Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hauptausschuss

Hindernisse überwinden und sich ein Herz fassen…

So oder so ähnlich könnte man die Antworten auf unsere Foto-Challenge lesen. Wir sind  in den letzten Monaten auf Menschen in der Jugendarbeit zugegangen und haben sie um ein kurzes Foto gebeten. Am Rande von Vernetzungstreffen oder Fachveranstaltungen haben wir Fachkräfte, Engagierte aus der Jugendarbeit, Mitarbeiter/-innen aus unseren Projektregionen und junge Geflüchtete gebeten, ohne Worte eine Botschaft mit zu formulieren – nur durch ihre Körperhaltung oder eben auch durch den Einsatz von Hilfsmitteln (Lebkuchenherzen waren erlaubt!). Um der Sprachlosigkeit zu entfliehen, die uns alle in diesem Arbeitsfeld manchmal einholt, wenn es schwierig oder anstrengend wird. Und um daran zu erinnern, dass es sich lohnt dranzubleiben und weiterzumachen. Denn gerade in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten braucht man neben dem Herz am richtigen Fleck viel Geduld, Ausdauer und ein dickes Fell. Nicht immer läuft es nach Plan. Vielleicht funktioniert ein Angebot nicht gleich, es gibt Verständigungsprobleme, die interkulturelle Öffnung könnte noch ein wenig Anschub vertragen oder besonders hart: liebgewonnene Jugendliche erhalten eine negative Asylentscheidung oder gar einen Abschiebebescheid. Gemeinsam wider die Sprach- und Mutlosigkeit Das kann …

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Beschluss: Gleichberechtigte Teilhabe

Seit Jahren hat der Bayerische Jugendring Position bezogen, wenn es um die Integration von und die Arbeit mit jungen Geflüchteten geht. Denn noch immer spielen ausgrenzende Mechanismen eine große Rolle im Leben junger Menschen mit Migrationshintergrund. Die Delegierten des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings haben daher einen aktuellen Beschluss zur gleichberechtigten Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gefasst. Er beinhaltet den Auftrag, politisch-strategische Forderungen zu Themenbereichen wie Medien, Rechtsstatus, Wahlrecht, Ausbildungs-und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, formelle und informelle Partizipationsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Positionierung soll dem Hauptausschuss auf seiner nächsten Sitzung im Oktober 2016 vorgelegt werden. Der Prozess wird begleitet von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des BJR-Landesvorstands.

„Wir müssen keine Angst haben“

Viel Anklang fand die Rede des BJR-Präsidenten Matthias Fack, der anläßlich des 147. Hauptausschusses eine berührende Rede zum Thema „Flucht und Asyl“ gehalten hat. Im Folgenden findet sich die komplette Rede zum Nachlesen: Sehr geehrte Vorsitzende, liebe Delegierte des 147. Hauptausschusses, liebe Freundinnen und Freunde der Jugendarbeit in Bayern, der Bericht des Präsidenten am Herbsthauptausschuss ist üblicherweise geprägt von grundlegenden Gedanken und von Fragen, die die Jugendarbeit in ihrem Kern betreffen. Sie geht auf Fragen ein, die aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen stammen. Und üblicherweise mangelt es nicht an Themen. Auch ich möchte das heute tun. Ich will aber heute nicht von Haushalten reden. Ich will heute nicht von dem reden, was wir erreicht haben und was uns als Landesvorstand an generellen Linien bewegte. Ich will heute nicht von den Erfolgen von Jugendarbeit reden. Nein, ich bitte um euer Verständnis, dass ich mich heute ganz auf das vorherrschende Thema konzentrieren will, weil es alle angeht, bewegt und alle betrifft. Ich will mich heute der Frage widmen, wie sich unsere Gesellschaft wandelt, gewandelt hat, …

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Einwanderung gestalten – nicht verwalten

Mit der Hauptausschuss-Position „Perspektivenwechsel: Einwanderung und Integration gestalten – nicht Flüchtlinge verwalten“ stehen die im Bayerischen Jugendring zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe für eine konsequente Gestaltung von Integration. Eine der Forderungen war,  das Potential von Flüchtlingen zu fördern statt Schicksale zu verwalten. Der Beschluss setzt sich ein,  Einwanderung als Bereicherung statt als Bedrohung wahrzunehmen.

