Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kommunale Jugendarbeit

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Mehr als Berufsethos

Ein Freitag im November. Die Jugendpflegerinnen Claudia Treffer, Theresa Burger und Minh Phan, Praktikant und Student der Sozialen Arbeit warten mit Brezen, Tee und Kaffee in ihrem Büro der Kommunalen Jugendarbeit (KoJa) in Eichstätt Stadt. Die KoJa Eichstätt hat Wege beschritten, die für die klassische Kommunale Jugendarbeit eher untypisch sind. So haben sie mit dem Projekt Change yourself to change the world ein Jugendprojekt zusammen mit einem Pfadfinderverband gestartet und Jugendliche dafür angesprochen. Zwei Jahre später gehen sie mit einem Theaterprojekt und einem Filmprojekt weiter den Weg des Miteinanders. Ein Miteinander von Jugendlichen, ganz egal woher sie kommen mit Wurzeln in Deutschland, Fluchterfahrung, Migrationsgeschichte, geistigen Einschränkungen. Ein Gespräch, das zeigt wie wichtig Jugendarbeit mit Geflüchteten ist, aber auch wo Hindernisse liegen und was es emotional mit Menschen macht, wenn sie in ihrem Alltag mit Fragen und Problemen junger Geflüchtete konfrontiert werden, die sie nicht lösen können. Weg von der Kategorie Flüchtling Die internationale Jugendbegegnung „Change yourself to change the world, respect, natur, humans, yourself“ war der zentrale Schritt in der Arbeit mit jungen Geflüchteten. 26 …

Die Zukunft beginnt jetzt

Zwischenbilanz der Projektegion Niederbayern Flüchtlinge werden Freunde, das Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings wird im Jahr 2018 drei Jahre alt. Jahre, in denen sich die Jugendarbeit fit und stark für Geflüchtete gemacht. Zeit, in der Praxis ausprobiert, gewagt und sich etabliert hat. Besonders wichtig die Projektregionen, sie sind Knotenpunkte und Herzstücke der Jugendarbeit mit Geflüchteten. Sie sind dafür da, Wissen und Erfahrungen an die Jugendarbeit in Bayern weiterzugeben. Eine erste Zwischenbilanz hat jetzt die Projektregion Niederbayern gezogen. Hier sind der KJR Straubing-Bogen und die Kommunale Jugendarbeit Straubing aktiv. Richard Maier, kommunaler Jugendpflegegr fasst zusammen: Worum gings? Ziele waren die Qualifizierung der Fachkräfte in den Strukturen der Jugendarbeit sowie die Weiterbildung und Qualifizierung Ehrenamtlicher in den Jugendverbänden und Jugendringen für pädagogische Maßnahme mit und für junge Geflüchtete. Zudem ging es darum dezentrale Angebote zu schaffen und zu fördern. Folgende Angebote haben sich bewährt. Bunt kickt besser Ein super Beispiel für gelingende Integration ist das Projekt „Bunt kickt gut“. In der interkulturellen Straßenfußballliga kicken Kinder und Jugendliche.  Es gibt ein koninuerliches Ligasystem und an bis zu fünf Nachmittagen …

Slammen…

Zahlreiche Jugendverbände sowie Jugendringe unterstützen das Mitanand Open Air.  Wir stellen euch die einzelnen Akteure vor. Heute ist eine unserer Projektregionen dran, nämlich Niederbayern: Das sind die Stadt Straubing, die Kommunale Jugendarbeit und der KJR Straubing-Bogen. Was macht ihr beim Mitanand? Wir planen einen Poetry Workshop, angeleitet von Natalie Gräfe, die bei uns im Jugendzentrum die Schreibwerkstatt leitet und Teresa Reichl, bayerische U20 Meisterin 2016 im Slammen. Nachdem Workshop geht es mit den eigenen Gedichten und Wortschnipseln für diejenigen, die Lust haben, auf die Kleine Bühne des Mitanand Open Airs. Was macht ihr in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten? Wir sind eine der Projektregionen von Flüchtinge werden Freunde, quasi ein Knotenpunkt für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten in Niederbayern, oder versuchen es zumindest zu sein.  Bei uns ist unter anderem die internationale Straßenfussballiga „Bunt kickt gut“ aktiv. Wir bieten immer wieder verschiedene Vernetzungs- und Bildungstreffen für die Jugendarbeit vor Ort an und sind auch gut mit Helferkreisen vernetzt. Wir haben ganz unterschiedliche Zugänge in der Unterstützung der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten. Etwa Ausstellungen, wie „Asyl …

Von Jugendbegegnungen und Daily Humor Panels

Die Organisation einer internationalen Jugendbegegnung ist eigentlich Herausforderung genug, hier noch junge Geflüchtete mitzunehmen, durchaus ehrgeizig. Dass es sich lohnt und funktionieren kann, hat die internationale Jugendbegegnung zum Thema „InterNatureNet – respect nature, humans, yourself“ im Landkreis Eichstätt gezeigt. Acht Tage im Juli haben Jugendliche aus Portugal, Frankreich sowie junge Geflüchtete zusammen verbracht. Wie das gelingt, hat Claudia Treffer, Kommunale Jugendpflegerin in Eichstätt, für Flüchtlinge werden Freunde herausgearbeitet. Vor der eigentlichen Jugendbegegnung Im Vorfeld geht es vor allem um die Einbindung junger Geflüchteter. Sie zu motivieren, sie in die Kommunikation einzubinden und für Ihre Wünschen und Ängste ein offenes Ohr zu haben, gehört dazu. Ein paar Anregungen habe ich im Folgenden versucht zusammenzutragen: Einbinden, wie geht das? In unserem Fall haben wir Personen angesprochen, die bereits Kontakt mit den Jugendlichen hatten, also z.B. die Vormünder im Jugendamt und die Betreuer/-innen in den Einrichtungen. Im Vorfeld wurde außerdem ein Infofilm über die Jugendbegegnung gedreht, der ohne Sprachkenntnisse funktioniert und auch zu Werbezwecken eingesetzt wurde. Interessierte Jugendliche wurden dann vor dem eigentlichen Austausch zu verschiedenen Treffen eingeladen. …

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Kommunale Jugendarbeit ist gefordert

Flucht und Zuwanderung sind gerade für die Kommunen ein großes Thema. So lautete der diesjährige Schwerpunkt auf der Landestagung der Kommunalen Jugendarbeit „Jugendarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“ – und stieß auf große Resonanz: die Tagung war ausgebucht, der Rittersaal des Schlosses Hirschberg fast bis auf den letzten Platz gefüllt. MR Peter Nitschke vom Bayerischen Sozialministerium und Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings unterstrichen zu Beginn die Bedeutung und die Fachkenntnis der Jugendarbeit im Bereich Integration. Matthias Fack wies angesichts der aktuellen Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks, die von fast 10 Prozent mehr vertriebenen Menschen weltweit ausgehen, auf die weiterhin große Dringlichkeit der Flüchtlingsthematik hin: „Man kann nicht sagen, dass sich da irgendetwas beruhigt hat.“ Er ermutigte die Jugendarbeit, ihre gute Arbeit in diesem Bereich fortzuführen. Lothar Kaseder vom Jugendamt Passau, ehemaliger langjähriger Jugendpfleger, ging in seinem Vortrag davon aus, dass Vereine und Verbände auf Dauer von der aktuellen Zuwanderung profitieren können und richtete einen Aufruf an die Kommunalpolitik: Es sei von großer Bedeutung, dass Städte, Märkte und Gemeinden sich strukturiert auf diese Herausforderung vorbereiten. So wurde in Passau …