zum Auftakt schilderte Bernd Moser, Referent für Migration und Integration der AWO Nürnberg, die Lebenssituation junger Geflüchteter in Deutschland. „Kein Mensch flüchtet freiwillig“, lautete seine Botschaft. Für das Gros der Geflüchteten besteht der Alltag in Deutschland aus zermürbendem Warten und Angst vor Abschiebung, mit …

Manchmal muss man stopp sagen

In der Regel ist die Jugendarbeit nicht dafür ausgebildet, Traumata bei (und mit) Kindern und Jugendlichen zu bearbeiten. Hier müssen Menschen eingebunden werden, die sich auf die Bearbeitung von Traumata spezialisiert haben. Dennoch kann es passieren, dass die Jugendarbeit in der Arbeit mit jungen Geflüchteten mit Traumata konfrontiert wird. Oft reicht ein kleiner Auslöser (sogenannter „Trigger“), um Menschen an Dinge zu erinnern, an die sie sich bis dato nicht erinnern konnten und dann wiedererleben – oft in derselben Heftigkeit wie beim ersten Mal. Solche „Trigger“ können konkrete Situationen sein, aber auch Gerüche oder Geräusche, die Erinnerungen wecken. Was also tun? Angelehnt an die Arbeit zum Thema „Prävention vor sexueller Gewalt“, geht es vor allem darum, verlässliche und klare Strukturen zu schaffen, die Sicherheit und Professionalität im Umgang mit betroffenen Kinder und Jugendlichen gewährleisten. Die folgenden Überlegungen sind als eine erste Hilfestellung gedacht: Vorsicht vor Stigmatisierung: Nicht jeder Mensch bewertet Erlebtes gleich. Nicht jede Erfahrung von Menschen auf der Flucht führt automatisch zu einer traumatischen Erinnerung. Sensibel sein, Zeit nehmen und Zeit lassen: Die Verarbeitungsstrategien sind …

© Foto | KJR Straubing-Bogen

So unterschiedlich sind wir gar nicht

„Es war eine spannende Erfahrung für mich, ich habe neue Leute kennengelernt und  Gemeinsamkeiten entdeckt, denn so unterschiedlich sind wir nämlich nicht.“ Ein Fazit eines Teilnehmers, der die Zukunftswerkstatt des Kreisjugendrings Straubing-Bogen im September 2016 in Windberg besuchte. Insgesamt nahmen 25 Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter zwischen 16 bis 26 Jahren teil.  Zwölf Jugendliche ohne Fluchthintergrund und dreizehn Geflüchtete. Alle aus der Region Straubing-Bogen und Landau an der Isar. Gemeinsam in die Zukunft Ziel der Zukunftswerkstatt war ein gemeinsamer Blick in die Zukunft. Holger Witzenleiter, Experte für interkulturelle Kommunikation leitete zusammen mit Sebastian Knipper, Bildungsreferent der Jugendbildungsstätte Windberg das Wochenendseminar. Unterstützt wurde der Workshop von Natalie Gräfe, Mitarbeiterin des Projektes „Flüchtlinge werden Freunde“ der Region Straubing-Bogen sowie einem Dolmetscher und Mitarbeitern der Unterkünfte Landau an der Isar und Straubing. Blickkontakt, Kunst und Diskussionen Sich kennenlernen und sich annähern, darum ging es am ersten Tag. Etwa, sich die Namen der anderen einzuprägen. Denn, wer sich mit Namen ansprechen kann, hat die erste Hürde genommen. „Am Anfang lief es etwas schleppend, doch nach den Spielen merkte …

Fakten statt Vorurteile, aber freilig!

Geflüchtete, die nach Deutschland kommen, sind schulpflichtig. Doch nicht immer sind die Klassen auf die neuen Mitschüler/-innen vorbereitet. Auch für viele Jugendgruppen ist es zunächst schwierig, mit Jugendlichen mit Fluchterfahrung umzugehen.  Schließlich sind auch Kinder und Jugendliche nicht frei von Vorurteilen. Diese abzubauen und Empathie zu fördern, ist das Ziel des Projekts „Freilig“ -„Freilig kennen wir uns aus“ des Kreisjugendrings Augsburg-Land. Was nimmst du mit, wenn du nur eine Sache retten kannst? Freilig informiert zu den Themen Flucht und Asyl. Das ist kein klassischer Unterricht, sondern ein ständiger Austausch mit- und untereinander. Zum Angebot gehören eine animierte Präsentation, etwa ein Quiz zu Zahlen und Fakten und  Methoden, die Verständnis wecken sollen für junge Geflüchtete. Da wird das Klassenzimmer plötzlich mit einem Drahtzaun getrennt und auf der einen Seite stehen Stühle und Tische mit Getränken und Snacks, auf der anderen Seite gibt es jedoch gar nichts. Ein strategisches Spiel, das verdeutlichen soll, warum Mangel und Armut Menschen veranlassen kann, ihr Land zu verlassen. Oder die Schüler/-innen machen eine Phantasiereise in ein Land, in dem Krieg herrscht. …

