Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jugendpolitik

© Foto: Addis Mulugeta

Neudenken mit Addis Mulugeta

Nur noch wenige Wochen bis zur Konferenz NEU:DENK2017 , die vom 3. und 4. Februar im Bellevue die Monaco in München stattfindet. Der Name ist das Ziel, denn die NEU:DENK2017 will frischen Wind und frische Gedanken in den Themenkomplex Flucht und Asyl bringen. Sie richtet sich an junge Geflüchtete und Praktikerinnen der Jugendarbeit mit Geflüchteten. Addis Mulugeta ist 33 Jahre alt und Journalist. Er kommt aus Äthiopien. Dort arbeitete er bei einer englischsprachigen Zeitung. Da er seine Profession ernst nahm und als kritische Stimme berichtete, wurde er von der Regierung verfolgt. Ende 2009 floh er aus Äthiopien nach Deutschland. Gründer und Kritiker Schon bald setzte Addis Mulugeta sich dafür ein, geflüchteten Menschen eine Stimme zu verleihen. Dazu gründete er das Magazin heimfocus, das genau dies ermöglichte. 2011 wurde ihm der Friedenspreis der Stadt Würzburg verliehen. Addis Mulugeta studierte in Würzburg Betriebswirtschaft und betreut in Würzburg Geflüchtete. Gemeinsam mit Caroline von Eichhorn hat er das Buch „Neu in Deutschland“ verfasst, das Porträts von Geflüchteten und ihren Wünschen und Zielen sammelt. Bei NEU:DENK2017 möchte Addis Mulugeta seine …

© Foto | Mirjam Knickriem

Neudenken mit Kilian Kleinschmidt

Nur noch wenige Wochen bis zur  Konferenz NEU:DENK2017 , die am 3. und 4. Februar im Bellevue die Monaco, in München stattfindet. Der Name ist das Ziel, denn die NEU:DENK2017 will frischen Wind und frische Gedanken in den Themenkomplex Flucht und Asyl bringen. Sie richtet sich an junge Geflüchtete und Praktikerinnen der Jugendarbeit mit Geflüchteten. Ziel ist ein Positionspapier Ziel ist ein Positionspapier , das an den beiden Tagen entstehen soll und aktuelle jugendpolitische Forderungen und Ziele formuliert. Auftakt und Impulsgeber sind Referent/-innen, die Erfahrungen aus internationaler Ebene mitbringen, wie etwa Killian Kleinschmidt, internationaler Netzwerker, Berater und ehem. Bürgermeister von Za’atari, Flüchtlingslager im Norden Jordaniens, das sich zu einer festen Siedlung entwickelt hat und als Jordaniens viertgrößte Stadt gilt. Netzwerker und humanitäter Experte Kilian Kleinschmidt ist ein internationaler Netzwerker und humanitärer Experte mit mehr als 25 Jahren Erfahrung. Er hat für die Vereinten Nationen, insbesondere für das UNO Flüchtlingshilfswerk UNHCR gearbeitet. Kilian Kleinschmidt glaubt an das Potential moderner Technologien und der Vermittlung von Know-how als Chance für die Menschheit. So soll Globalisierung durch Vernetzung und …

© Foto | BJR | Jahresauftakt

Weltoffen statt kleinkariert

Mit einer Podiumsdiskussion hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) am 29.01.2015 im Rahmen seines Jugendpolitischen Jahresauftakts mit dem Thema Alltagsrassismus befasst. „Auch wenn für Viele Rechtsextremismus und ‚Mitte’ gedanklich immer noch nicht zusammen passen, so ist es doch eine Tatsache, dass derzeit unterschwelliger Rassismus und Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund wieder stärker salonfähig werden“, erläuterte BJR-Präsident Matthias Fack die Motivation für diesen Schwerpunkt. „Ich bin überzeugt, dass wir als Jugendarbeit nicht neutral sein dürfen, sondern entschieden Stellung dagegen beziehen müssen. Jugendverbände müssen sich weiter öffnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und dabei auch ihre eigenen Hemmschwellen hinterfragen. Weltoffen statt kleinkariert, so wünsche ich mir die Jugendarbeit und die Gesellschaft der Zukunft.“ Der BJR sprach dazu mit den Expert/-innen Frauke Büttner, Politologin und Beraterin in der Rassismusprävention, Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat München und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (AGABY), Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Mitte-Studien zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland und Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. zur vollständigen Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de/themen/integration-und-inklusion/fluechtlinge.html www.lks-bayern.de

