Alle Artikel mit dem Schlagwort: Unterfranken

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Drei Jahre Flüchtlinge werden Freunde in Unterfranken

Rückblick, Fazit, Ausblick, das verspricht die Dokumentation des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde des Bezirksjugendrings Unterfranken, die ihr hier nachlesen könnt. Es geht um Herausforderungen, Erfahrungen und Erfolge der Jugendarbeit aus Unterfranken. Erfrischend unprätentiös und lebensnah. So startet die Publikation mit einem Rückblick, wie etwa im Sommer der Spontanität (2015) die Jugendarbeit mit bewundernswerter Offenheit den vielen jungen Geflüchteten entgegenkam. Wie dann im Jahr 2016 der Gegenwind in der Gesellschaft wieder etwas frostiger wurde und Jugendarbeit es auch ganz viel mit den Themen Hate Speech, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zutun bekam. Viel Platz haben auch die neuen Projekten und Initiativen der unterfränkischen Jugendarbeit, etwa der Expert*innenpool Fluchtperspektive,  das Qualifzierungsangebot „Lautstärker“ und natürlich die neue Fachstelle Jugendarbeit & Migration, die eine von sechs Fachstellen in Bayern ist und das Thema Flucht weiterhin in und an die Jugendarbeit bringt.  

Wir helfen einfach…

Auch Geflüchtete können sich ehrenamtlich engagieren. Warum das sinnvoll für alle Beteiligten sein kann, darum geht es im folgenden Artikel, den uns Götz Kolle vom referat grenzenlos der Jugendbildungsstätte Unterfranken zukommen hat lassen. Er ist Ergebnis einer Fokusgruppen-Diskussion mit zehn geflüchteten Ehrenamtlichen. Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung Jugendliche mit Fluchterfahrung sind oft bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren und zu helfen. Als Sprach- oder Kulturvermittler_in, als Helfer_in bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen usw.  Beweggründe ehrenamtllich aktiv zu werden, gibt es für Geflüchtete viele: Es sind persönliche Überzeugungen, die eigene Spiritualität oder Religion oder der Wunsch etwas zurückzugeben, weil  viele Geflüchtete mit ihrer Ankunft in Deutschland ehrenamtliches Engagement erlebt haben.  Das sind einige der Gründe, die Geflüchtete zum Ehrenamt motivieren. Einige waren auch schon in ihrem Heimatland und auch auf der Flucht ehrenamtlich aktiv und verfügten daher über einen großen Ehrfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen, den sie in ihrem Ehrenamt einbringen: „Als die Situation in Syrien langsam eskalierte, haben wir eine Gruppe von etwa 15 Leuten gegründet. Wir haben den Menschen geholfen indem wir jene, die durch den …

Modellprojekte in ganz Bayern

Eine tragende Säule für das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ sind die Projektregionen, die im Jahr 2015 vom Landesvorstand des BJR bewilligt wurden. Als Projektregion werden die Jugendringe und –verbände verstanden, mit denen eng zusammengearbeitet wird. Sie leisten vor Ort Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten; ihre Erfahrungen und die gewonne Expertise soll der Jugendarbeit in ganz Bayern dienen. Finanzielle Unterstützung Die Projektregionen erhalten finanzielle Mittel, um die Jugendarbeit vor Ort zu unterstützen, ihre Angebote für Geflüchtete zu öffnen. Damit können sie selbst Projekte entwickeln und die Jugendverbandsarbeit vor Ort unterstützen. Die finanziellen Mittel können zum Beispiel für Qualifizierungsmaßnahmen für Ehren- und Hauptamtliche eingesetzt werden und/oder für die Vernetzungs- und Beratungsarbeit. Es geht vor allem darum Neues zu probieren und herauszufinden, was für die Zielgruppe funktioniert. Regelmäßiger Austausch Es geht darum, die Angebote für die Bedarfe von jungen Flüchtlingen zu optimieren. Regelmäßige Treffen der Vertreter/-innen der Projektregionen, dienen nicht nur der Vernetzung. Sie ermöglichen auch den Austausch von“Best-Practice-Modellen“,  also Praxisbeispielen, die für junge Geflüchtete gut funkionieren. Beispiele Ein Beispiel dafür ist die Postkartenaktion des Kreisjugendrings München-Land. In Unterfranken kann …