Wie ist eigentlich die Situation in den Herkunftsländern?

Hier verlinken wir einen Text vom Mediendienst Integration, der sich mit der Lebenssituation  junger Flüchtlinge in ihren Herkunftsländern beschäftigt. Zu den zehn häufigsten Herkunftsländern zählen u.a. Syrien, Kosovo, Albanien, aber auch Eritrea und Nigeria. Der Text beleuchtet die Fluchtursachen und Motivationsgründe für Flüchtlinge. So ist weitläufig bekannt, dass in Syrien seit 2011 ein Bürgerkrieg tobt, seit Präsident Baschar al-Assad die Proteste der Bevölkerung für mehr Freiheit und Demokratie gewaltsam niederschlug oder das in Nigeria tausende von Zivilisten Opfer der islamistischen Terrorgruppe „Boko Haram“ wurden. Besonders aufschlussreich sind die Darstellungen der Schutzquoten in diesem Papier. Daraus geht hervor wieviele Antragsteller/-innen auf Asyl in Deutschland anschließend einen vorübergehenden Aufenthaltsstatus gewährt bekommen haben. So haben Flüchtlinge aus Serbien im Jahr 2014 keine Chance auf einen Aufenthaltsstatus gehabt, da Serbien als „sicherer Herkunftsstaat“ gilt. Der Text zeigt jedoch auf, dass Menschen, die fliehen immer gute Gründe haben. Serbien ist zum Beispiel von einer sechs Jahre währenden Finanzkrise betroffen. So liegt das monatliche Nettoeinkommen gerade mal bei 380 Euro. Zudem wurde Serbien im Mai 2014 von einer schweren Flut heimgesucht, in deren Folge mehr als 32.000 Menschen evakuiert wurden und Wohn- und Krankenhäuser zerstört wurden.

Gerade der vergleichende Blick mit EU-weiten Schutzquoten zeigt auf, dass die Entscheidung ob ein Herkunftsland als „sicher“ oder „unsicher“ gilt, von den Nationalstaaten unterschiedlich eingeschätzt wird. Hier das ganze Paper zum nachlesen.