Alle Artikel mit dem Schlagwort: junge Flüchtlinge

© Foto | Jugendinformation Nürnberg

Spielerisch die neue Heimat erkunden

Stadtteilerkundungen und Stadtspiel der Jugendinformation Nürnberg für junge Geflüchtete Lerne Nürnberg kennen! Gerade für Jugendliche ist es besonders wichtig, mit Orten vertraut zu sein, an denen sie ihre Freizeit außerhalb des eigenen Zuhauses mit Freunden verbringen können, Treffpunkte und Freizeitangebote zu kennen, bei denen sich Gleichaltrige treffen. Eine Stadt wie Nürnberg hat da auch Einiges anzubieten. Die Jugend Information Nürnberg macht deswegen Angebote speziell für junge Geflüchtete, bei denen sie sich ihre Stadt bzw. ihren Stadtteil erschließen und die Nürnberger Infrastruktur für Kinder und Jugendliche kennenlernen können. Das sind einerseits Stadtteilerkundungen für junge Geflüchtete von 12 bis 27 Jahren und junge geflüchtete Eltern aus Gemeinschaftsunterkünften der Nürnberger Südstadt. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden die Teilnehmer/-innen in Begleitung ihren und angrenzende Stadtteile. Die Gruppenausflüge für jeweils bis zu 15 Personen finden an 20 Terminen im Jahr statt. Sie orientieren sich inhaltlich am Bedarf der Teilnehmer/-innen und stellen integrative, nachhaltige und vor allem kostengünstige Angebote und Möglichkeiten zur Gestaltung der Freizeit und des Alltags in Nürnberg vor. Jede Erkundung ist kombiniert mit dem …

© Foto | KJR München-Land

Ein JUZ als Ort der Begegnung

Die Arbeit mit Asylsuchenden in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ des Kreisjugendrings München-Land in Oberschleißheim Als im Herbst 2013 die ersten Flüchtlinge in die Asylunterkunft in Oberschleißheim einzogen, war für die Mitarbeitenden der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ sofort klar, dass sie diese neuen Bewohner/-innen auch als Gäste in ihrem Jugendzentrum willkommen heißen wollten. Die Ankunft der ersten Flüchtlinge fiel dabei zufällig mit einer Spendenaktion zusammen, bei der die Jugendlichen der Freizeitstätte und die Bürger/-innen Oberschleißheims Kleidung und Spendengelder für ein Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze sammelten. Einige Flüchtlinge, zu denen der Mobile Jugendarbeiter und die pädagogischen Mitarbeitenden Kontakt aufgebaut hatten, halfen damals mit, die Kleidung für den Transport zu sortieren und konnten im Zuge dessen schnell Kontakte zu jungen engagierten Oberschleißheimer/-innen knüpfen. Seitdem sind mehr als zwei Jahre vergangen, in denen das Planet ‚O‘, auch in Kooperation mit dem örtlichen Helferkreis immer wieder spezielle Aktionen mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Flüchtlingsunterkunft auf die Beine gestellt hat. Zahlreiche gemeinsame Feste und Ausflüge Im Juli 2015 wurde zusammen mit Jugendlichen und Bürger/-innen aus Oberschleißheim und den …

© Foto | Juliane Schwabenbauer, jugendfotos.de, cc-by-web

Ausbildung: Keine Einschränkung für junge Geflüchtete

Der Bezirksjugendring Unterfranken setzt sich für die berufliche Integration geflüchteter Jugendlicher ein Der Bezirksjugendring Unterfranken setzt sich für die Integration geflüchteter Jugendlicher und Heranwachsender ein und fordert in einer Pressemitteilung, die Weisung des bayerischen Innenministeriums vom 1. September 2016 zum Vollzug des Ausländerrechts zurückzunehmen, die nur unter sehr strengen Voraussetzungen eine Beschäftigungserlaubnis zur Aufnahme einer Ausbildung zulässt. In der Folge wurden in zahlreichen Fällen keine Beschäftigungserlaubnisse zur Berufsausbildung mehr erteilt oder diese wieder entzogen. Der Bezirksjugendring fordert zudem, dass es generell keine Eigenschränkungen bei der Berufsausbildung für junge Geflüchtete geben dürfe sowie einen Schutz für begonnene Ausbildungen, unabhängig vom Stand des Asylverfahrens. Der Bezirksjugendring leistet als Projektregion des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde wertvolle Integrationsarbeit in der Region.  Er knüpft Kontakte vor allem zu unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, vermittelt Praktika und Ausbildungsplätze und bindet sie so in die Strukturen vor Ort ein. „Mit dieser Weisung des bayerischen Innenministeriums wird unsere Arbeit und die unserer Jugendverbände massiv erschwert, erreichte Erfolge werden gefährdet“, so der Bezirksjugenring. 149. BJR-Hauptausschusses fordert ebenfalls Rücknahme der entsprechenden Weisung Ende September 2016 gab es …

