Was sind Klimaflüchtlinge?

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Klimaflüchtlinge sind Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, weil ihnen die Klimaveränderungen die Lebensgrundlage entzieht (z.B. Dürre, Überschwemmungen, Naturkatastrophen). Die Schätzungen, wie viele Menschen weltweit von dieser Situation betroffen sind, gehen weit auseinander. Das UNHCR (Flüchtlingskommission der UN) geht von 24 Millionen Menschen aus. Das Internationale Rote Kreuz spricht von 500 Millionen Betroffenen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Deutschlands schätzt, dass bis heute ca. 25 bis 60 Millionen Menschen ihre Heimat wegen Klimaveränderungen verlassen mussten. Die Klimakommission der UN (UNFCCC) rechnet damit, dass bis 2050 rund 150 Millionen Menschen wegen klimatischer Veränderungen fliehen werden.

Die Angaben und Schätzungen sind sehr unterschiedlich, da manchmal auch von Umwelflüchtlingen, Klimaflüchtlingen oder Katastrophenflüchtlingen gesprochen wird. Zudem gibt es mehrere direkte oder indirekte Gründe, die dazu führen, dass Menschen fliehen. Dass nur das Klima „schuld“ ist, bleibt schwierig nachzuweisen.

Flucht ist immer global:

Gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran und führt dazu, dass immer mehr Menschen nicht mehr in ihrer Heimat leben können. Dass immer mehr Menschen zu uns kommen, hat aber auch etwas mit unserem Lebensstil zu tun und damit, dass unsere Handlungen, etwa Einkäufe auch globale Auswirkungen haben. Darüber haben wir uns mit Lioba Degenfelder, Bildungsreferentin bei der JBN unterhalten.

Ausführliches zur Flucht- und Klimafrage gibt es bei der Jugendorganisation BUND Naturschutz (JBN)  nachzulesen.