Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rassismus

VIEL – Vielfalt ist echtes Leben

So heißt der Preis, den der Bayerische Jugendring für vielfältige und rassismuskritische Jugendarbeit vergibt. Denn gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in der Jugendarbeit ist seit jeher ein zentrales Ziel des BJR. Dafür brauchen jugen Menschen ein Umfeld ohne Rassismus und Diskriminierung und die Möglichkeit, Jugendarbeit mit ihren Kompetenzen und entsprechend ihren Interessen aktiv mitzugestalten. Der jährlich verliehene Preis soll Gruppen und Organisationen in der Jugendarbeit würdigen, die sich für eine vielfältige und rassismuskritische Jugendarbeit einsetzen. Prämiert werden aktuell laufende oder in den letzten zwei Jahren abgeschlossenen Projekte, die sich das Ziel gesetzt haben, Vielfalt zu fördern oder sich gegen die Bedrohung von Vielfalt wenden  und die auf vorbildliche Weise dazu beitragen, Jugendarbeit vielfältig und frei von Rassismus und Diskriminierung zu gestalten. Teilnehmen können Mitgliedsorganisationen und Gliederungen des Bayerischen Jugendrings. Zu gewinnen gibt es neben einer Urkunde und einem Gewinner-Objekt Sachleistungen im Wert von 2.500 Euro für die Weiterentwicklung integrativer Jugendarbeit. Teilnahmeschluss ist der 2. Mai 2016. Alle Infos zum Preis auf www.bjr.de

© Foto | BJR | Jahresauftakt

Weltoffen statt kleinkariert

Mit einer Podiumsdiskussion hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) am 29.01.2015 im Rahmen seines Jugendpolitischen Jahresauftakts mit dem Thema Alltagsrassismus befasst. „Auch wenn für Viele Rechtsextremismus und ‚Mitte’ gedanklich immer noch nicht zusammen passen, so ist es doch eine Tatsache, dass derzeit unterschwelliger Rassismus und Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund wieder stärker salonfähig werden“, erläuterte BJR-Präsident Matthias Fack die Motivation für diesen Schwerpunkt. „Ich bin überzeugt, dass wir als Jugendarbeit nicht neutral sein dürfen, sondern entschieden Stellung dagegen beziehen müssen. Jugendverbände müssen sich weiter öffnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und dabei auch ihre eigenen Hemmschwellen hinterfragen. Weltoffen statt kleinkariert, so wünsche ich mir die Jugendarbeit und die Gesellschaft der Zukunft.“ Der BJR sprach dazu mit den Expert/-innen Frauke Büttner, Politologin und Beraterin in der Rassismusprävention, Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat München und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (AGABY), Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Mitte-Studien zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland und Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. zur vollständigen Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de/themen/integration-und-inklusion/fluechtlinge.html www.lks-bayern.de

#mundaufmachen gegen Hate Speech

Warum wir uns mit Hassreden auseinandersetzen müssen Hass-Kommentare und rassistische Hetze von Rechten existieren seit jeher im Netz. Seit der Aufnahme von Tausenden Flüchtlingen in Deutschland scheinen diese Stimmen lauter geworden und – was neu ist – immer enthemmter aufzutreten. Flüchtlingsbefürworter/-innen müssen mit einer Flut an Hassreden rechnen. Notleidende, asylsuchende Menschen werden diffamiert – sogar unter Klarnamen. Um Konsequenzen muss man sich im Netz kaum Gedanken machen. Gibt es immer mehr Fremdenhass in Deutschland oder liegt nur ein neuer Medienhype vor? Der Europaratausschuss gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) stellt eine starke Zunahme von fremdenfeindlichen politischen Äußerungen im Netz fest. Fachstellen wie die Amadeu Antonio Stiftung, die seit Jahren anti-demokratische Bewegungen im Netz beobachten, sagen, das Problem sei lange Zeit unterschätzt worden. Durch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation wird nun offenkundig, dass rechtes Gedankengut und „Alltagsrassismus“ kontinuierlich vorhanden gewesen zu sein scheinen. Dass Hassreden hochgefährlich sind, weil sie auch Taten nach sich ziehen und sogar als Katalysator dienen, zeigt die zunehmende Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte (bisher 437 in 2015 laut Wikipedia, abgerufen am 02.11.15). Unter …

© KLJB-Andreas-Deutinger

„Für Rassismus habe ich kein Verständnis“

Die Flüchtlingskrise ist vor unserer Haustüre angelangt, sie hat ganz konkrete Gesichter bekommen – und polarisiert: Helfer/-innen oder Hetzer/-innen. Handeln und anpacken ist der spontane Impuls vieler Freiwilliger, die teilweise für den Staat in die Bresche springen. Der muss sich nun überlegen, wie er sie motiviert und vor Überforderung schützt. Andererseits fürchtet der Rentner/die Rentnerin längere Wartezeiten beim Arzt, sorgt sich die Mutter um die 14-jährige Tochter auf dem Nachhauseweg. „Überfremdung„, „Islamisierung“, „Winterurlauber auf Kosten unserer Steuerzahler“ – wir erleben auch Neid, Selbsthass und Ignoranz.Was soll man Asylsuchenden neiden? Ich kann mir in Deutschland kaum ein eingeschränkteres Leben vorstellen. Wer sollte für 143 Euro Bargeld die Strapazen einer Flucht auf sich nehmen? Wer sollte für 143 Euro Bargeld die Strapazen einer Flucht auf sich nehmen? Wenn der Bund sich im März für 8,7 Milliarden Euro Kampfhubschrauber leisten konnte, wird er die veranschlagten sechs Milliarden Euro für die Flüchtlingsversorgung in 2016 stemmen. Das Abendland wird nicht untergehen. Helles oder dunkles Deutschland Fremdenangst wie Willkommenseuphorie haben mehr mit uns zu tun als mit den realen Ankommenden. Idealismus, …

Naturfreundejugend verpasst Denkzettel

Die Naturfreundejugend Bayern will mit Vorurteilen aufräumen. Dazu haben sie verschiedene Postkarten entworfen, die Vorurteile und Rassismen aufdecken wollen. So liest man auf der Rückseite der Karte mit dem Titel „Mensch mit Ignoranzhintergrund!“ die Aufforderung: „Erweitere Deinen Horizont, informiere Dich, mach Dich schlau, hinterfrage, zweifle an und hake nach!“. Auf der Karte mit dem Titel „Mein Blick ist ein anderer“ geht es um die Frage von Macht und Definitionen. Also, wer wird willkommen geheißen? Wer nicht? Die Denkzettel sollen aufrütteln und Mut machen sich gegen diskriminierende Rede zu stellen. Die Denkzettel finden sich auf der Webseite der Naturfreundejugend Bayern und können per Email bestellt werden.

© Foto | Natufreundejugend Deutschland

Achtung Rassismus?!

Die Naturfreunde Jugend Deutschland[s] hat eine Position veröffentlicht, die Medien und Politik auffordert, keine rassistische Sprache zu verwenden. Weiter fordert der bundesweite Jugendverband: keine weitere Verschlechterung der Asylrechte, die Unterstützung der Ehrenamtlichen und Mittel zur menschenwürdigen Unterbringung von Geflüchteten, eine sofortige und menschenwürdige Aufnahme der Geflüchteten in anderen europäischen Ländern, ein Ende der Befestigung der Grenzen und der Militäreinsätze gegen fliehende Menschen, die ganze Position findet sich zum Nachlesen unter: Naturfreunde.de