Neudenken mit Kilian Kleinschmidt

© Foto | Mirjam Knickriem

Nur noch wenige Wochen bis zur  Konferenz NEU:DENK2017 , die am 3. und 4. Februar im Bellevue die Monaco, in München stattfindet. Der Name ist das Ziel, denn die NEU:DENK2017 will frischen Wind und frische Gedanken in den Themenkomplex Flucht und Asyl bringen. Sie richtet sich an junge Geflüchtete und Praktikerinnen der Jugendarbeit mit Geflüchteten.

Ziel ist ein Positionspapier

Ziel ist ein Positionspapier , das an den beiden Tagen entstehen soll und aktuelle jugendpolitische Forderungen und Ziele formuliert. Auftakt und Impulsgeber sind Referent/-innen, die Erfahrungen aus internationaler Ebene mitbringen, wie etwa Killian Kleinschmidt, internationaler Netzwerker, Berater und ehem. Bürgermeister von Za’atari, Flüchtlingslager im Norden Jordaniens, das sich zu einer festen Siedlung entwickelt hat und als Jordaniens viertgrößte Stadt gilt.

Netzwerker und humanitäter Experte

Kilian Kleinschmidt ist ein internationaler Netzwerker und humanitärer Experte mit mehr als 25 Jahren Erfahrung. Er hat für die Vereinten Nationen, insbesondere für das UNO Flüchtlingshilfswerk UNHCR gearbeitet. Kilian Kleinschmidt glaubt an das Potential moderner Technologien und der Vermittlung von Know-how als Chance für die Menschheit. So soll Globalisierung durch Vernetzung und dem Transfer von Ressourcen auch den drei Milliarden in Armut lebenden Menschen von Nutzen sein.

Bürgermeister von Za´atari

Kilian Kleinschmidt wurde vor allem durch seine Arbeit als Bürgermeister von Za´atari bekannt, als er in den Jahren 2013/14 das damalige zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt managte. Za´atari wurde dadurch zu einem Symbol für neue und innovative Ansätze im humanitären Bereich und in der Organisation von Flüchtlingslagern. Kilian Kleinschmidt fordert das traditionelle humanitäre System durch neue Partnerschaften, Technologien und neue Finanzierungsansätze heraus. In diesem Zusammenhang arbeitet er an Themen wie der Urbanisierung von Lagern und Slums und der Entwicklung neuer Städte.

Berater des österreichischen Innenministeriums

Von September 2015 bis Mai 2016 hat Kilian Kleinschmidt das österreichische Innenministerium in der Flüchtlingskrise beraten. Nun erstellt er neue Konzepte für das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und für andere Institutionen. In Zusammenarbeit mit einem globalen Team entwickelt er außerdem eine Organisation, die den Anspruch erhebt, das traditionelle humanitäre und karitative System durch vernetzte dezentralisierte Strukturen zu ersetzen.

Mehr zur NEU:DENK2017 und zur Anmeldung gibt es auf den Webseiten des Bayerischen Jugendrings.