Jugendarbeit für Menschenrechte

Am 10. Dezember vor 68 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Für das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ nehmen wir diesen Gedenktag zum Anlass, uns zu vergegenwärtigen, welche Bedeutung die Menschenrechte für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten haben.

Denn die Arbeit mit dieser neuen und wichtigen Zielgruppe verlangt auch, dass wir stärker als bisher die Grundprinzipien der Jugendarbeit in den Blick nehmen: freiwillig, selbstorganisiert und demokratisch. Selbstreflexion und interkulturelle Öffnung gehören dazu. Und das alles hat mit Menschenrechten zu tun. Viele junge Geflüchtete haben die Missachtung dieser Rechte in ihren Heimatländern erfahren und erleben auch hier wieder Ungleichbehandlung und Diskriminierung. In der Jugendarbeit können wir Gemeinschaft und Begegnung auf Augenhöhe leben – die beste Grundlage für Freundschaft.

Dazu wollen wir ermutigen – und dazu, in der täglichen Arbeit die eigene Haltung zu überprüfen, sich bewusst zu machen, warum wir tun, was wir tun. Lust darauf machen, den Blick zu weiten und so große und universale Rechte wie das auf Gleichheit, Freiheit oder Bildung als Orientierung zu nehmen, wenn wir in der Jugendarbeit jungen Menschen mit Fluchterfahrung begegnen.

Dazu gibt es von uns auf diesem Blog eine Woche lang jeden Tag einen kleinen Denkanstoß. Wir weiten auch sprachlich den Horizont und stellen Sprachen vor, die in vielen Herkunftsländern gesprochen werden.

Am Montag ging es um Freiheit. Dienstag ging es um das Recht auf Gleichheit. Mittwoch stand die kulturelle Teilhabe im Vordergrund. Am Donnerstag ging es um das Thema Schutz und Kinderrechte und am Freitag um das Thema Bildung.