© Foto |KJR Augsburg-Land

300 Geflüchtete feiern das Mühlenfest

Am Samstag, den 23. Juli 2016, veranstaltete der Kreisjugendring Augsburg-Land zum zweiten Mal sein buntes, interkulturelles Mühlenfest. Über tausend Gäste verbrachten einen fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – mit viel Musik, Action und Freude. Orchesterklänge, geschminkte Kindergesichter, der Duft von Crepes und Burgern, zahlreiche aufgebaute Mitmachaktionen, fröhliches Lachen – diese Eindrücke und eine Fülle weiterer Darbietungen, Leckereien und Aktionen erwartete die Besucher und Besucherinnen beim interkulturellen Mühlenfest des Kreisjugendrings am vergangenen Samstag. Über tausend Gäste verbrachten einen friedlichen und fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – darunter auch rund 300 Geflüchtete aus dem gesamten Landkreis. Meine Heimat – Deine Heimat Auch der Landkreis Augsburg-Land ist in den vergangenen Jahren für viele geflüchtete Menschen zur neuen Heimat geworden. Nach dem großen Erfolg des Projekts im vergangenen Jahr will der Kreisjugendring Augsburg-Land auch dieses Jahr wieder unter dem Motto „Meine Heimat – Deine Heimat“ die Menschen aus dem Landkreis und speziell aus den Mitgliedsverbänden mit Geflüchteten in Kontakt bringen, um die Integration der neuen Mitbürger/-innen zu fördern. Dies …

© BJR

Treffen der Projektregionen

Qualifizierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt Die Träger in den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sind weiterhin sehr aktiv, es passiert viel und viel Neues. Das wurde deutlich beim Austausch auf dem Vernetzungstreffen in Nürnberg. Ein großes Thema ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen und Jugendleiter/-innen. Im Herbst 2016 werden bayernweit vielfältige Fach- und Informationsveranstaltungen für die Jugendarbeit stattfinden, darunter auch viele mehrtätige Fortbildungsangebote. So bieten zum Beispiel in der Projektregion Augsburg der Stadtjugendring Augsburg, die Kreisjugendringe Augsburg Land und Aichach-Friedberg gemeinsam einen Juleica-Kongress mit 20 verschiedenen Workshops an; interkulturelle Kompetenzen und die Arbeit mit jungen Geflüchteten sind ein Schwerpunkt. Der Kreisjugendring Straubing-Bogen bietet in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Windberg im Herbst bereits zum zweiten Mal ein zweitägiges interkulturelles Training an, nachdem die erste Veranstaltung im Juni sehr gut angenommen wurde, bei Bedarf folgt ein Aufbaukurs. In Coburg ist ein mehrtägiges Qualifizierungsseminar für die Arbeit mit jungen Geflüchteten geplant, hier wird der Stadtjugendring mit einem Jugendverband kooperieren. Beim Stadtjugendring Regensburg prüft man neue, innovative Formate für die eigenen Fortbildungsangebote in diesem Bereich. …

© Foto | Fotolia_Bildredaktion Mellon Design_BJR

Beschluss: Gleichberechtigte Teilhabe

Seit Jahren hat der Bayerische Jugendring Position bezogen, wenn es um die Integration von und die Arbeit mit jungen Geflüchteten geht. Denn noch immer spielen ausgrenzende Mechanismen eine große Rolle im Leben junger Menschen mit Migrationshintergrund. Die Delegierten des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings haben daher einen aktuellen Beschluss zur gleichberechtigten Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gefasst. Er beinhaltet den Auftrag, politisch-strategische Forderungen zu Themenbereichen wie Medien, Rechtsstatus, Wahlrecht, Ausbildungs-und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, formelle und informelle Partizipationsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Positionierung soll dem Hauptausschuss auf seiner nächsten Sitzung im Oktober 2016 vorgelegt werden. Der Prozess wird begleitet von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des BJR-Landesvorstands.

