Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kinder und Jugendliche

15-Punkte-Plan für eine Willkommensstruktur

Die Amadeu Antonio Stiftung und das Deutsche Kinderhilfswerk haben einen „15-Punkte-Plan“ für eine Willkommensstruktur in Jugendeinrichtungen veröffentlicht, um Strukturen und Qualität in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen sicherzustellen. Die Handreichung liefert konkrete Handlungsempfehlungen, um eine nachhaltige Willkommenskultur für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in der Jugendarbeit zu stärken.

© KJR München Land

Denkanstöße zum Thema Flucht

Der Kreisjugendring München-Land hat Postkarten und ein Begleitheft entwickelt, die Pädagogen/-innen eine Möglichkeit bieten sollen, mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Flucht ins Gespräch zu kommen, sie zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen. Dafür wurden Kinder und Jugendliche in Einrichtungen des KJR befragt, was ihnen zum Stichwort „Flüchtlinge“ einfällt. Aus den so entstandenen Aussagen wurden Karten entwickelt, auf deren Vorderseite jeweils eine Aussage / ein Statement der Kinder und Jugendlichen und auf der Rückseite Informationen oder Anregungen stehen. Das Begleitheft enthält Hintergrundinformationen zum Thema Flucht und methodische Empfehlungen zum Einsatz der Karten für Pädagog/-innen. Die Arbeit mit den Karten soll zur Sensibilisierung und Aufklärung  beitragen und die Kinder und Jugendlichen in ihrer Haltungs- und Meinungsbildung unterstützen: Was macht ein Haus zu einem zu Hause? Was, wenn bei uns Krieg wäre? Würde ich mein zu Hause verlassen, um eine Chance zum Überleben zu nutzen? Die Flüchtlingsfrage gibt immer wieder Anlass zu einer Wertediskussion. Jugendliche darin bestärken, sich in andere Menschen und Situationen hineinzuversetzen Dabei ist es wichtig, genau hinzuhören, welche Meinungen Kinder und Jugendliche haben, welche Ängste …

Sportverbände einbinden

Auf dem Flüchtlingsgipfel der bayerischen Staatsregierung in der vergangenen Woche hat sich auch der Bayerische Landes-Sportverband zu Wort gemeldet und nochmals erläutert (Siehe die Pressemeldung vom September), dass gerade der Sport durch seine zahlreichen Angebote für junge Flüchtlinge zur Integration und Toleranz beitrage. Dennoch bleibe die Belegung von Sporthallen mit Flüchtlingen nur eine Notlösung. Die BLSV-Vertreter/-innen forderten, dass stattdessen auch landeseigene leerstehende Liegeschaften unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden müssten. Denn was ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen und Mitglieder der Sportvereine leisteten, dürfe nicht zu ihren Lasten gehen. Sie müssten weiterhin ihre Sporträume in angemessenem Umfang nutzen könnten. Desweiteren erläuterten sie, dass Kommunen und Landkreise, die auf Sporthallen zurückgreifen, die Sportvereine schnell und umsichtig informieren sollten. Zudem brauche es staatliche Förderprogramme, um die Vereinsarbeit in ihrer Integrationsarbeit zu unterstützen. Zur vollständigen Pressemitteilung.

Pfadfinder/-innen fördern Abenteuer

Im Rahmen der „aktion 12- Abenteuer möglich machen“ der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) haben Pfadfinderinnen und Pfadfinder Spendengelder für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche gesammelt. Nachdem zahlreiche Projekte angelaufen sind, werden jetzt auch Zuschüsse für Projekte mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen frei. Voraussetzungen sind u.a. das die Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 21 Jahre alt sind und das zu fördernde Projekt einer „pfadfinderischen“ Pädagogik entspricht. Als Beispiele nennt der DPSG u.a.: Projekte im Rahmen der Jahresaktion „Gastfreundschaft“ ein gemeinsames Projekt zwischen einem Stamm und einer Flüchtlingsunterkunft in der Nähe Wochenend-, Pfingst- oder Sommerlager Freizeitangebote für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge Wer ist antragsberechtigt? Alle Stämme, Bezirke, Diözesen und DPSG-Bildungszentren auf Diözesan und Bundesebene. Hier finden sich die kompletten Förderkriterien. Sehr hilfreich und spannend dazu auch der Leitfaden für Begegnungen, der Tipps für die Vorbereitung zum ersten Treffen und Anregungen für die Praxis gibt.