Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flüchtlinge

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Flüchtlinge sind Freunde

#FlüchtlingesindFreunde gilt nicht nur für die Woche vom 20. Juni bis zum 24. Juni 2016. #FlüchtlingesindFreunde ist das Credo für die bayerische Jugendarbeit. Das zeigte sich in den zahlreichen Fotos und Posts, die uns erreicht haben. Danke an alle, die sich beteiligt haben. Das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ will weiter ermuntern, die Jugendarbeit qualifizieren und Mut machen, neue Angebote für junge Geflüchtete zu machen. Denn damit Freundschaften weiter wachsen, braucht es engagierte Jugendarbeit.

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Flüchtlinge sind Freunde

Heute ist World Refugee Day. Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Gedenktag. Pünktlich zum Weltflüchtlingstag veröffentlicht der UNHCR seinen Jahresbericht. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, das Gedenken freundschaftlich in eine andere Richtung zu stupsen. Dahin, wo wir nicht nur gedenken, sondern leben – nämlich mit Jugendlichen, die aus ihren Heimatländern zu uns geflohen sind. Wir richten den Fokus auf das hier und jetzt. Darauf, dass junge Geflüchtete in erster Linie junge Menschen sind und dass viele von ihnen unsere Freund/-innen geworden sind. Was könnt ihr beitragen? Wir wollen ein Foto, das zeigt, dass Freundschaften in der Jugendarbeit gelebt werden. Ein Foto, das Mut oder einfach nur Freude macht. Schickt uns einen Snap oder ein Selfie, das Euch mit euren Freund/-innen zeigt und das für euch symbolisiert, dass junge Geflüchtete bei uns angekommen sind. Warum sollte ich mitmachen? Weil wir symbolische Gesten brauchen, die zeigen, dass wir empathisch sind. Weil wir uns öfter einfühlen sollten in die, die zu uns kommen, als uns von ihnen abzugrenzen. Weil unsere Freund/-innen wichtig sind und …

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Von der Herausforderung zur Chance

Ende November erzählte mir der Geschäftsführer des Berliner Elisabeth-Stifts von seinen aktuellen Themen. Er sollte von einem Tag auf den anderen 30 unbegleitete Flüchtlinge unterbringen und hatte nur ein leeres Haus auf dem Land. Innerhalb kürzester Zeit wurde für die Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan ein erstes Zuhause in einem kleinen Brandenburger Ort geschaffen – dank Helmut Wegner, seinem Team und vieler ehrenamtlicher Helfer/-innen. Die jungen Menschen bekommen jetzt Deutschunterricht. Es gibt eine Fußball- und eine Laufgruppe. Die Jugendlichen tragen selbst die Verantwortung…  Die Jugendlichen tragen selbst die Verantwortung fürs Einkaufen, Essenkochen und Saubermachen. Der Leitsatz des Elisabeth-Stifts lautet: ‚Bei uns kann man sich entwickeln!‘ Das heißt für Helmut Wegner aber auch, sich selbst mit dem Team weiterzuentwickeln. Sie lernen nun arabisch, bilden sich weiter für den Umgang mit Traumatisierten und lernen, noch stärker auf kulturelle Besonderheiten zu achten. Ich war tief beeindruckt von diesem Engagement. Krieg, Vertreibung, politische und religiöse Verfolgung im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren sorgen dafür, dass auch viele Jugendliche ihre Heimat verlassen müssen. Über die Hälfte aller Geflüchteten in Deutschland ist …

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Impro-Theater für Solidarität und Toleranz

