Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flüchtlinge werden Freunde

Unsere Freund_innen — unser Leben!

Flüchtlinge werden Freunde wächst Flüchtlinge werden Freunde wächst. Zahlreiche Projekte in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten sind in den letzten zwei Jahren entstanden .  Und auch  der Bayerische Jugendring ist um eine Projektmitarbeiterin reicher, die den Projektregionen und der Jugendarbeit vor allem beratend im Themenfeld von Rassismus und Diskriminierungserfahrungen zur Seite stehen wird. Anke Zimmermann ist seit Juli bei uns. Hier erzählt sie uns, was sie alles vorhat: Was machst Du für Flüchtlinge werden Freunde? Anke Zimmermann: Für Flüchtlinge werden Freunde bin ich auf einer neu geschaffenen Stelle aktiv, die  Maßnahmen entwickelt, wie mit Rassismus und Anfeindungen in und um die Jugendarbeit herum umgegangen werden kann. Das heißt sowohl für diejenigen, die in der Jugendarbeit mit Geflüchteten arbeiten, als auch für die Geflüchteten selbst. Die haben auf der Flucht oft Schlimmes erlebt, haben zum Teil traumatische Erfahrungen hinter sich und kommen dann hier in ein Land, in dem sie sich in Sicherheit wähnen und werden mit ablehnenden Haltungen oder gar Anfeindungen konfrontiert. Das kann sie irritieren, auf jeden Fall verunsichern und verletzen, weil sie das auf …

Ankommen und dann….

Mädchen und junge Frauen fliehen meistens mit einem Elternteil oder anderen Familienangehörigen, aber geschätzte zehn Prozent fliehen ohne jegliche Begleitung. Wie Mädchen und junge Frauen von der Jugendarbeit erreicht werden können, welche Informationen zu ihren Lebenslagen vorliegen, war Thema das Fachtages: „Ankommen und dann?“, der am 24. November 2016 in Augsburg stattgefunden hat. Jetzt ist die dazugehörige Dokumentation erschienen. Claudia Lechner, Referentin des Deutschen Jugendinstituts in München stellte ihre Forschung zu unbegleiteten und begleiteten minderjährigen Flüchtlingen vor und konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf die  Lebenslagen von geflüchteten Mädchen und Frauen. Heterogenität – das Leben und Ankommen ist nicht immer leicht Sie zeigte auf, dass die Situation sehr heterogen zu bewerten sei, weil es unter anderem auf die Familienkonstellationen (allein oder mit Angehörigen fliehen) und auch auf die spezifische Lebenssituation der Mädchen ankomme. Manche Mädchen würde sich z.B. gar nicht aus der Unterkunft trauen, andere berichten über Diskriminierungen und das Fehlen von Vertrauenspersonen. Manina Ott, Projektkoordinatorin von Flüchtlinge werden Freunde stellte im Anschluss das Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde vor mit besonderem Fokus auf Angebote für …

Fakten statt Vorurteile, aber freilig!

Geflüchtete, die nach Deutschland kommen, sind schulpflichtig. Doch nicht immer sind die Klassen auf die neuen Mitschüler/-innen vorbereitet. Auch für viele Jugendgruppen ist es zunächst schwierig, mit Jugendlichen mit Fluchterfahrung umzugehen.  Schließlich sind auch Kinder und Jugendliche nicht frei von Vorurteilen. Diese abzubauen und Empathie zu fördern, ist das Ziel des Projekts „Freilig“ -„Freilig kennen wir uns aus“ des Kreisjugendrings Augsburg-Land. Was nimmst du mit, wenn du nur eine Sache retten kannst? Freilig informiert zu den Themen Flucht und Asyl. Das ist kein klassischer Unterricht, sondern ein ständiger Austausch mit- und untereinander. Zum Angebot gehören eine animierte Präsentation, etwa ein Quiz zu Zahlen und Fakten und  Methoden, die Verständnis wecken sollen für junge Geflüchtete. Da wird das Klassenzimmer plötzlich mit einem Drahtzaun getrennt und auf der einen Seite stehen Stühle und Tische mit Getränken und Snacks, auf der anderen Seite gibt es jedoch gar nichts. Ein strategisches Spiel, das verdeutlichen soll, warum Mangel und Armut Menschen veranlassen kann, ihr Land zu verlassen. Oder die Schüler/-innen machen eine Phantasiereise in ein Land, in dem Krieg herrscht. …

