Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flüchtlingsarbeit

© Foto / BJR / Neapel

Austausch: Flüchtlingsarbeit in Neapel

Neapel. Laut. Chaotisch. Voll. Das sind die ersten Eindrücke. Überall hupt es, Mofas umfahren die Fußgänger unachtsam, enge Gassen. Es wirkt gelebt, nicht aufgeräumt. Eine Woche werden wir hier verbringen, in dieser Stadt im warmen Süden Italiens, unweit von der Amalfi-Küste und Pompeji. Und doch ist Neapel bekannt für andere Dinge: Kriminalität, Chaos, Müllprobleme. Elf bayerische Fachkräfte besuchen eine italienische NGO, die sich um junge Migrant/-innen kümmert Wir wollen uns damit beschäftigen, wie junge Menschen – Migrant/-innen, Flüchtlinge – hier klarkommen. Eine Gruppe von elf ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen aus der Flüchtlingsarbeit aus ganz Bayern trifft auf das Team von Dedalus, einer neapolitanischen NGO (cooperativa sociale), die sich u.a. um junge Migrant/-innen kümmert. Wir wollen uns austauschen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede und überlegen, was das auch auf europäischer Ebene bedeutet. Organisiert wurde die Fahrt von Seiten des BJR von der europapolitischen Referentin Lea Sedlmayr. In Brüssel, so ihre Erfahrung, wird sie immer wieder nach Meinungen, Informationen, Expertenwissen zum Thema Migration und Flucht von jungen Menschen in Europa befragt. „Wenn wir es den Politikern nicht sagen, …

© Foto | SJR Coburg

Markt der Möglichkeiten

Neues aus den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“: Der Stadtjugendring, die Stadt und der Sportverband Coburg haben in Kooperation mit der „Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg“ am 17. April 2016 zum ersten Mal mit großem Erfolg zu einem „Markt der Möglichkeiten“ eingeladen. Rund 60 Vereine, wie z.B. das Jugendzentrum Wüstenahorn oder auch die Pfadfinder stellten den Coburger Bürgern/-innen, Neubürgern/-innen und Flüchtlingen ihr reichhaltiges Angebot an Aktionen und Programmen vor. Die Besucher/-innen konnten sich an zahlreichen Ständen informieren und einige Sport- und Freizeitangebote ausprobieren, was gerade auch viele Neu-Coburger/-innen mit Fluchterfahrung gerne annahmen. Um Verständigungsschwierigkeiten möglichst auszuschließen, waren Dolmetscher vor Ort, auch die Rede von Coburgs Drittem Bürgermeister wurde ins Arabische und Afghanische übersetzt. Er dankte den Coburgern und den Initiatoren/-innen für ihr großes Engagement.    

© Foto | BJR | Jahresauftakt

Weltoffen statt kleinkariert

Mit einer Podiumsdiskussion hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) am 29.01.2015 im Rahmen seines Jugendpolitischen Jahresauftakts mit dem Thema Alltagsrassismus befasst. „Auch wenn für Viele Rechtsextremismus und ‚Mitte’ gedanklich immer noch nicht zusammen passen, so ist es doch eine Tatsache, dass derzeit unterschwelliger Rassismus und Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund wieder stärker salonfähig werden“, erläuterte BJR-Präsident Matthias Fack die Motivation für diesen Schwerpunkt. „Ich bin überzeugt, dass wir als Jugendarbeit nicht neutral sein dürfen, sondern entschieden Stellung dagegen beziehen müssen. Jugendverbände müssen sich weiter öffnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und dabei auch ihre eigenen Hemmschwellen hinterfragen. Weltoffen statt kleinkariert, so wünsche ich mir die Jugendarbeit und die Gesellschaft der Zukunft.“ Der BJR sprach dazu mit den Expert/-innen Frauke Büttner, Politologin und Beraterin in der Rassismusprävention, Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat München und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (AGABY), Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Mitte-Studien zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland und Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. zur vollständigen Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de/themen/integration-und-inklusion/fluechtlinge.html www.lks-bayern.de