Gegen eine Kurswende in Bayerns Asylpolitik

Pünktlich zum Asylgipfel am 18. Juni in Berlin meldet sich die Katholische Landjugendbwegung Bayern (KLJB) mit einer Pressemitteilung zu Wort: „Wir sind sehr verwundert, dass es hier einen Kurswechsel in der CSU und der Staatsregierung gibt. Bisher unterstützten alle demokratischen Parteien, die für die Positionen und Aktionen der KLJB zentrale Willkommenskultur. Wir hoffen, dass dieser neue politische Kurs auf Bundesebene ohne Mehrheit bleibt,“ so Rupert Heindl, Landesvorsitzender der KLJB Bayern. Die Vorhaben der Staatsregierung und der CSU, etwa mehr „sichere Drittstaaten“ zu etablieren, afrikanische Asylzentren und schnellere Abschiebungen zu organisieren, stehen für den KLJB ganz klar im Widerspruch zum Ansatz des Jugendverbands sowie zu Papst Franziskus Aussagen, etwa der zentralen Erkennntnis das Lampedus auch die Verantwortung der Menschen in Europa ist. Stattdessen hält die KLJB entgegen: „Wir wollen gerechte Wirtschaftsbedingungen, die keinen Menschen in die Flucht treiben. Hier ist das politische Feld, das Vorrang haben muss […].“ Die vollständige Pressemitteilung der KLJB hier nachlesen. Die KJLB Bayern hat auch mit einer sehr weit beachteten Postkartenaktion zum Thema Aufmerksamkeit geschaffen. Weitere Informationen zur KJLB sowie zur …

Helfen statt abschotten

„Die dramatischen Nachrichten erfüllen mich mit Schmerz und Trauer. Die humanitäre Katastrophe, die sich tagtäglich im Mittelmeer abspielt, ist eine Schande für Europa. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und dürfen Flüchtlinge jetzt nicht im Stich lassen, die ihr Leben auf der Suche nach Frieden, Freiheit und einer Perspektive riskieren,“ meldete sich BJR- Präsident Matthias Fack  zu Wort. Anlaß der Pressemitteilung war eine weitere Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. 60 Seemeilen vor der libyschen Küste geriet ein Flüchtlingsboot in Seenot und kenterte dramatisch. Die Zahl der Toten wurde auf bis zu 800 geschätzt.

Wer flieht, braucht Hilfe

Der Kreisjugendring (KJR) München-Stadt hat ein Grundsatzpapier verfasst, das dazu aufruft Jugendliche mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Gespräche mit Flüchtlingen und die direkte Arbeit mit ihnen  (siehe zum Beispiel den Artikel zum Fahrrad-Workshop) veranlassten den KJR München-Stadt Forderungen zu formulieren, die darauf zielen, die Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Die Forderungen richten sich an die Landeshauptstadt München, die Müncher Stadtgesellschaft und an den Freistaat Bayern. Forderungen für junge Flüchtlinge sind unter anderem: Eine menschenwürdige, bedarfsgerechte Unterbringung Eine umfassende Gesundheitsversorgung Ein gesicherter Aufenthaltstitel Zugang zu Bildung, Arbeit und Freizeitmöglichkeiten In den KJR-Positionen bezieht der Vorstand Stellung zu Themen, die in der Kinder- und Jugendarbeit relevant sind.

