Alle Artikel mit dem Schlagwort: Manina Ott

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Einfach Freund_innen

M anina Ott ist Koordinatorin für das Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde. Seit 2016 hielt sie in dieser Funktion Vorträge und beriet Menschen in der Jugendarbeit, koordinierte Veranstaltungen, Projekte und Fördergelder und entwarf auch neue Formate wie NEU:DENK, Mitanand Open-Air oder die Jugendintegrationsbegleiter_innen. Dabei kam sie viel herum und hatte reichlich Gelegenheit zu Gesprächen mit jungen Geflüchteten, Fachkräften, Ehrenamtlichen und Multiplikator_innen in der Jugendarbeit. Drei intensive Jahre Wenn ich an drei Jahre Flüchtlinge werden Freunde zurückdenke, denke ich an drei intensive Jahre. Intensiv zum einen, weil es tiefe inhaltliche Auseinandersetzungen gab, weil sich die politische und gesellschaftliche Gemengelage ständig veränderte, weil es immer wieder aufs Neue zu beantworten galt: Was heißt eigentlich Jugendarbeit mit Geflüchteten? Treffen wir die Bedürfnisse der Geflüchteten? Der Fachkräfte? Der Ehrenamtlichen? Intensive Jahre vor allem auch, weil ich so vielen verschiedenen Menschen begegnen durfte. Diese Begegnungen mit engagierten Menschen egal welcher Herkunft prägten meine Arbeit. Die vielen Stimmen, die in der vorliegenden Dokumentation von Flüchtlinge werden Freunde zu Wort kommen, bestärken mich in meiner Haltung und machen mir Mut. Denn sie zeigen, …

On the Move

Im Mai besuchte eine Gruppe von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen aus der bayerischen Flüchtlingsarbeit Dedalus, eine neopolitanische Nichtregierungsorganisation, die sich u.a. um junge Migranten/-innen kümmert. Diese Woche steht nun der Gegenbesuch in München an. Aus Neapel sind diesmal 10 Teilnehmer/-innen dabei, viele auch mit Fluchthintergrund. Europäische Flüchtlingspolitik im Fokus Ziel ist der weiterführende Austausch von Meinungen, Informationen und Expertenwissen zum Thema Flucht und Asyl. Besonders bedeutsam ist die europapolitische Dimension der Situation junger Geflüchteter, dabei geht es vor allem darum sich über Bedarfe und Herausforderungen auszutauschen. Denn für die Jugendarbeit geht es vor allem um die Frage, wie Integration von jungen Menschen mit Fluchthintergrund gelingen kann.  Das sind grundsätzliche Fragen, die das Autauschprojekt antreibt. Auf dem Programm stehen unter anderem der Besuch von verschiedenen Einrichtungen der Jugendarbeit. Die Woche startete mit einem Besuch in der Burg Schwaneck (KJR München-Land) , die seit Oktober 2015 auch unbegleitetete minderjährige Flüchtlinge untergebracht hat. Am Nachmittag ging es weiter zum LOK Arrival (KJR München-Stadt),  einer Freizeitstätte für geflüchtete Kinder und Jugendliche, die auf dem Gelände der Bayernkaserne untergebracht ist. …

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„Flüchtlinge werden Freunde“ – Bausteine

Der BJR setzt sich seit seiner Gründung für die Belange aller jungen Menschen in Bayern ein, unabhängig von ihrer Herkunft. Die Jugendarbeit addressiert damit explizit auch Jugendliche mit Migrationshintergrund und geflüchtete Jugendliche. Eine Grundintention des BJR ist es, die Gesellschaft gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zu stärken, was gerade in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten zunehmend wichtig wird. Das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ folgt diesem Selbstverständnis. Kontext: Integration ist seit 30 Jahren Thema im BJR Seit über dreißig Jahren ist Integration ein Schwerpunktthema des BJR, das zeigt sich in verschiedenen Projekten, zum Beispiel: „Multi Action – aber wie“ und dem Nachfolgeprogramm „Go together“. Seit etwa 10 Jahren ist das Fachprogramm Integration fest im BJR verankert. Hier werden Projekte gefördert, die auf die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zielen. Hier werden Projekte gefördert, die auf die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zielen. Das Fachprogramm Integration wurde über Mittel des Aktionsprogramms aufgestockt. Dass Integration im BJR ernst genommen wird, zeigt sich institutionell in der Kommission Integration, die dem Hauptausschuss beratend zur Seite steht. Junge Geflüchtete …

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Kommunale Jugendarbeit ist gefordert

Flucht und Zuwanderung sind gerade für die Kommunen ein großes Thema. So lautete der diesjährige Schwerpunkt auf der Landestagung der Kommunalen Jugendarbeit „Jugendarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“ – und stieß auf große Resonanz: die Tagung war ausgebucht, der Rittersaal des Schlosses Hirschberg fast bis auf den letzten Platz gefüllt. MR Peter Nitschke vom Bayerischen Sozialministerium und Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings unterstrichen zu Beginn die Bedeutung und die Fachkenntnis der Jugendarbeit im Bereich Integration. Matthias Fack wies angesichts der aktuellen Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks, die von fast 10 Prozent mehr vertriebenen Menschen weltweit ausgehen, auf die weiterhin große Dringlichkeit der Flüchtlingsthematik hin: „Man kann nicht sagen, dass sich da irgendetwas beruhigt hat.“ Er ermutigte die Jugendarbeit, ihre gute Arbeit in diesem Bereich fortzuführen. Lothar Kaseder vom Jugendamt Passau, ehemaliger langjähriger Jugendpfleger, ging in seinem Vortrag davon aus, dass Vereine und Verbände auf Dauer von der aktuellen Zuwanderung profitieren können und richtete einen Aufruf an die Kommunalpolitik: Es sei von großer Bedeutung, dass Städte, Märkte und Gemeinden sich strukturiert auf diese Herausforderung vorbereiten. So wurde in Passau …

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Nachhaltiges auf den Weg bringen

Das Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings „Flüchtlinge werden Freunde“ hat eine neue Projektkoordinatorin: Manina Ott. Die 31-Jährige studierte Kulturmanagement und Osteuropastudien und hat seit dem 15. März die Nachfolge von Ibrahim Maiga angetreten. Sie berät und begleitet in dieser Funktion die Verantwortlichen in den sieben Projektregionen, aber auch andere Träger der Jugendarbeit, die mit jungen Geflüchteten arbeiten. Daneben vertritt sie „Flüchtlinge werden Freunde“ nach außen, gibt Anregungen, Informationen und Hilfestellungen für die Praxis und lädt zu regelmäßigen Vernetzungstreffen ein. Was hast du vor dieser neuen Aufgabe beruflich gemacht? Zuletzt war ich pädagogische Mitarbeiterin beim Kreisjugendring Fürstenfeldbruck. Ich habe dort das Spielmobil geleitet, also Ehrenamtliche ausgebildet, die Spielmobil-Einsätze koordiniert, neue Spiel- und Bastelaktionen geplant und bin natürlich auch viel vor Ort gewesen. Gleichzeitig habe ich auch in unserem Bildungsteam viele Seminare für Jugendliche gehalten und neue konzipiert, gerade auch zum Thema Interkulturalität. Was sind deine persönlichen Erfahrungen mit jungen Geflüchteten? In dem Jugendgästehaus des Kreisjugendrings, bei dem ich zuletzt gearbeitet habe, wurden übergangsweise junge Geflüchtete untergebracht. Da dies ganz schnell passierte, konnte von Seiten des Jugendamtes die …