Alle Artikel mit dem Schlagwort: Qualifizierung

Pinnwand mit verschiedenen Bildern, eine Hand zeigt darauf

Schreib mich auf Arabisch

Seit Sommer 2017 läuft die Qualifizierungsreihe zum/zur Jugendintegrationsbegleiter_in (JIB), bei der  junge Menschen mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund zu Begleiter_innen für die Jugendarbeit ausgebildet werden. Ein Schwerpunkthema im Jahr 2017 von Flüchtlinge werden Freunde. Die Teilnehmer_innen sind zwischen 19 und 29 Jahren alt, viele studieren und haben gute Deutschkenntnisse. Und es sind Menschen, die motivieren können und wollen. Deshalb sind sie auch beim Mitanand Open Air mit dabei. Was macht ihr beim Mitanand? Wir machen eine kleine Kalligrafie-Aktion: Die JIBs schreiben die Namen der Besucher_innen in verschiedenen Alphabeten und gestalten daraus kleine Karten zum Mitnehmen. Außerdem ist ein Quiz geplant: wir haben uns Fragen ausgedacht, die die Vielfalt der verschiedenen Herkunftsgesellschaften abbilden und Stereotype relativieren oder, besser noch, verändern helfen sollen. Was ist das Besondere der Jugendintegrationsbegleiter_innen? Die Teilnehmer_innen kommen aus verschiedenen Kontexten und lernen in der Summer School u.a. Strukturen und verschiedene Träger und Einrichtungen der Jugendarbeit kennen, haben ein Antirassismustraining hinter sich, lernen etwas über interkulturelle Kommunikation usw. Die Fortbildung befähigt sie, Jugendarbeit immer dann kompetent zu begleiten, wenn es um das Thema Integration geht. In  …

Hand in Hand zum Jugendintegrationsbegleiter

Die Summer School von Flüchtlinge werden Freunde startet Integrieren, was heißt das überhaupt? Dass sich eine Person anpasst? Dass jemand durch einen engen Flaschenhals in den großen Bottich Gesellschaft fällt? Oder könnte integrieren nicht auch heißen, dass sich  zwei oder mehrere Personen annähern? Der zweite Gedanke, die Idee der Annäherung ist Kern des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde. Und diese Idee der Begegnung ist auch Basis der Qualifizierung zum Jugendintegrationsbegleiter. Hinter diesem großen Wort steht die Idee, dass beide Seiten von Beratung profitieren können. Also  zugewanderte Jugendliche genauso wie die  Jugendarbeit. Zum Beispiel durch Menschen,  die wissen wie es ist zugewandert zu sein. Junge Menschen, die einen Migrationshintergrund haben und die gesellschaftlichen Erwartungen kennen. Götz Kolle, von der Jugendbildungsstätte Unterfranken und Michaela Schmitz  haben die Idee angeschubst. Zum Team gesellte sich noch Eliza Skowron vom Kreisjugendring München-Land. Eliza und Götz haben wir im Vorfeld getroffen: Warum braucht es diese Qualifizierungsreihe? Eliza Skowron: Mein persönliches Ziel ist es, Leuten Werkzeuge zu geben, damit sie für sich sprechen können. Also ihnen Wege zu zeigen, damit sie ihr Wissen …

© Bezjr Unterfranken

Flüchtlinge sind Freunde…

…so lautet der vielversprechende Titel der Broschüre des Bezirksjugendrings Unterfranken, die verschiedene Praxisbeispiele aus der Region für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten bereithält. Es geht um die Power von integrativem Fußball, um Expert/-innen, die selbst Fluchthintergrund haben und die vielfältigen Möglichkeiten, die Jugendverbände gehen, um junge Geflüchtete einzubinden – etwa die THW-Jugend Unterfranken. Qualifizierung als Basisarbeit Denn auch wenn sich die bayerische Jugendarbeit durch eine große Offenheit und Motivation gegenüber jungen Geflüchteten auszeichnet, so sind doch manche verunsichert und abgeschreckt, wenn es an die konkrete Planung geht. Diese Unsicherheit zu überwinden, darum geht es im Themenbereich der Qualifizierung. „Hilfe, Haltung, Handwerkszeug“ nennen sich die vier verschiedenen Praxis-Impuls-Module der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Die dreitägigen Seminare thematisieren die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt und bieten Platz für den Austausch untereinander. Auch die eigene Befremdung oder auch Brille durch die wir die Welt sehen, wird thematisiert. Schließlich hat die eigene Einstellung und Haltung eine Schlüsselrolle. Projektregion von Flüchtlinge werden Freunde Der Bezirksjugendring Unterfranken ist eine Projektregion des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde und damit vom Bayerischen Jugendring gefördert. Sie ist …

