Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pfadfinder

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Gemüse gegen Rechtspopulismus

Brokkoli, Aubergine und Kartoffel im Kampf gegen rechtspopulistisches Gedankengut – das gibt es in der Broschüre zur Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze“ des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – VCP. Entstanden ist das kleine Heftchen auf Grundlage des Beschlusses  „Auf gute Nachbarschaft“ der 46. Bundesversammlung, mit dem sich der VCP bewusst gegen jede Form von Diskriminierung und Rechtspopulismus stellt und dazu aufruft, aktiv, lautstark und friedlich Position gegen diesen gesellschaftlichen Trend zu beziehen. Die „Deutsche Pfadikartoffel“ verkörpert dabei als Maskottchen wie kein anderes Gemüse das stereotype Bild von Deutschen im Ausland – dabei kommt sie selbst ursprünglich aus Südamerika. Sie bringt durch ihre Nachfragen die Leser_innen  sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln und entlarvt rechtsextremistische Ideologien als Vorstellungen von Ungleichheit und Diskriminierung und rechtspopulistische Strategien als Hetze. Mehr zur Geschichte dieser Kampagne wird hier erzählt.

Pfadfinder tragen eine Fahne mit dem Logo der Aktion "Auf die Plätze gegen Hetze"

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Die Pfadi-Kartoffel gegen Hetze

Kartoffeln, das sind nicht nur schmackhafte Knollen, das ist auch eine Bezeichnung für  sogenannte Biodeutsche. Und das, obwohl die Kartoffel eigentlich ein Kolonialprodukt ist. Eine ganz besondere Rolle spielt die Kartoffel beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, und zwar als Vorurteilbekämpferin. Über die Kartoffeln und ihre Rolle in der Kampagne des VCP „Auf die Plätze gegen Hetze“ haben wir mit Lena Simosek vom VCP gesprochen: Wieso braucht es die Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze?“ Rechtspopulistische und rechtsextreme Einstellungen finden weiter den Weg in die Gesellschaft. Das spiegelt sich auch in den Wahlergebnissen der AfD oder der FPÖ in Österreich wieder. Hassparolen gegen Geflüchtete, Politiker_innen oder Journalist_innen wurden auch mit Pegida lauter. Wir wollen uns aktiv gegen Diskriminierungen und Vorurteile positionieren. Du hast gesagt, dass Anfeindungen gegen Geflüchtete zugenommen haben. Habt ihr das auch im Verband gespürt und wenn ja, wie? Eher im Gegenteil. Seit 2015 viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, haben viele Stämme versucht zu helfen. Man hat Kinder zu Gruppenstunden und Fahrten eingeladen, Begegnungscafés veranstaltet und vieles mehr. Auch auf unserem Bundeslager hatten …

„Wir bewegen das Land“

Auf dem Land wird Integration gelebt, so der vielversprechende Ansatz des Werkbriefes „Integration auf dem Land“ der Katholischen Landjugendbewegung Bayern. Darin stellen sie zahlreiche Initiativen und Ideen vor, etwa das Engagement der Jugendarbeit im Landkreis Lindau, die in Zusammenarbeit mit der St. Gallus-Hilfe Lindau das Projekt „Jugendarbeit für alle“ angestoßen haben, das verstärkt Jugendliche mit Migrationshintergrund, einer Behinderung und junge Geflüchtete in die Jugend(verbands)arbeit integrieren möchte. Oder die interkulturelle Mädchenarbeit der PSG Bayern, die einen Methodenkoffer zum Ausleihen entwickelt hat, der Material für Gruppenstunden und passendes Zubehör für verschiedene Alterstufen enthält. Ergänzt wird der Werkbrief von grundlegenden Überlegungen zur Integration und einem Methodenteil für die praktische Arbeit. Der Werkbrief „Integration auf dem Land“ wurde von der Katholischen Landjugendbewegung Bayern herausgegeben. Er folgt auf den Werkbrief „Flucht. Zuflucht. Asyl“, der gemeinsam mit der Evangelischen Landjugend erstellt wurde. Der Werkbrief ist hier erhältlich.

Vom Gast zum Freund

Der Weg vom Gast zum Freund kann mitunter holprig sein und ist vielleicht gepflastert mit Stolpersteinen. Wir bleiben daran hängen oder fallen aus Versehen darüber. Doch das sollte uns nicht daran hindern, diesen Weg zu gehen. Wie bei jeder Wanderung braucht das Unternehmen lediglich etwas Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und das richtige Handwerkszeug. Bei genauerem Hinsehen wird dann schnell klar, dass die Stolpersteine eigentlich gar nicht so groß sind und dass man sie ganz leicht umgehen kann. Sprachliche Barrieren „The best friends are those who know how to keep the same silence“ (Die besten Freunde sind diejenigen, mit denen man schweigen kann). Dieser Spruch hing jahrelang an der Klotür meiner besten Freundin. Schon immer hat mich dieser Satz bewegt, weil seine Botschaft so simpel ist: Gute Freunde brauchen nicht viele Worte, um miteinander im Einklang zu sein. Gute Freunde brauchen nicht viele Worte, um miteinander im Einklang zu sein. Meist genügt ein Blick, ein Zwinkern oder ein Achselzucken. Da spielt es keine Rolle, ob diese Freunde aus Syrien, Eritrea, dem Sudan oder sonstwoher kommen. Kinder …

Pfadfinder/-innen fördern Abenteuer

Im Rahmen der „aktion 12- Abenteuer möglich machen“ der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) haben Pfadfinderinnen und Pfadfinder Spendengelder für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche gesammelt. Nachdem zahlreiche Projekte angelaufen sind, werden jetzt auch Zuschüsse für Projekte mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen frei. Voraussetzungen sind u.a. das die Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 21 Jahre alt sind und das zu fördernde Projekt einer „pfadfinderischen“ Pädagogik entspricht. Als Beispiele nennt der DPSG u.a.: Projekte im Rahmen der Jahresaktion „Gastfreundschaft“ ein gemeinsames Projekt zwischen einem Stamm und einer Flüchtlingsunterkunft in der Nähe Wochenend-, Pfingst- oder Sommerlager Freizeitangebote für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge Wer ist antragsberechtigt? Alle Stämme, Bezirke, Diözesen und DPSG-Bildungszentren auf Diözesan und Bundesebene. Hier finden sich die kompletten Förderkriterien. Sehr hilfreich und spannend dazu auch der Leitfaden für Begegnungen, der Tipps für die Vorbereitung zum ersten Treffen und Anregungen für die Praxis gibt.