© Foto |KJR Augsburg-Land

300 Geflüchtete feiern das Mühlenfest

Am Samstag, den 23. Juli 2016, veranstaltete der Kreisjugendring Augsburg-Land zum zweiten Mal sein buntes, interkulturelles Mühlenfest. Über tausend Gäste verbrachten einen fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – mit viel Musik, Action und Freude. Orchesterklänge, geschminkte Kindergesichter, der Duft von Crepes und Burgern, zahlreiche aufgebaute Mitmachaktionen, fröhliches Lachen – diese Eindrücke und eine Fülle weiterer Darbietungen, Leckereien und Aktionen erwartete die Besucher und Besucherinnen beim interkulturellen Mühlenfest des Kreisjugendrings am vergangenen Samstag. Über tausend Gäste verbrachten einen friedlichen und fröhlichen Tag auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte MatriX in Königsbrunn – darunter auch rund 300 Geflüchtete aus dem gesamten Landkreis. Meine Heimat – Deine Heimat Auch der Landkreis Augsburg-Land ist in den vergangenen Jahren für viele geflüchtete Menschen zur neuen Heimat geworden. Nach dem großen Erfolg des Projekts im vergangenen Jahr will der Kreisjugendring Augsburg-Land auch dieses Jahr wieder unter dem Motto „Meine Heimat – Deine Heimat“ die Menschen aus dem Landkreis und speziell aus den Mitgliedsverbänden mit Geflüchteten in Kontakt bringen, um die Integration der neuen Mitbürger/-innen zu fördern. Dies …

© Foto | BJR

Zweites Vernetzungstreffen der Projektregionen

Vertreter und Vetreterinnen aus den sieben Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ tauschen sich mehrmals im Jahr auf Vernetzungstreffen untereinander aus, so auch am 4. April 2016. Es tut sich viel vor Ort, das wurde auf dem aktuellen Treffen deutlich: Zahlreiche Projekte mit Verbänden werden realisiert, so gibt es z.B. gemeinsame Ausflüge mit Pfadfindergruppen,  es werden Skater- und Graffitiworkshops angeboten, gemeinsam Fahrräder wieder fit gemacht. In Coburg organisiert der Stadtjugendring einen bunten Markt der Möglichkeiten, damit junge Flüchtlinge und Neubürger/-innen die Angebote der Stadt besser kennenlernen. Es tut sich viel vor Ort In Nürnberg werden auf Fachtagen Informationen weitergegeben, der Kreisjugendring München-Land hat neue Arbeitsmaterialien zum Thema entwickelt. Und die Projektregionen tragen in vielen Kommissionen, Vernetzungstreffen und Arbeitsgruppen vor Ort zudem ihr Fachwissen weiter und diskutieren aktiv über die Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen. Insgesamt steht das Thema Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen in allen Projektregionen hoch oben auf der Prioritätenliste. In den kommenden Monaten soll viel passieren, insbesondere wird das Thema „Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen“ in vielen Jugendleiterschulungen verankert. Die Qualifzierung von Haupt- und Ehrenamtlichen …

© Foto | privat

Nachhaltiges auf den Weg bringen

Das Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings „Flüchtlinge werden Freunde“ hat eine neue Projektkoordinatorin: Manina Ott. Die 31-Jährige studierte Kulturmanagement und Osteuropastudien und hat seit dem 15. März die Nachfolge von Ibrahim Maiga angetreten. Sie berät und begleitet in dieser Funktion die Verantwortlichen in den sieben Projektregionen, aber auch andere Träger der Jugendarbeit, die mit jungen Geflüchteten arbeiten. Daneben vertritt sie „Flüchtlinge werden Freunde“ nach außen, gibt Anregungen, Informationen und Hilfestellungen für die Praxis und lädt zu regelmäßigen Vernetzungstreffen ein. Was hast du vor dieser neuen Aufgabe beruflich gemacht? Zuletzt war ich pädagogische Mitarbeiterin beim Kreisjugendring Fürstenfeldbruck. Ich habe dort das Spielmobil geleitet, also Ehrenamtliche ausgebildet, die Spielmobil-Einsätze koordiniert, neue Spiel- und Bastelaktionen geplant und bin natürlich auch viel vor Ort gewesen. Gleichzeitig habe ich auch in unserem Bildungsteam viele Seminare für Jugendliche gehalten und neue konzipiert, gerade auch zum Thema Interkulturalität. Was sind deine persönlichen Erfahrungen mit jungen Geflüchteten? In dem Jugendgästehaus des Kreisjugendrings, bei dem ich zuletzt gearbeitet habe, wurden übergangsweise junge Geflüchtete untergebracht. Da dies ganz schnell passierte, konnte von Seiten des Jugendamtes die …