© Foto | Andreas Keilholz

Jugendarbeit sichtbar machen

Die Leistungen der Jugendverbände zu dokumentieren und auf diese Weise sichtbar zu machen, was bereits in der Jugendarbeit läuft auf diese Weise sichtbar zu machen, was bereits in der Jugendarbeit läuft, an Beispielen und Aktionen mit jungen Geflüchteten, das war ein Kernanliegen dieser Aktion“, sagt Frank Brütting, Verbandskoordinator des Stadtjugendrings Augsburg (SJR) und Ansprechpartner für die Projektregion Schwaben. Zum Beispiel Lenkdrachen bauen mit dem Drachenstarterkit, das Augsburger Jugendverbände kostenlos bestellen können, in der Villa k im Jugendzentrum gemeinsam kochen oder gemeinsam gärtnern im interkulturellen Garten des Jugendhauses Linie 3 in Pfersee. Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche, wie etwa interkulturelle Trainings oder das Bauprojekt „Bank der Begegnung“ mit der Pfarrjugend „Herz Jesu“ sowie zahlreiche Veranstaltungen, darunter Filmabende oder die Fotoaustellung „Refugees Photos“. Alle Postkarten im Überblick. Die Projektregion Schwaben setzt sich aus dem KJR Aichach-Friedberg, dem KJR und dem SJR Ausgburg zusammen. Zusammen bilden sie die Projektregion Schwaben des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“.

© BJR

Treffen der Projektregionen

Qualifizierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt Die Träger in den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sind weiterhin sehr aktiv, es passiert viel und viel Neues. Das wurde deutlich beim Austausch auf dem Vernetzungstreffen in Nürnberg. Ein großes Thema ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen und Jugendleiter/-innen. Im Herbst 2016 werden bayernweit vielfältige Fach- und Informationsveranstaltungen für die Jugendarbeit stattfinden, darunter auch viele mehrtätige Fortbildungsangebote. So bieten zum Beispiel in der Projektregion Augsburg der Stadtjugendring Augsburg, die Kreisjugendringe Augsburg Land und Aichach-Friedberg gemeinsam einen Juleica-Kongress mit 20 verschiedenen Workshops an; interkulturelle Kompetenzen und die Arbeit mit jungen Geflüchteten sind ein Schwerpunkt. Der Kreisjugendring Straubing-Bogen bietet in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Windberg im Herbst bereits zum zweiten Mal ein zweitägiges interkulturelles Training an, nachdem die erste Veranstaltung im Juni sehr gut angenommen wurde, bei Bedarf folgt ein Aufbaukurs. In Coburg ist ein mehrtägiges Qualifizierungsseminar für die Arbeit mit jungen Geflüchteten geplant, hier wird der Stadtjugendring mit einem Jugendverband kooperieren. Beim Stadtjugendring Regensburg prüft man neue, innovative Formate für die eigenen Fortbildungsangebote in diesem Bereich. …

© BJR

Gekommen, um zu bleiben?

Eindrücke vom DBJR-Fachtag Am 31.5.2016 fand der Fachtag „Ankommen und Integration gemeinsam gestalten“ des DBJR in Berlin statt. Vertreter/-innen von Jugendverbänden und Jugendringen waren eingeladen gemeinsam über das Themenfeld zu diskutieren. Manina Ott, Projektkoordinatorin für „Flüchtlinge werden Freunde“ hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Bleiben oder gehen? Das Begriffsrepertoire erweitern Einen ersten fachlichen Impuls gab Andreas Bierod, Geschäftsführer der Maltesern der Erzdiözese in Paderborn und ehemaliger Delegiert im DBJR Hauptausschuss. Er führte weitere Begriffe in die Diskussion ein, die über die gängigen Gegenüberstellungen von Flucht und Migration und/oder guter und schlechter Bleibeperspektive hinausreichen. Bierod argumentierte, dass es für die Integration besonders wichtig sei, ob ein Mensch mit Bleibewille komme, also ob er oder sie den Wunsch hege, seine Zukunft in Deutschland zu gestalten. Oder ob der Heimkehrwille stärker sei, also der Wunsch, irgendwann wieder in die Heimat zurückzukehren. Weiter betonte Bierod, dass die Zielgruppe der begleiteten Minderjährigen besonders groß sei. „Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge machen lediglich drei Prozent der Geflüchteten aus“, „Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge machen lediglich drei Prozent der Geflüchteten aus“, so Bierod weiter, „gerade …

Juleica-Baustein „Flucht und Asyl“

Jugendarbeit braucht feste Standards. Die Juleica – die Jugendleiter/-in-Card dient genau diesem Zweck. Wer Inhaber der Juleica ist, hat sich mind. 30 Stunden mit Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht und den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen beschäftigt, kennt die Strukturen der Jugendarbeit und ist fit in Versicherungsfragen. Nach drei Jahren muss eine neue Karte beantragt werden. Vorraussetzung ist die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, die zeigen, dass sich der/die Jugendleiter/-in auf dem Laufenden hält. Im Rahmen der Juleica-Ausblidung hat sich die Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck , bei Nürnberg, dem Thema „Flucht und Asyl“ gewidmet und einen eigenen Baustein entwickelt. Er soll Gruppenleiter/-innen motivieren aktiv zu werden und zugleich sensibilisieren. Der Baustein zum Download. Weitere Informationen zum Baustein gibt auch Susanne Neumeier, Projektkkordinatorin „Flucht und Asyl“ vom Kreisjugendring Nürnberg-Stadt.