Alle Artikel mit dem Schlagwort: junge Flüchtlinge

© Foto | Natufreundejugend Deutschland

Achtung Rassismus?!

Die Naturfreunde Jugend Deutschland[s] hat eine Position veröffentlicht, die Medien und Politik auffordert, keine rassistische Sprache zu verwenden. Weiter fordert der bundesweite Jugendverband: keine weitere Verschlechterung der Asylrechte, die Unterstützung der Ehrenamtlichen und Mittel zur menschenwürdigen Unterbringung von Geflüchteten, eine sofortige und menschenwürdige Aufnahme der Geflüchteten in anderen europäischen Ländern, ein Ende der Befestigung der Grenzen und der Militäreinsätze gegen fliehende Menschen, die ganze Position findet sich zum Nachlesen unter: Naturfreunde.de

Positionspapier der AGJ

Das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe -AGJ fordert die Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention. Denn, so die Argumentation, gerade Flüchtlingskinder werden in Deutschland selten als Menschen mit eigenen Rechten anerkannt und behandelt. So brauchen zum Beispiel Erstaufnahmeeinrichtungen keine Betriebserlaubnis, die sie als geeignete Lebensorte für Kinder ausweisen. Besonders bedeutend ist aus kinderrechtlicher Perspektive die Schaffung geeignet Beteiligungsmöglichkeiten, etwa was die Mitgestaltung des eigenen Lebensortes angeht oder wenn es darum geht Beschwerden und Meinungen ausdrücken zu können. In dem Positionspapier wird u.a. gefordert: Freier Zugang zu Bildung Bildung ist gerade für Flüchtlingsfamilien eine Zukunftsperspektive. Zugang zu Bildung bedeutet damit auch Teilhabe an der Gesellschaft. Doch trotz eines Rechtsanspruches zum Beispiel auf einen Kita-Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahres, ist die frühzeitige Aufnahme von Flüchtlingskindern eher die Ausnahme. Bessere gesundheitliche Versorge Gesundheit ist mehr als der Zugang zu Medizin, sondern wird hier mehrdimemsional verstanden, also etwa auch als Zustand des Wohlbefindens definiert. Junge Menschen mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrung bedürfen einer besonderen Fürsorge, weil sie auch besonders belastet sind. Zudem erhalten Familien mit Kindern oft nur eine …

Unterwegs für Flüchtlinge-werden-Freunde

Er sitzt mal wieder im Zug. Auf dem kleinen Tischchen am Fenster stellt er seinen Kaffeebecher ab und beißt einmal herzhaft von der Quarktasche. Ibrahim Maiga ist auf dem Weg nach Schwandorf. Der Projektkoordinator des BJR-Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ ist momentan bayernweit im Einsatz und zu Gast bei Veranstaltungen von Jugendverbänden und Jugendringen. Heute geht’s zur Bezirksarbeitstagung der Kommunalen Jugendarbeit Oberpfalz. „Da tut sich einiges in der Oberpfalz, da war ich schon ein paar Mal. Überhaupt ist es toll, dass viele neue Projekte entstehen.“ „Da tut sich einiges in der Oberpfalz, da war ich schon ein paar Mal. Überhaupt ist es toll, dass viele neue Projekte entstehen“, erzählt er, während draußen die Felder vorbeirasen. Für die Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen in der Jugendarbeit sei es wichtig, zu erfahren, welche Möglichkeiten bzw. eventuelle Schwierigkeiten sich für die Jugendverbandsarbeit mit jungen Flüchtlingen ergeben. In Schwandorf geht Maiga zu Beginn seines Vortrags auf die rechtlichen Grundlagen und deren Neuerungen ein. Durch das Rechtsstellungsverbesserungsgesetz, das seit 1. Januar 2015 die Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern erleichtert, hat sich die …

