Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kreisjugendring

© KJR München-Land

Im Garten der Vielfalt

Diversity Handbuch erschienen – Vielfalt wir kommen Wir sind alle einzigartig. Wir sind klein, groß, dick, dünn, männlich, weiblich, zwischendrin, mutig, ängstlich, laut, leise.  Kurz: wir sind vielfältig oder auch divers! Diversität oder auch Diversity bedeutet sich dieser Vielfalt bewusst zu sein, kompetent mit Unterschieden umgehen zu können und die Schablone in unserem Kopf auch mal auszuschalten. Denn Diversity heißt auch zu erkennen, dass manche Jugendliche mit Nachteilen zu kämpfen haben, etwas wenn sie einen Flucht- oder Migrationshintergrund haben. Der Kreisjugendring München-Land hat dazu ein Handbuch veröffentlicht, dass das Thema möglichst praktisch angehen will. Das Handbuch ist im Rahmen unseres Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde entstanden. Prädikat: Gehört in jeden Bücherschrank und auf jede Festplatte.

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

© KJR München-Stadt

Just Dance! Angebote für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten

Oft sind es Einrichtungen der OKJA– der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, also etwa Jugendzentren,Jugendclubs, Jugendhäuser oder mobile Angebote, die junge Geflüchtete zuerst erreichen. Die LOK-Arrival ist eine Freizeitstätte in der Bayernkaserne in München, die sich explizit an geflüchtete Kinder und Jugendliche richtet.  Ihre Erfahrungen hat Jennifer Sykora, Leiterin der LOK-Arrival,  in einer  Arbeitshilfe zur Arbeit mit jungen Geflüchteten in der OKJA zur Verfügung gestellt. Bestimmte Tipps haben wir nochmals rausgezogen, weil sie uns besonders wertvoll in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten erscheinen: Was für Angebote eignen sich? Was gilt es zu beachten? Das Wichtigste ist es, die geflüchteten Personen als Expert/-innen selbst miteinzubeziehen, welche Angebote sie sinnvoll finden. Angebote um den Arbeitsmarkt zu öffnen, eignen sich hervorragend: z.B. Wie schreibe ich einen Lebenslauf, Bewerbungstraining etc. Mit begleiteten Kindern und Jugendlichen aus städtischen Unterbringungen lassen sich auch längerfristige und inhaltlich aufeinander aufbauende Projekte planen. Falls personell möglich, die geflüchteten Jugendlichen direkt in der Unterbringung abholen. Hierbei empfiehlt es sich mit visuellem Anschauungsmaterial (z.B. Plakat mit den wichtigsten Angeboten der jeweiligen Freizeitstätte) den Jugendlichen aufzuzeigen, was sie …

© Foto | Kreisjugendring München-Land

Junge Flüchtlinge mitgestalten lassen

Die sieben Projektregionen sind wichtige Knotenpunkte des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Diese Seite begleitet das Engagement in ganz Bayern und insbesondere in den Projektregionen und zeigt auf, welche Projekte vor Ort entstanden sind und weiterhin entstehen. Heute geht es um die Projektregion Oberbayern. Hier ist der Kreisjugendring München-Land Vertreter des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Lena Berger, Referentin der Geschäftsführung, erzählt von den zahlreichen Aktivitäten im Landkreis und von der Entwicklung, die der Kreisjugendring selbst zum Thema Flüchtlinge durchgemacht hat.     Was war die Motivation, sich als Projektregion zu bewerben? Wir fanden die Idee des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sehr interessant und wollten gerne beim BJR als übergeordnetem Träger mitwirken. Denn gerade die Idee, sich zu vernetzen, um sich gegenseitig zu bereichern, ist schön, da man gemeinsam in diesem Themenfeld sehr viel mehr erreichen kann.

Jede Flucht ist anders

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Zeitschrift „Ringfrei“ des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Junge Flüchtlinge in Nürnberg Nr. 58: S. 7. Jede Stadtgesellschaft steht vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Unterbringung von jungen Flüchtlingen und von Kindern aus Flüchtlingsfamilien geht. Ringfrei, das Magazin des KJR Nürnberg-Stadt, hat unter anderem mit Sandra Müller, Vorsitzende des KJR Nürnberg-Stadt über dieses Thema gesprochen: Meiner Meinung nach wird die Unterbringung und Versorgung – sowohl die ärztliche als auch die soziale – in keinster Weise den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht. Darüber hinaus möchte ich betonen, dass es „die Lage“ junger Flüchtender gar nicht gibt. Die Situation der jungen Flüchtenden ist so unterschiedlich, weil maßgeblich geprägt von den Umständen im Herkunftsland, den Erlebnissen dort und auf der Flucht. Auch spielt die Frage nach anwesenden Bezugspersonen eine Rolle: bin ich allein hier oder mit Verwandten oder gar den Eltern? Beziehe ich diese hoch differenzierte persönliche Lage der jungen Flüchtenden mit ein, so kann ich nur sagen, dass die Lage mehr als nicht zufriedenstellend ist.Ich war sehr überrascht über die …