 „Improv without borders“– „الارتجال بلا حدود“  „Man kann nicht sagen, dass es um die Welt, in der wir leben, gut bestellt ist. Das Ausmaß an Verarmung und Zerstörung, Kriegen und Gewalt nimmt ständig zu – Das Ausmaß an Verarmung und Zerstörung, Kriegen und Gewalt nimmt ständig zu – eine Folge davon ist, dass nie zuvor so viele Menschen auf der Flucht waren. […] Wir Gorillas aus Berlin wollen Euch ermuntern, dass wir uns gemeinsam einen Tag lang den Flüchtenden und ihren Problemen widmen.“ Diesem Aufruf des Berliner Improvisationstheaters „Die Gorillas“ folgend, fanden sich am 12. März 2016 in insgesamt 95 Städten weltweit (u.a. in Melbourne, Hong Kong, Bukarest und Istanbul) Improgruppen zu gemeinsamen Shows oder anderen Aktivitäten zusammen, um ein Zeichen zu setzen – für Solidarität und Toleranz. Weitere Informationen dazu unter www.improv-without-borders.com Impro ohne Grenzen in Nürnberg Aus diesem Grund luden auch „Die Tagträumer“ die Improvisationstheatergruppen aus dem Großraum zu einer gemeinsamen Benefizgala ins Quibble ein. Neun Gruppen folgten der Einladung und kamen zum ersten Mal zu einer großen gemeinsamen Show zusammen. Insgesamt 3,5 …

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Beschluss: Gleichberechtigte Teilhabe

Seit Jahren hat der Bayerische Jugendring Position bezogen, wenn es um die Integration von und die Arbeit mit jungen Geflüchteten geht. Denn noch immer spielen ausgrenzende Mechanismen eine große Rolle im Leben junger Menschen mit Migrationshintergrund. Die Delegierten des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings haben daher einen aktuellen Beschluss zur gleichberechtigten Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gefasst. Er beinhaltet den Auftrag, politisch-strategische Forderungen zu Themenbereichen wie Medien, Rechtsstatus, Wahlrecht, Ausbildungs-und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, formelle und informelle Partizipationsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Positionierung soll dem Hauptausschuss auf seiner nächsten Sitzung im Oktober 2016 vorgelegt werden. Der Prozess wird begleitet von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des BJR-Landesvorstands.

Fachtagung OKJA in Würzburg

Der Bezirksjugendring Unterfranken lädt am 26. April 2016 zu einer Fachtagung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) ein. Im Jugendkulturhaus Cairo in Würzburg wird das Thema „Arbeit mit jungen Flüchtlingen in der OKJA“ vertieft, das bereits auf der vergangenen Herbstfachtagung des Bezirksjugendrings im Mittelpunkt stand. In Workshops und Vorträgen wird es aktuelle Informationen von Referenten mit direkter Erfahrung im Bereich Flucht und Asyl geben. Die Teilnehmer/-innen werden für die neuen Anforderungen der Arbeit mit jungen Geflüchteten sensibilisiert, Besonderheiten dieser Arbeit werden gemeinsam ausführlich besprochen. Eigene Erfahrungen aus der Arbeit im Jugendzentrum können und sollen mit eingebracht werden, damit alle vom kollegialen Austausch profitieren können. Die Veranstaltung richtet sich u.a. an Mitarbeiter/-innen der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder Gemeindejugendpfleger/-innen. Information, Programmflyer und Anmeldung online beim Bezirksjugendring Unterfranken

© Foto | Kreisjugendring München-Land

Junge Flüchtlinge mitgestalten lassen

Die sieben Projektregionen sind wichtige Knotenpunkte des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Diese Seite begleitet das Engagement in ganz Bayern und insbesondere in den Projektregionen und zeigt auf, welche Projekte vor Ort entstanden sind und weiterhin entstehen. Heute geht es um die Projektregion Oberbayern. Hier ist der Kreisjugendring München-Land Vertreter des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Lena Berger, Referentin der Geschäftsführung, erzählt von den zahlreichen Aktivitäten im Landkreis und von der Entwicklung, die der Kreisjugendring selbst zum Thema Flüchtlinge durchgemacht hat.     Was war die Motivation, sich als Projektregion zu bewerben? Wir fanden die Idee des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ sehr interessant und wollten gerne beim BJR als übergeordnetem Träger mitwirken. Denn gerade die Idee, sich zu vernetzen, um sich gegenseitig zu bereichern, ist schön, da man gemeinsam in diesem Themenfeld sehr viel mehr erreichen kann.