Politische Bildung für junge Geflüchtete

Politische Bildung kann jungen Geflüchteten helfen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. DoKuPäd ist ein pädagogisches Programm des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt, das anläßlich der Einrichtung des Dokumentationszentrums auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg initiiert wurde. Das DoKuPäd macht Angebote zu historisch-politischer Bildung, es arbeitet u.a. mit  Kindern- und Jugendlichen zu den Themen Demokratieverständnis und Menschenrechte, das Eintreten gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, Gruppenzwang und Gewalt. Jetzt gibt es auch ein Angebot für Übergangsklassen an Berufsschulen, das sich explizit an junge Geflüchtete richtet. Die Ringfrei des Kreisjugendring-Nürnberg Stadt berichtet in ihrem Schwerpunktheft über Flucht und Asyl in der Ausgabe 61 über dieses Angebot. Politische Bildung gibt Orientierung Mit politischer Bildung sollte nicht erst begonnen werden, wenn das Asylverfahren, das mitunter Jahre dauern kann, abgeschlossen ist, sondern sobald die sprachlichen Fähigkeiten es zulassen. Auf die Grundkenntnisse der Deutschen Sprache sind wir angewiesen, weil wir nicht nur mit Bildern arbeiten können und ohne Übersetzer/-innen auskommen wollen. Unseren Workshop bieten wir daher für Jugendliche an, die im zweiten Schuljahr an den Nürnberger Berufsschulen unterrichtet werden. Es geht uns um zwei Themenfelder: Zum einen …

Zur Lebenssituation von umF

Wie geht es nach der Flucht weiter? Und wie geht es Kindern und Jugendlichen, die unbegleitet nach Deutschland fliehen? Eine erste Antwort liefern die Ergebnisse der Online-Umfrage des Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. D er Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) hat eine Online-Umfrage mit dem Titel „Die Aufnahmesituation unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland“ durchgeführt. 1400 Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe haben teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele gesetzliche Standards noch nicht umgesetzt werden. Seit November 2015 gilt das sog. Umverteilungsgesetz. Das „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“. Es hat zur Folge, dass unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bundesweit verteilt werden und nicht wie vorher – innerhalb des jeweiligen Bundeslandes. Die Online-Umfrage des BumF  ist eine Momentaufnahme und nicht repräsentativ, sie gibt  jedoch einen Eindruck in die aktuelle Praxis. Der Verfahrensweg Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen zunächst in die „vorläufige Inobhutnahme“. In dieser Zeit werden wesentliche Fragen geklärt, wie z.B. das Alter der/s Jugendlichen, ob es Verwandte im In- oder Ausland gibt, ob gesundheitliche Gründe gegen eine Umverteilung sprechen. Sind diese Fragen geklärt wird …

© Foto | Stadtjugendring Regensburg | Detlef Staude

Alle Bälle hoch….

Im Jugendzentrum Fantasy fand das gemeinsame Sommerfest für junge UMFs vom Fußballverein SV Sallern und dem Stadtjugendring Regensburg statt. Unter dem Motto „Flüchtlinge werden Freunde“. Unterstützung bekamen sie bei diesem Vorhaben vom Stadtjugendring Regensburg und der Sportjugend. Der Stadtjugendring ist Projektregion für das Programm „Flüchtlinge werden Freunde“ des Bayerischen Jugendrings, dessen Ziel es ist, junge Menschen mit jungen Geflüchteten zusammenzubringen. Alle Beteiligten waren mehr als zufrieden über den guten Besuch im Jugendzentrum Fantasy im Regensburger Stadtnorden. Nach Lust und Laune konnten die Kids gemeinsam spielen. Iris und Jakob vom JuZ-Team boten die Möglichkeit zum Hallenhockey, einem Kickerturnier, Billiard, Musik, Fußball, Einradfahren und Jonglieren in einer jugendfreundlichen Umgebung. Bestens angekommen ist auch das schweinefleischlose „Hamburger Essen“, aber auch die alkoholfreien Getränke. Die Jugendlichen durften selber am Grill braten und von einem abwechslungsreichen Buffet Cheese- oder Hamburger zubereiten. An die Einrichtungen wurden außerdem Fußbälle überreicht, die von der örtlichen SPD für das Fest gespendet worden waren. Das Fest wurde sehr zahlreich von Flüchtlingen und Nicht –Flüchtlingen besucht und war ein voller Erfolg. Die Verpflegung übernahmen geflüchtete Jugendliche.

© Foto |KJR Augsburg-Land

300 Geflüchtete feiern das Mühlenfest

Am Samstag, den 23. Juli 2016, veranstaltete der Kreisjugendring Augsburg-Land zum zweiten Mal sein buntes, interkulturelles Mühlenfest. Über tausend Gäste verbrachten einen fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – mit viel Musik, Action und Freude. Orchesterklänge, geschminkte Kindergesichter, der Duft von Crepes und Burgern, zahlreiche aufgebaute Mitmachaktionen, fröhliches Lachen – diese Eindrücke und eine Fülle weiterer Darbietungen, Leckereien und Aktionen erwartete die Besucher und Besucherinnen beim interkulturellen Mühlenfest des Kreisjugendrings am vergangenen Samstag. Über tausend Gäste verbrachten einen friedlichen und fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – darunter auch rund 300 Geflüchtete aus dem gesamten Landkreis. Meine Heimat – Deine Heimat Auch der Landkreis Augsburg-Land ist in den vergangenen Jahren für viele geflüchtete Menschen zur neuen Heimat geworden. Nach dem großen Erfolg des Projekts im vergangenen Jahr will der Kreisjugendring Augsburg-Land auch dieses Jahr wieder unter dem Motto „Meine Heimat – Deine Heimat“ die Menschen aus dem Landkreis und speziell aus den Mitgliedsverbänden mit Geflüchteten in Kontakt bringen, um die Integration der neuen Mitbürger/-innen zu fördern. Dies …