Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rechtsextremismus

Pfadfinder tragen eine Fahne mit dem Logo der Aktion "Auf die Plätze gegen Hetze"

© VCP

Die Pfadi-Kartoffel gegen Hetze

Kartoffeln, das sind nicht nur schmackhafte Knollen, das ist auch eine Bezeichnung für  sogenannte Biodeutsche. Und das, obwohl die Kartoffel eigentlich ein Kolonialprodukt ist. Eine ganz besondere Rolle spielt die Kartoffel beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, und zwar als Vorurteilbekämpferin. Über die Kartoffeln und ihre Rolle in der Kampagne des VCP „Auf die Plätze gegen Hetze“ haben wir mit Lena Simosek vom VCP gesprochen: Wieso braucht es die Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze?“ Rechtspopulistische und rechtsextreme Einstellungen finden weiter den Weg in die Gesellschaft. Das spiegelt sich auch in den Wahlergebnissen der AfD oder der FPÖ in Österreich wieder. Hassparolen gegen Geflüchtete, Politiker_innen oder Journalist_innen wurden auch mit Pegida lauter. Wir wollen uns aktiv gegen Diskriminierungen und Vorurteile positionieren. Du hast gesagt, dass Anfeindungen gegen Geflüchtete zugenommen haben. Habt ihr das auch im Verband gespürt und wenn ja, wie? Eher im Gegenteil. Seit 2015 viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, haben viele Stämme versucht zu helfen. Man hat Kinder zu Gruppenstunden und Fahrten eingeladen, Begegnungscafés veranstaltet und vieles mehr. Auch auf unserem Bundeslager hatten …

Rechtsextremistische Codes und Symbole

Das Hakenkreuz kennt noch jede/r, ein untrennbar mit dem Nationalsozialismus verbundenes Symbol, das obgleich verboten sein symbolisches Unwesen in der Öffentlichkeit treibt. Doch was ist mit all den anderen Zeichen und Codes? Die 88, die zweimal für den 8. Buchstaben im Alphabet steht und als Abkürzung für „Heil Hitler“ gilt oder die verschiedenen Marken, die rechtsextremistische Textilien verkaufen, etwa Thor Steinar, Troublemaker Germany oder Erik and Sons? Gruselig, was hier trotz klarer Gesetze u.a. gegen die Verbereitung verfassungsfeindlicher Organisationen immer noch geht. Gerade Migrant/-innen und Geflüchtete kennen nicht unbedingt die Bedeutung von Symbolen, die ihnen im Alltag begegnen. Im Rahmen des Projekts „Demokratie in Vielfalt“ ist jetzt ein mehrsprachiges Begleitheft entstanden, das Styles und Codes der rechten Szene auf relevante Sprachen, etwa Farsi, Arabisch, Polnisch und Russisch übersetzt. Die Broschüre findet sich hier zum Download.

© Foto | BJR | Jahresauftakt

Weltoffen statt kleinkariert

Mit einer Podiumsdiskussion hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) am 29.01.2015 im Rahmen seines Jugendpolitischen Jahresauftakts mit dem Thema Alltagsrassismus befasst. „Auch wenn für Viele Rechtsextremismus und ‚Mitte’ gedanklich immer noch nicht zusammen passen, so ist es doch eine Tatsache, dass derzeit unterschwelliger Rassismus und Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund wieder stärker salonfähig werden“, erläuterte BJR-Präsident Matthias Fack die Motivation für diesen Schwerpunkt. „Ich bin überzeugt, dass wir als Jugendarbeit nicht neutral sein dürfen, sondern entschieden Stellung dagegen beziehen müssen. Jugendverbände müssen sich weiter öffnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und dabei auch ihre eigenen Hemmschwellen hinterfragen. Weltoffen statt kleinkariert, so wünsche ich mir die Jugendarbeit und die Gesellschaft der Zukunft.“ Der BJR sprach dazu mit den Expert/-innen Frauke Büttner, Politologin und Beraterin in der Rassismusprävention, Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat München und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (AGABY), Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Mitte-Studien zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland und Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. zur vollständigen Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de/themen/integration-und-inklusion/fluechtlinge.html www.lks-bayern.de