© Bild | Zarbitter e.V.

Mädchen und Frauen in Gemeinschaftsunterkünften

In großen Flüchtlingsunterkünften sind gerade Mädchen und Frauen der Gefahr sexueller oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Entsprechende Standards und Präventionsstrategien kommen leider nicht immer und überall zum Einsatz. Die Geflüchteten sind darauf angewiesen, dass Träger oder auch engagierte Einzelpersonen sich darum bemühen, schützende Strukturen zu schaffen. Eine wichtige Voraussetzung für den Schutz von Mädchen und Frauen in Gemeinschaftsunterkünften ist allerdings die Information über die eigenen Rechte. Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch vertreten.  Die Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen Zartbitter e.V. hat deshalb eine Broschüre „Alle Mädchen haben Rechte“ entwickelt, die die besonderen Belastungen von Frauen und Mädchen in Flüchtlingseinrichtungen berücksichtigt. Sie informiert in leicht verständlichen Illustrationen und knappen Texten u.a. über das Recht auf Schutz vor sexuellen Übergriffen, über das Recht am eigenen Bild und das Recht auf Hilfe. Die Broschüre kann im Online-Shop von Zartbitter e.V. bestellt werden. Sie soll auch noch in Arabisch und anderen Sprachen erscheinen.

© Foto | BJR | Jahresauftakt

Weltoffen statt kleinkariert

Mit einer Podiumsdiskussion hat sich der Bayerische Jugendring (BJR) am 29.01.2015 im Rahmen seines Jugendpolitischen Jahresauftakts mit dem Thema Alltagsrassismus befasst. „Auch wenn für Viele Rechtsextremismus und ‚Mitte’ gedanklich immer noch nicht zusammen passen, so ist es doch eine Tatsache, dass derzeit unterschwelliger Rassismus und Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund wieder stärker salonfähig werden“, erläuterte BJR-Präsident Matthias Fack die Motivation für diesen Schwerpunkt. „Ich bin überzeugt, dass wir als Jugendarbeit nicht neutral sein dürfen, sondern entschieden Stellung dagegen beziehen müssen. Jugendverbände müssen sich weiter öffnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und dabei auch ihre eigenen Hemmschwellen hinterfragen. Weltoffen statt kleinkariert, so wünsche ich mir die Jugendarbeit und die Gesellschaft der Zukunft.“ Der BJR sprach dazu mit den Expert/-innen Frauke Büttner, Politologin und Beraterin in der Rassismusprävention, Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat München und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (AGABY), Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Mitte-Studien zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland und Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. zur vollständigen Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de/themen/integration-und-inklusion/fluechtlinge.html www.lks-bayern.de

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Neue App für Flüchtlinge

Welche Schritte durch das Asylverfahren muss ich beachten? Wann muss mein Kind in die Schule? Wie erhalte ich eine Arbeitserlaubnis? Was tun, wenn ich krank werde? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Flüchtlinge jetzt in der kostenlosen App „Ankommen“. Entwickelt haben sie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Goethe-Institut, die Bundesagentur für Arbeit und der Bayerische Rundfunk, der auch für die technische Realisierung verantwortlich zeichnet. „Ankommen“steht sowohl für Android als auch für iOS in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch zur Verfügung und ist nach dem Download auch ohne Internetzugang nutzbar. Die App soll Wegbegleiter zur schnellen und umfassenden Orientierung während der ersten Wochen sein und ist auf die unmittelbaren Lebensbedürfnisse neu in Deutschland ankommender Menschen zugeschnitten. Sie stelllt die wichtigsten Informationen zur raschen Integration zur Verfügung: Neben Hinweisen zu Werten und Leben in Deutschland gibt es dort Informationen zum Asylverfahren sowie zum Weg in Ausbildung und Arbeit. In die App ist zudem ein kostenloser, multimedialer Sprachkurs integriert, der eine alltagsnahe Unterstützung für die ersten Schritte auf Deutsch bietet. Als …