Zweites Vernetzungstreffen der Projektregionen

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Vertreter und Vetreterinnen aus den sieben Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ tauschen sich mehrmals im Jahr auf Vernetzungstreffen untereinander aus, so auch am 4. April 2016.

Es tut sich viel vor Ort, das wurde auf dem aktuellen Treffen deutlich: Zahlreiche Projekte mit Verbänden werden realisiert, so gibt es z.B. gemeinsame Ausflüge mit Pfadfindergruppen,  es werden Skater- und Graffitiworkshops angeboten, gemeinsam Fahrräder wieder fit gemacht. In Coburg organisiert der Stadtjugendring einen bunten Markt der Möglichkeiten, damit junge Flüchtlinge und Neubürger/-innen die Angebote der Stadt besser kennenlernen.

Es tut sich viel vor Ort

In Nürnberg werden auf Fachtagen Informationen weitergegeben, der Kreisjugendring München-Land hat neue Arbeitsmaterialien zum Thema entwickelt. Und die Projektregionen tragen in vielen Kommissionen, Vernetzungstreffen und Arbeitsgruppen vor Ort zudem ihr Fachwissen weiter und diskutieren aktiv über die Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen.

Insgesamt steht das Thema Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen in allen Projektregionen hoch oben auf der Prioritätenliste. In den kommenden Monaten soll viel passieren, insbesondere wird das Thema „Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen“ in vielen Jugendleiterschulungen verankert.

Die Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen steht in allen Projektregionen hoch oben auf der Prioritätenliste

Die Jugendbildungsstätte Unterfranken hat ein umfassendes Qualifikationskonzept entwickelt und wird auch mobil in ganz Unterfranken für Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. Aber auch die hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen sollen nicht zu kurz kommen. Gerade in der offenen Jugendarbeit wird hier ein hoher Bedarf an Information und Weiterbildung gesehen.

Auch das Thema Alltagsrassismus kommt immer wieder auf. Hier werden die Projektregionen ebenfalls aktiv, mit Diskussionsveranstaltungen in Jugendzentren, Vorträgen mit Fachkräften von der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextresmismus, die beim BJR angesiedelt ist, oder auch in Workshops in gemeinsamer Organisation mit Vereinen junger Menschen mit Migrationshintergrund.

Wie bekomme ich einen Spielerpass für einen Fußballer ohne Aufenthaltsstatus?

Alle Projektregionen berichten von einer hohen Bereitschaft in ihren Netzwerken, die Angebote der Jugendarbeit für junge Flüchtlinge zu öffnen. Anfängliche Euphorie erfährt da zwar schon immer mal einen ersten Dämpfer, wenn verwalterische Hürden dazwischen kommen. Wie läuft das eigentlich mit dem Versicherungsschutz? Und wie bekomme ich für einen super Fußballspieler, der aber noch keinen Aufenthaltsstatus hat, eigentlich einen Spielerpass? Mit solchen Fragen setzen sich die Fachkräfte in den Projektregionen auseinander. Vom Austausch bei Vernetzungstreffen profitieren sie auch von den Erfahrungen der anderen Regionen.

Es ist also viel los in den Projektregionen. Und das ist erst der Anfang. Das nächste Vernetzungstreffen findet im Juli 2016 statt. Wir freuen uns schon darauf, dann von den Weiterentwicklungen zu berichten.