© Foto | Kreisjugendring München-Land

Junge Flüchtlinge mitgestalten lassen

Die sieben Projektregionen sind wichtige Knotenpunkte des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Diese Seite begleitet das Engagement in ganz Bayern und insbesondere in den Projektregionen und zeigt auf, welche Projekte vor Ort entstanden sind und weiterhin entstehen. Heute geht es um die Projektregion Oberbayern. Hier ist der Kreisjugendring München-Land Vertreter des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Lena Berger, Referentin der Geschäftsführung, erzählt von den zahlreichen Aktivitäten im Landkreis und von der Entwicklung, die der Kreisjugendring selbst zum Thema Flüchtlinge durchgemacht hat.     Was war die Motivation, sich als Projektregion zu bewerben? Wir fanden die Idee des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sehr interessant und wollten gerne beim BJR als übergeordnetem Träger mitwirken. Denn gerade die Idee, sich zu vernetzen, um sich gegenseitig zu bereichern, ist schön, da man gemeinsam in diesem Themenfeld sehr viel mehr erreichen kann.

Guten Appetit!

Afrikanische, russische, afghanische, brasilianische, peruanische und mexikanische Spezialitäten kamen von Oktober bis Dezember 2016 im Jugendhaus Fränz auf den Tisch. Gekocht haben junge unbegleitete Flüchtlinge und Jugendliche aus Schweinfurt und Umgebung. Die verschiedenen Spezialitäten sind jetzt in einem Kochbuch erschienen. Organisiert wurden die sechs Kochabenden vom Stadtjugendring Schweinfurt, in Kooperation mit dem Stadtjugendamt Schweinfurt und der Kommunalen Jugendarbeit. Das Projekt wurde über das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ gefördert. Alle Rezepte sind hier zum Nachkochen verlinkt.

© Foto | Franziska Rehorz

Klettern mit jungen Flüchtlingen

Die Bergsportgruppe der Naturfreundejugend Bayreuth bietet seit Oktober 2015 Klettern für junge Flüchtlinge an.  Unter dem Titel „Herausforderung Vertrauen – Vertrauen und Selbstvertrauen schaffen durch gemeinsame Klettererlebnisse“ führen Trainer die Neulinge im Alter von 16 – 25 Jahren auf der Basis eines speziellen pädagogischen Konzepts an die Welt des Klettersports heran. Geklettert wird gemeinsam mit erfahrenen Vereinsmitgliedern und Familien. Das erste Treffen im Herbst war mit 65 Teilnehmer/-innen ein großer Erfolg, darunter 36 Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia, Pakistan, Irak und Gambia. Das Projekt ist angelegt auf zwei Jahre und es soll ein Treffen im Monat geben. Die Termine für das nächste halbe Jahr stehen bereits fest. Klettern eignet sich als Sportart besonders gut, um Ängste und Grenzen abzubauen. Klettern eignet sich als Sportart besonders gut, um Ängste und Grenzen abzubauen.Die Kommunikation ist einfach und bereits beim ersten Treffen zeigte sich, dass die Flüchtlinge sehr aufgeschlossen sind und mit großer Neugier auf die Trainer/-innen und Helfer/-innen zugehen. Ziel ist es, junge Flüchtlinge, deren Asylanträge Aussicht auf Erfolg haben und die voraussichtlich bleiben werden, in …

#mundaufmachen gegen Hate Speech

Warum wir uns mit Hassreden auseinandersetzen müssen Hass-Kommentare und rassistische Hetze von Rechten existieren seit jeher im Netz. Seit der Aufnahme von Tausenden Flüchtlingen in Deutschland scheinen diese Stimmen lauter geworden und – was neu ist – immer enthemmter aufzutreten. Flüchtlingsbefürworter/-innen müssen mit einer Flut an Hassreden rechnen. Notleidende, asylsuchende Menschen werden diffamiert – sogar unter Klarnamen. Um Konsequenzen muss man sich im Netz kaum Gedanken machen. Gibt es immer mehr Fremdenhass in Deutschland oder liegt nur ein neuer Medienhype vor? Der Europaratausschuss gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) stellt eine starke Zunahme von fremdenfeindlichen politischen Äußerungen im Netz fest. Fachstellen wie die Amadeu Antonio Stiftung, die seit Jahren anti-demokratische Bewegungen im Netz beobachten, sagen, das Problem sei lange Zeit unterschätzt worden. Durch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation wird nun offenkundig, dass rechtes Gedankengut und „Alltagsrassismus“ kontinuierlich vorhanden gewesen zu sein scheinen. Dass Hassreden hochgefährlich sind, weil sie auch Taten nach sich ziehen und sogar als Katalysator dienen, zeigt die zunehmende Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte (bisher 437 in 2015 laut Wikipedia, abgerufen am 02.11.15). Unter …