Alle Artikel mit dem Schlagwort: JBN

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Was sind Klimaflüchtlinge?

Klimaflüchtlinge sind Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, weil ihnen die Klimaveränderungen die Lebensgrundlage entzieht (z.B. Dürre, Überschwemmungen, Naturkatastrophen). Die Schätzungen, wie viele Menschen weltweit von dieser Situation betroffen sind, gehen weit auseinander. Das UNHCR (Flüchtlingskommission der UN) geht von 24 Millionen Menschen aus. Das Internationale Rote Kreuz spricht von 500 Millionen Betroffenen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Deutschlands schätzt, dass bis heute ca. 25 bis 60 Millionen Menschen ihre Heimat wegen Klimaveränderungen verlassen mussten. Die Klimakommission der UN (UNFCCC) rechnet damit, dass bis 2050 rund 150 Millionen Menschen wegen klimatischer Veränderungen fliehen werden. Die Angaben und Schätzungen sind sehr unterschiedlich, da manchmal auch von Umwelflüchtlingen, Klimaflüchtlingen oder Katastrophenflüchtlingen gesprochen wird. Zudem gibt es mehrere direkte oder indirekte Gründe, die dazu führen, dass Menschen fliehen. Dass nur das Klima „schuld“ ist, bleibt schwierig nachzuweisen. Flucht ist immer global: Gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran und führt dazu, dass immer mehr Menschen nicht mehr in ihrer Heimat leben können. Dass immer mehr Menschen zu uns kommen, hat aber auch etwas mit unserem Lebensstil zu tun und damit, …

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Weil Flucht einen globalen Zusammenhang hat

Was hat unser Leben hier mit der Not der Menschen in den Ländern des Südens zutun?  Inwiefern spielen eigentlich Handelsbedingungen eine Rolle im Themenfeld Flucht? Nur ein paar Anstöße, die wir aus dem Interview mit Lioba Degenfelder mitnehmen. Lioba ist Bildungsreferentin der JBN (Jugendorganisation Bund Naturschutz) und hier unter anderem für das Projekt Naturzufluchten, Umweltbildung mit Geflücheten, zuständig . Warum engagiert Ihr Euch als Jugendorganisation Bund Naturschutz für Geflüchtete? 2013 haben wir ein Positionspapier mit dem Titel „Klima kennt keine Grenzen – warum Umweltpolitik Asylpolitik ist” verabschiedet. Wir haben schon immer einen Zusammenhang zwischen umweltrelevanten Fluchtursachen und Flucht gesehen. Schließlich hat alles was wir in unserem Alltag machen globale Auswirkungen. Wir stellen uns die Frage: was bewirkt eigentlich unser Lebensstil am anderen Ende der Welt? was bewirkt eigentlich unser Lebensstil am anderen Ende der Welt? Inwiefern spielen Handelsbedingungen und unsere Klimapolitik damit rein, dass Menschen in anderen Teilen der Welt nicht mehr leben können? Wieso können Menschen woanders nicht so gut leben und was hat das mit uns zutun? Nehmen wir mal unsere konsumkritischen Stadtführungen, …

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Im interkulturellen Schrebergarten

Drei Jahre Flüchtlinge werden Freunde, das sind drei Jahre Jugendarbeit mit Geflüchteten. Jahre, in denen das Thema Flucht und alles was damit zusammenhängt auch die Mitarbeiter_innen des Bayerischen Jugendrings (BJR) beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird. Denn Menschen, die fliehen sind ein gesellschaftliches Thema, das somit auch die Jugendarbeit in ihrer Ganzheit betrifft. Und genau das wollen wir zeigen,  indem wir mit  Menschen sprechen, die für zentrale Themen der bayerischen Jugendarbeit stehen. Zum Beispiel mit Jan, der den Themenkomplex Ökologie und Nachhaltigkeit im BJR vorwärts bringt. Wo begegnet Dir das Themenfeld Flucht und Asyl? In der Umweltbildung ist das Thema relativ früh aufgetaucht, spätestens als geflüchtete Menschen im Sommer 2015 bei uns in München am Bahnhof angekommen sind. Die sind dann als vermeintlich neue Zielgruppe in den Fokus der Jugendarbeit und auch der Umweltbildung geraten. Vermeintlich, weil es ja überwiegend nur neue Menschen waren, die aber mit Methoden der Jugendarbeit gut zu erreichen sind. Vermeintlich, weil es ja überwiegend nur neue Menschen waren, die aber mit Methoden der Jugendarbeit gut zu erreichen sind. Die Methoden …