Alle Artikel mit dem Schlagwort: heimaten e.V.

Ohne Worte – aber mit einer klaren Haltung

Neues von unserer Foto-Challenge: Fachkräfte oder Ehrenamtliche in der Jugendarbeit und junge Geflüchtete haben uns ihre Botschaften zur Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten geschickt – ohne Worte. Wie fühlt sich Jugendarbeit für dich an? Was ist besonders schön oder besonders schwierig an der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten? Was braucht man dafür besonders? Was brauchen junge Geflüchtete am meisten? Wir wollen Mut machen, sich gegen die Sprachlosigkeit zu stellen, die manchmal um sich greift, wenn die Dinge nicht rund laufen, wenn man auf Hindernisse oder Schwierigkeiten stößt. Wir wollen Mut machen zum Dialog, zur Offenheit, zum Gespräch auf Augenhöhe. Mohammad Hasani von heimaten e.V. und Martina Frohmader von der Evangelischen Jugend in Bayern, Vorsitzende der BJR-Kommission Mädchen- und Frauenarbeit, haben diesmal für uns ihre Antworten ins Bild gesetzt. Ihr möchtet mitmachen? Folgende Fragen haben wir unseren Fotomodellen zur Inspiration und Auswahl überlassen: Was braucht man besonders in der Jugendarbeit mit Geflüchteten? (Welche Fähigkeiten, Eigenschaften, …) Was ist besonders schwierig in der Jugendarbeit mit Geflüchteten? Was ist besonders schön an der Jugendarbeit mit Geflüchteten? (was klappt gut) Was ist …

© Yasin Rahmati

Die Erde ist nicht zu eng….

Yasin Rahmati, im Vorstand der heimaten-Jugend, hat eine Woche im Bayerischen Jugendring ein Praktikum gemacht. Er unterstützte unsere Projektkoordinatorin Manina Ott, begleitete sie auf Termine und Besprechungen. Wir haben ihn am Ende der Woche gebeten, einen Blogartikel zu schreiben über die Dinge, die er in seinem Herz bewegt, was für ihn Jugendarbeit bedeutet und was er sich wünscht, von der Jugendarbeit, Politik und der Gesellschaft: Yasins Blick auf Jugendarbeit Mein Name ist Yasin Rahmati. Ich bin im Vorstand von heimaten-Jugend und bin seit 20 Monaten in Deutschland. Ich war erst drei Tage in Deutschland, als ich Marianne Seiler, die Unterstützerin von heimaten-Jugend, über meinen Cousin kennengelernt habe. Damals habe ich eine gute Erklärung auf meiner Muttersprache von meinem Cousin bekommen, darüber was heimaten ist und was heimaten macht. An meinem siebten Tag in Deutschland habe ich eine Gruppe von der Erstaufnahmeeinrichtung Bayernkaserne eingesammelt (natürlich mit der richtigen Erlaubnis) und wir sind zusammen mit anderen Leuten von heimaten nach Lenggries in eine Jugendherberge gefahren. So bin ich in einen schönen Jugendverband mit vielen netten Leute reingekommen. …

© Foto | Heimaten e.V.

Ohne Jungs muss auch mal sein

Ein Wochenende nur für Mädchen – und ein voller Erfolg: Die heimaten-Jugend, ein Jugendverband aus München, in dem vor allem junge Menschen aus verschiedenen Fluchtherkunftsländern aktiv sind, fuhr mit elf geflüchteten Mädchen und jungen Frauen aus Afghanistan im Alter zwischen 14 und 25 Jahren auf ein Seminarwochende und sammelte durchweg positive Erfahrungen. Das Angebot wurde von Flüchtlinge werden Freunde gefördert. Wie geht Jugendarbeit? Die jungen Frauen lernten den Verband kennen, erfuhren erstmals überhaupt etwas darüber, was ein Jugenverband ist und wie man darin aktiv werden kann. Was heißt Selbstorganisation, wie geht so etwas? Was heißt Selbstorganisation, wie geht so etwas, was muss man beachten – hier konnten diejenigen, die bereits Erfahrungen gemacht haben, berichten. Die heimaten-Jugend bietet grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten an, mitzumachen: etwa bei einer angebotenen Aktivität teilzunehmen, selbst etwas zu organisieren, bei Fachveranstaltungen über die Situation von jungen Geflüchteten zu berichten, mit anderen Jugendorganisationen zusammenzuarbeiten. Grundsätzliches Ziel der Verbandsarbeit ist, dass Jungen und Mädchen aus verschiedenen Ländern Gelegenheiten haben, sich untereinander auszutauschen, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, die bayerische und deutsche Gesellschaft zu verstehen und …

Schutzräume schaffen

Fachtag Antidiskriminierung und Dialog „Rassismus und Diskriminierung kommt nicht nur in Aussagen vor, sondern auch in Haltungen“, sagte Arbion Gashi, Vorsitzender der Kommission Integration in seiner Begrüßung zum Fachtag Antidiskriminierung und Dialog, am 18.6. in Nürnberg. Der Fachtag wurde von der Kommission Integration des BJR organisiert. Diskriminierung und Rassismus sei immer noch und wieder ein wichtiges Thema für die Jugendarbeit, bestätigte auch Ansgar Drücker von IDA e.V. (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V.). Selbstverständlichkeiten hinterfragen In seinem Impulsvortrag differenzierte Ansgar Drücker verschiedene Begriffe wie Rassismus, Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und machte deutlich, dass gerade das Thema interkulturelle Öffnung eine hohe Dialogbereitschaft erfordere. Denn gerade in diesem Bereich finden schutzbedürftige Gespräche statt, die den Ausschluss gewisser Gesprächspartner/-innen erfordern, etwa wenn Geflüchtete rassistischen und sexistischen Diskriminierungen ausgesetzt würden. Eine ganz grundsätzliche Ungleichbehandlung sieht Ansgar Drücker im aufenthaltsrechtlichen Status und stellte die Frage: „Sind wir in der Jugendarbeit bereit auf einer anderen Ebene zu agieren und unsere Privilegien in Frage zu stellen?“ „Sind wir in der Jugendarbeit bereit auf einer anderen Ebene zu agieren und unsere Privilegien in …

Ich habe einen Traum

Dies ist die Geschichte von Mohammad, einem jungen Auszubildenden, der beim Jugendverband Heimaten e.V. aktiv ist und hier einen Einblick in sein Leben und seine Fluchtgeschichte gibt. Mein Name ist Mohammad. Geboren bin ich im Jahr 1992 (entspricht 1371 des islamischen Kalenders) in einer armen Familie in einem kleinen Dorf in Afghanistan. Einen Kindergarten hatten wir nicht und ist immer noch nicht in unserer afghanischen Tradition bzw. Lebensweise verankert. Ich finde es nicht in Ordnung und es ist mein Traum, dass für jedes Kind auf der Welt ein Zugang zur Bildung zur Verfügung gestellt wird, weil im Kindergarten ein Kind das soziale Verhalten und die gemeinsame Lebensweise lernt. Meiner Meinung nach ist der Kindergarten eine Basis der Bildung für Kinder und dort fängt es schon langsam an, dass die Kinder im Team arbeiten und lernen freundlich und tolerant gegenüber anderen Menschen zu sein. Als ich fünf Jahre alt war, hatte ich ein sehr schönes Leben und ich war sehr neugierig. Als ich fünf Jahre alt war, hatte ich ein sehr schönes Leben und ich war …