© Foto SJR Landshut

Bayern ist bunt

Bunt statt weiß-blau sind die Rauten, die sich der Stadtjugendring (SJR) Landshut für Bayern einfallen hat lassen. Die kleinen Pins und Anstecknadeln sind das Aushängeschild der Aktion „Bayern ist bunt“.  Ihre Botschaft ist eindeutig: „Ein kleines Zeichen für ein buntes Bayern – offen, tolerant und gegen Fremdenfeindlichkeit“, so Tobias Weger-Behl, der Vorsitzende des Stadtjugendrings. Zum Start der Aktion überreichte Weger-Behl die symbolträchtigen Insignien Dr. Thomas Keyßner, dem zweiten Bürgermeister der Stadt Landshut und anwesenden Stadrät/-innen. Mitgliedsverbände und andere Interessierte können sich die bunten Rauten in der Geschäftsstelle des Stadtjugendrings abholen. Wer mag kann dafür einen kleinen Obolus geben; freiwillig natürlich –  das gesammelte Geld geht an jugendliche Flüchtlinge, die in Landshut untergebracht sind. Weitere Informationen sind auf den Seiten des Stadtjugendrings Landshut zu finden.    

Jede Flucht ist anders

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Zeitschrift „Ringfrei“ des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Junge Flüchtlinge in Nürnberg Nr. 58: S. 7. Jede Stadtgesellschaft steht vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Unterbringung von jungen Flüchtlingen und von Kindern aus Flüchtlingsfamilien geht. Ringfrei, das Magazin des KJR Nürnberg-Stadt, hat unter anderem mit Sandra Müller, Vorsitzende des KJR Nürnberg-Stadt über dieses Thema gesprochen: Meiner Meinung nach wird die Unterbringung und Versorgung – sowohl die ärztliche als auch die soziale – in keinster Weise den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht. Darüber hinaus möchte ich betonen, dass es „die Lage“ junger Flüchtender gar nicht gibt. Die Situation der jungen Flüchtenden ist so unterschiedlich, weil maßgeblich geprägt von den Umständen im Herkunftsland, den Erlebnissen dort und auf der Flucht. Auch spielt die Frage nach anwesenden Bezugspersonen eine Rolle: bin ich allein hier oder mit Verwandten oder gar den Eltern? Beziehe ich diese hoch differenzierte persönliche Lage der jungen Flüchtenden mit ein, so kann ich nur sagen, dass die Lage mehr als nicht zufriedenstellend ist.Ich war sehr überrascht über die …

Geschichten der Verzweiflung

Keine Flucht erfolgt ohne Grund. Denn Fluchtgeschichten haben einen Menschen im Mittelpunkt. Einen Menschen, der vor Krieg und Gewalt flüchtet. Vor Diskriminierung, Verfolgung, Unterdrückung oder schweren Menschenrechtsverletzungen. Es sind Geschichten der Verzweiflung, die mit Hoffnung verbunden sind. Der Hoffnung hier neue Perspektiven zu finden. Doch oft überwiegt das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Auf Vorurteile zu stoßen, als „fremd“ wahrgenommen zu werden. Dagegen fordert der Beschluss „Willkommen in Bayern!?“, Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, die hier Schutz suchen. Ihnen die Hand zu reichen und einen jugendpolitischen Beitrag zur „Willkommenskultur“ zu leisten. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in …

Abschiebung humaner gestalten

Im Herbst 2014 war auch der Umgang mit der Anerkennungs- und Abschiebepraxis der Bayerischen Staatsregierung ein Thema beim Hauptausschuss. Dabei wurden verschiedene politische Forderungen an die Bayerische Staatsregierung und an die Regierungen in den Bezirken vorgetragen. Forderungen waren u.a. – eine menschen- bzw. jugendfreundliche Umsetzung des § 60 Abs. 1 AufenthG zur Sicherstellung von Abschiebungsverboten, – der sofortige Stopp der Abschiebung von Kindern und Jugendlichen in unsichere Herkunftsländer, – eine Anhebung der aufenthalts- und asylrechtlichen Verfahrensfähigkeit Minderjähriger im Ausländerrecht vom 16. auf das 18. Lebensjahr sowie – eine Ausnahmeregelung der sicheren Drittenstaatenregelung für verfolgte Bevölkerungsgruppen (wie z. B. Sinti und Roma) zur Sicherstellung eines offenen und fairen Asylverfahrens. Alle Forderungen des Beschlusses „Änderung der Anerkennungs- und Abschiebepraxis von Flüchtlingen“ zum Nachlesen. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände …