Treffen der Projektregionen

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Qualifizierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Die Träger in den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sind weiterhin sehr aktiv, es passiert viel und viel Neues. Das wurde deutlich beim Austausch auf dem Vernetzungstreffen in Nürnberg.

Ein großes Thema ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen und Jugendleiter/-innen. Im Herbst 2016 werden bayernweit vielfältige Fach- und Informationsveranstaltungen für die Jugendarbeit stattfinden, darunter auch viele mehrtätige Fortbildungsangebote. So bieten zum Beispiel in der Projektregion Augsburg der Stadtjugendring Augsburg, die Kreisjugendringe Augsburg Land und Aichach-Friedberg gemeinsam einen Juleica-Kongress mit 20 verschiedenen Workshops an; interkulturelle Kompetenzen und die Arbeit mit jungen Geflüchteten sind ein Schwerpunkt. Der Kreisjugendring Straubing-Bogen bietet in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Windberg im Herbst bereits zum zweiten Mal ein zweitägiges interkulturelles Training an, nachdem die erste Veranstaltung im Juni sehr gut angenommen wurde, bei Bedarf folgt ein Aufbaukurs. In Coburg ist ein mehrtägiges Qualifizierungsseminar für die Arbeit mit jungen Geflüchteten geplant, hier wird der Stadtjugendring mit einem Jugendverband kooperieren. Beim Stadtjugendring Regensburg prüft man neue, innovative Formate für die eigenen Fortbildungsangebote in diesem Bereich.

Wer sich für Qualifizierung interessiert oder selbst eine Fortbildung anbieten möchte, kann sich an die Projektregion in seinem Regierungsbezirk wenden. Die Kolleg/-innen dort unterstützen gerne.

In allen Projektregionen suchen die Träger nach Nachhaltigkeit in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen. Das Ziel, nachhaltige Angebotsformen zu entwickeln und eine Verankerung der Angebote in der Praxis der Jugendarbeit zu erreichen, tritt zunehmend in den Vordergrund. Damit in Zusammenhang steht auch das Thema der Qualifizierung junger Menschen mit Fluchthintergrund. Neben Schule und Berufsausbildung sind gerade für diese Zielgruppe Themen wie politische Bildung oder Sexualpädagogik von besonderer Bedeutung; oft findet Bildung dazu in der Schule nicht oder nicht in ausreichender Form statt. Hier ist die Jugendarbeit mit all ihren Stärken und Kompetenzen im Bereich non-formaler Bildung auf den Plan gerufen. Die Projektregionen sehen diesen Bedarf und sind dabei, sich mit entsprechenden Angeboten darauf einzustellen, auch wenn das weitere neue Herausforderungen bedeutet. Es bleibt spannend.