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Ausnahmeregelung bei der Residenzpflicht für junge Flüchtlinge

Der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) fordert in seinem Positionspapier „Ausnahmeregelung bei der Residenzpflicht für junge Flüchtlinge„, geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die Teilnahme an Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit uneingeschränkt zu ermöglichen und somit eine Ausnahme der bestehenden Residenzpflicht für Maßnahmen von öffentlichen und öffentlich-anerkannten freien Trägern der Jugendhilfe im Bundesgebiet (innerhalb der ersten drei Monate) eingeführt werden.

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Menschenwürdige Unterkünfte

Der BJR setzt sich  dafür ein, Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Der Hauptausschuss im Oktober 2014 stimmte zu,  Räume der Jugendarbeit unter bestimmten Voraussetzungen für Flüchtlinge zu öffnen. Eine veränderte Nutzung und deren Auswirkungen sind jedoch im Einzellfall zu prüfen. Der Beschluss „Nutzung von Einrichtungen der Jugendarbeit zur Unterbringung von Flüchtlingen“ zum Nachlesen. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17.-19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.

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Geschichten der Verzweiflung

Keine Flucht erfolgt ohne Grund. Denn Fluchtgeschichten haben einen Menschen im Mittelpunkt. Einen Menschen, der vor Krieg und Gewalt flüchtet. Vor Diskriminierung, Verfolgung, Unterdrückung oder schweren Menschenrechtsverletzungen. Es sind Geschichten der Verzweiflung, die mit Hoffnung verbunden sind. Der Hoffnung hier neue Perspektiven zu finden. Doch oft überwiegt das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Auf Vorurteile zu stoßen, als „fremd“ wahrgenommen zu werden. Dagegen fordert der Beschluss „Willkommen in Bayern!?“, Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, die hier Schutz suchen. Ihnen die Hand zu reichen und einen jugendpolitischen Beitrag zur „Willkommenskultur“ zu leisten. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in …

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Abschiebung humaner gestalten

Im Herbst 2014 war auch der Umgang mit der Anerkennungs- und Abschiebepraxis der Bayerischen Staatsregierung ein Thema beim Hauptausschuss. Dabei wurden verschiedene politische Forderungen an die Bayerische Staatsregierung und an die Regierungen in den Bezirken vorgetragen. Forderungen waren u.a. – eine menschen- bzw. jugendfreundliche Umsetzung des § 60 Abs. 1 AufenthG zur Sicherstellung von Abschiebungsverboten, – der sofortige Stopp der Abschiebung von Kindern und Jugendlichen in unsichere Herkunftsländer, – eine Anhebung der aufenthalts- und asylrechtlichen Verfahrensfähigkeit Minderjähriger im Ausländerrecht vom 16. auf das 18. Lebensjahr sowie – eine Ausnahmeregelung der sicheren Drittenstaatenregelung für verfolgte Bevölkerungsgruppen (wie z. B. Sinti und Roma) zur Sicherstellung eines offenen und fairen Asylverfahrens. Alle Forderungen des Beschlusses „Änderung der Anerkennungs- und Abschiebepraxis von Flüchtlingen“ zum Nachlesen. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände …

Kern des Aktionsprogramms

Ein Wegweiser des Aktionsprogramms war der Beschluss „Flüchtlinge brauchen Freunde“ des  Hauptausschuss im Frühjahr 2014 auf der Burg Feuerstein. Viele jungen Menschen kommen als Flüchtlinge in Bayern an. Sie suchen nach einer Perspektive für ein friedliches und menschenwürdiges Leben und stoßen auf neue Herausforderungen: Gemeinschaftsunterkünfte, eine strenge Asylgesetzgebung und auf Teile der Bevölkerung, die ihre Stereotypen pflegen und sich auf nichts „neues“ einlassen. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, dass auch die Jugendarbeit einen Beitrag dazu leisten kann und will, die Lebensbedingungen von jungen Flüchtlingen zu verbessern. Dieser Beschluss ist die Initialzündung des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Eines Programms, das die Jugendarbeit befähigen und vor allem unterstützen will, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen.  Aus dem Titel „Flüchtlinge brauchen Freunde“ wurde  „Flüchtlinge werden Freunde“  – ein optimistischer und klarer Appel von und an die Jugendarbeit. Und natürlich ist darin auch enthalten, dass Freundschaft nicht von heute auf morgen gelingt, sondern vor allem lohnenswerte Vertrauensarbeit ist, in der „Fremde“ zu Freund/-innen werden können. Der Beschluss wurde vom 144. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er …