Filme sind Kulturgut

Nicht wenige behaupten der Tatort sei „deutsches“ Kulturgut. Klar, Filme sind Kultur; doch welche Filme sind zum Beispiel in Afghanistan, Syrien oder Eritrea unverzichtbar und vielleicht ein Grund sich mit Freund/-innen und Familie um den besten Platz auf dem Sofa zu streiten? Das fragte sich auch Thomas Kupser, medienpädagogischer Referent im Medienzentrum München des Vereins Jugend Film Fernsehen e.V. (JFF);  die Idee zum Filmfestival Kino Asyl war geboren. Die Idee dahinter? In München lebende Flüchtlinge können bei Kino Asyl Filme aus ihren Herkunftsländern zeigen. Thomas Kupser hat dem BJR erzählt, wie die jungen Flüchtlinge das Festival organisieren,  dass es bei Heimat auch um Heimweh geht und warum er ein Buch mit Google Maps liest. Herr Kupser, wann kam Ihnen die Idee zu Kino Asyl? Gab es ein Schlüsselerlebnis?  Ja tatsächlich, ich habe ein Buch gelesen über die Flucht von afrikanischen Flüchtlingen nach Lampedusa und habe parallel dazu immer bei Google nachgeschaut wie dort die Städte aussehen, ob es geteerte Straßen oder nur Schotterwege gibt und wie die Häuser sind. Irgendwann hatte ich dann Lust einen Film aus Mali zu schauen, …

© Foto | djo Landesverband Bayern

djo-Bayern engagiert sich in Geisenhausen

Im Januar kam der djo-Landesverband Bayern in Landshut zum alljährlichen Landesjugendtag zusammen. Um sich ein Bild der Lebenssituation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen machen zu können, wurde eine Exkursion in eine Gemeinschaftsunterkunft in Geisenhausen organisiert. In dieser sollte mit Hilfe des ehrenamtlichen Engagements der djo-Deutsche Jugend in Europa ein Spielenachmittag ermöglicht werden. Der Migrationshintergrund vieler djo-Mitglieder und das Vorhandensein entsprechender Sprachkenntnisse erleichterte dabei die erste Kontaktaufnahme mit den Flüchtlingen. Im großen Saal der Gemeinschaftsunterkunft konnten anschließend verschiedene Spiele stattfinden. Neben etwa dreißig Kindern und Jugendlichen haben auch viele Eltern und junge Erwachsene mit Begeisterung teilgenommen. Nach zwei Stunden waren Teilnehmer/-innen wie Veranstalter/-innen komplett ausgepowert aber glücklich über den Erfolg. Im Verein „Buntes Miteinander“, der die Organisation der Gemeinschaftsunterkunft in Geisenhausen übernimmt, hat die djo-Deutsche Jugend in Europa einen hervorragenden Kooperationspartner gefunden. Im Nachgang der Veranstaltung konnten wichtige Kontakte geknüpft werden, so dass sich aus diesem sensationellen Spielenachmittag hoffentlich eine nachhaltige Kooperation entwickeln wird. Die Situation von geflüchteten Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, ist in Bayern von großer Benachteiligung und gesetzlichen Einschränkungen geprägt. Chancengerechtigkeit wird …

„Sie sind nach wie vor auf der Flucht“

…ist ein Satz des Sozialarbeiters Manuel Wenda, der hängen bleibt. Wenda spricht auf der Fachtagung Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) auf der Burg Schwaneck zum Thema „Junge Flüchtlinge“. Er beschreibt, dass viele Flüchtlinge hoffnungsfroh nach Deutschland kommen und dann feststellen, dass sie ein hoch brisantes Thema sind. Verunsicherung und Irritation sind die Folge. Wenda appelliert hier an die Kompetenzen der OKJA, Flüchtlingen auch wieder ein Stück Handlungsfähigkeit zurückzugeben. Selbst wenn es erstmal nur bedeutet, sich regelmäßig zum Kicker-Spielen oder zum Kochen im Jugendzentrum zu verabreden. Gerade für begleitete junge Flüchtlinge, also Jugendliche, die mit ihren Eltern nach Deutschland kommen, existieren wenig Angebote. Wer sein Angebot öffnen möchte, kommt um grundlegende logistische Fragen nicht herum: Wann und wo gibt es offenen Räume in der OKJA, die von jungen Flüchtlingen genutzt werden können? Wie erfahren Jugendliche mit Fluchterfahrung von der Einrichtung? Wie kommen sie hin? Gibt es öffentliche Verkehrsmittel, lässt sich ein Shuttle-Bus organisieren, ist das Angebot fußläufig? Wer kann sie die ersten Male begleiten? Wer ist bereits im Jugendzentrum aktiv und sollte aktiv mit eingebunden werden? …