Alle Artikel mit dem Schlagwort: kjr Nürnberg-Stadt

#FlüchtlingesindFreunde

Vernetzungsveranstaltung am 15. März in der Luise Flüchtlinge sind Freunde; der Name ist Programm. Ein ganzer Tag, um sich zu vernetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen, die letzen Jahren Revue passieren zu lassen und sich über Praxis und Erfahrungen aus der Jugendarbeit mit Geflüchteten  auszutauschen. Die Projektregionen stellen an diesem Tag ihre Lieblingsprojekte bzw. Best-Practice vor. Ergänzt wird das Angebot durch Impulsvorträge und Beratungsangebote in den Bereichen Fördermittel, Rassismus und Sichtweisen von jungen Geflüchteten. Hier ist auch Raum, die eigenen Themen vorzustellen und sich mit anderen Teilnehmer_innen auszutauschen. Auszug aus dem Programm: 11:00 Uhr: Ankommen, gemeinsamer Imbiss 12:00 Uhr: Begrüßung und Impulsvorträge: Jugendpolitik und Flucht Ilona Schuhmacher, Mitglied des Landesvorstands des BJR Flucht ist jung, Manina Ott Projektkoordinatorin Flüchtlinge werden Freunde 13:00 Uhr Praxisgespräch 1 (Projektregionen) 14:30 Uhr Open Stage Teilnehmer_innen stellen sich und ihre Themen vor 15.15 Uhr Praxisgespräche Projektregionen 17.15 Uhr Erkenntnisse des Tages 17.30 Uhr Imbiss 18.00 Uhr Musik und gemütlicher Ausklang Die Veranstaltung findet in der Location Luise – The Cultfactory statt.  Die Luise ist eine Einrichtung des KJR Nürnberg-Stadt, eine …

© Foto | Susanne Neumeier

Menschenrechte – (Keine) Selbstverständlichkeit?!

Workshop für junge Geflüchtete zum Thema Menschenrechte 68 Jahre ist die Erklärung der Menschenrechte alt, und die Frage, wie diese wertvollen Grundlagen menschlichen Zusammenlebens weltweit umgesetzt werden können, ist so aktuell wie nie zuvor. DoKuPäd, das Bildungszentrum des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt zum Dokumentationszentrum Reichsparteittagsgelände in Nürnberg, macht Angebote der politischen Bildungsarbeit zu genau diesem Thema. Auch speziell für junge Geflüchtete gibt es einen Workshop mit dem Thema „Menschenrechte -(K)eine Selbstverständlichkeit?!“ Gerade diese Zielgruppe bringt besondere Voraussetzungen mit, wenn es darum geht, gemeinsam über Menschenrechte zu sprechen. Denn in den meisten Herkunftsländern gibt es bestimmte Freiheitsrechte nicht – z.B. freie Berufs- oder Partnerwahl –, die Jugendlichen haben sie vorher noch nie konkret erlebt. Oftmals haben sie auch ganz grundlegende Verletzungen des Rechts auf Gleichheit erlebt, z.B. wenn eine bestimmte Clanzugehörigkeit über rechtlichen und sozialen Status mitentscheidet, wie es in manchen afrikanischen Ländern der Fall ist. Susanne Neumeier, Projektkoordinatorin Flucht & Asyl beim Kreisjugendring Nürnberg-Stadt, einer Projektregion des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde, begleitete eine Nürnberger Berufsintegrationsklasse zu einem solchen eintägigen Workshop und erlebte, wie schnell das Thema Menschenrechte …

© KJR Nürnberg-Stadt

Für eine menschliche Asylpolitik

„Es geht nicht darum, wie viele Afrikaner man aufnimmt, sondern darum, wie wir uns überhaupt noch als Zivilisation definieren. Der fast vollständige Abbau des Asylrechts ist für mich ein Schritt in die Barbarei.“ Ilija Trojanow, Schriftsteller, 2009 Der Vorstand des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt kritisiert deutlich das vom Bundestag inzwischen verabschiedete „Flüchtlingspaket“, das von der Bundesregierung vorgelegt worden war. Nach Auffassung des KJR-Vorstands ignoriert das Gesetzesvorhaben Menschlichkeit und Gesetzesgrundlagen. Es soll jetzt alles ganz schnell gehen. Das Bundeskabinett hat ein dickes Paket geschnürt, das nun nach dem Parlamentsbeschluss in einer Hauruckaktion in Kraft treten soll. Dieses Paket beinhaltet unter anderem schärfere Asylregeln, schnellere Asylverfahren mithilfe einer Einteilung in Menschen „mit und ohne Bleiberechtsperspektive“, der verlängerte Aufenthalt in Sammelunterkünften, die Wiederbelebung des grundgesetzwidrigen Sachleistungsprinzip und die Kürzung von Sozialleistungen und vor allem die Einstufung weiterer Staaten als sogenannte „sichere Herkunftsländer“. Es wird ignoriert, dass zum Beispiel auf dem Balkan insbesondere Roma zum Teil heftiger Verfolgung ausgesetzt sind. Es wird ignoriert, dass zum Beispiel auf dem Balkan insbesondere Roma zum Teil heftiger Verfolgung ausgesetzt sind. Warum? Scheinbar ist das …

Jede Flucht ist anders

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Zeitschrift „Ringfrei“ des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Junge Flüchtlinge in Nürnberg Nr. 58: S. 7. Jede Stadtgesellschaft steht vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Unterbringung von jungen Flüchtlingen und von Kindern aus Flüchtlingsfamilien geht. Ringfrei, das Magazin des KJR Nürnberg-Stadt, hat unter anderem mit Sandra Müller, Vorsitzende des KJR Nürnberg-Stadt über dieses Thema gesprochen: Meiner Meinung nach wird die Unterbringung und Versorgung – sowohl die ärztliche als auch die soziale – in keinster Weise den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht. Darüber hinaus möchte ich betonen, dass es „die Lage“ junger Flüchtender gar nicht gibt. Die Situation der jungen Flüchtenden ist so unterschiedlich, weil maßgeblich geprägt von den Umständen im Herkunftsland, den Erlebnissen dort und auf der Flucht. Auch spielt die Frage nach anwesenden Bezugspersonen eine Rolle: bin ich allein hier oder mit Verwandten oder gar den Eltern? Beziehe ich diese hoch differenzierte persönliche Lage der jungen Flüchtenden mit ein, so kann ich nur sagen, dass die Lage mehr als nicht zufriedenstellend ist.Ich war sehr überrascht über die …