Sidebanner für Flüchtlinge werden Freunde

Dass Jugend(verbands)arbeit auf vielfältige Weise für Flüchtlinge unterwegs ist und sich engagiert, zeigt sich an den zahlreichen Projekten und Ideen, die in letzter Zeit entstanden sind und ihren Weg auf diese Seite gefunden haben. Damit dieser Netzwerk-Gedanke noch ein wenig populärer wird, gibt es jetzt ein Sidebanner für alle Engagierten. Das Sidebanner zum Download, teilen und weiterschicken. Wer eine Freianzeige für eine DinA4 Seite in einer Zeitschrift verwenden möchte, schreibt am besten eine kurze Email an fleissner.karin[@]bjr.de. Gerne stellen wir diese zur Verfügung.

Unterwegs für Flüchtlinge-werden-Freunde

Er sitzt mal wieder im Zug. Auf dem kleinen Tischchen am Fenster stellt er seinen Kaffeebecher ab und beißt einmal herzhaft von der Quarktasche. Ibrahim Maiga ist auf dem Weg nach Schwandorf. Der Projektkoordinator des BJR-Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ ist momentan bayernweit im Einsatz und zu Gast bei Veranstaltungen von Jugendverbänden und Jugendringen. Heute geht’s zur Bezirksarbeitstagung der Kommunalen Jugendarbeit Oberpfalz. „Da tut sich einiges in der Oberpfalz, da war ich schon ein paar Mal. Überhaupt ist es toll, dass viele neue Projekte entstehen.“ „Da tut sich einiges in der Oberpfalz, da war ich schon ein paar Mal. Überhaupt ist es toll, dass viele neue Projekte entstehen“, erzählt er, während draußen die Felder vorbeirasen. Für die Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen in der Jugendarbeit sei es wichtig, zu erfahren, welche Möglichkeiten bzw. eventuelle Schwierigkeiten sich für die Jugendverbandsarbeit mit jungen Flüchtlingen ergeben. In Schwandorf geht Maiga zu Beginn seines Vortrags auf die rechtlichen Grundlagen und deren Neuerungen ein. Durch das Rechtsstellungsverbesserungsgesetz, das seit 1. Januar 2015 die Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern erleichtert, hat sich die …

Studie zur Arbeitsintegration: Was noch zu tun ist

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung befasst sich mit dem Thema „Die Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland – Humanität, Effektivität, Selbstbestimmung“. Das Fazit der Untersuchung: Auf Qualifikationen, Fähigkeiten und Motivationen der hier lebenden Asylbewerber/-innen wird zu wenig oder zu spät eingegangen. Dies sei allerdings nötig, um deren Arbeitsmarktintegration zu verbessern. Wir haben einige Thesen der Studie herausgegriffen. Aspekte der Arbeitsintegration Solange die Entscheidung über den Antrag eines/-r Asylbewerbers/-in nicht gefallen ist, darf ein Flüchtling in Deutschland nicht arbeiten. Im Koalitionsvertrag ist eine Bearbeitungszeit von drei Monaten festgelegt. Trotz dessen „[…] betrug die durchschnittliche Wartezeit auf eine Entscheidung im vergangenen Jahr 7,1 Monate, bei manchen Herkunftsländern wie zum Beispiel Afghanistan, sogar länger (im Schnitt 16,5 Monate). Dies bedeutet für die Flüchtlinge eine extreme Belastung sowie eine lange Zeit in Unsicherheit und ohne Perspektive.“ (Studie, S. 2) Während der Wartezeit haben Asylbewerber/-innen keinen Zugang zu Sprachkursen, die als Schlüssel zur beruflichen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe gelten. Während der Wartezeit haben Asylbewerber/-innen keinen Zugang zu Sprachkursen, die als Schlüssel zur beruflichen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe gelten. Bis jetzt gibt es kein …

„Nicht die Menschlichkeit verlieren“

Ende April hat die alevitische Jugend NRW die Kampagne  #stopdeathinmediterraneansea ins Leben gerufen. Die Kampagne will Politik und Gesellschaft dazu auffordern, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer zu verhindern. Zahlreiche Akteure der Jugendarbeit und Politiker/-innen haben seitdem ein Foto mit dem Hashtag auf der dazugehörigen Facebook Seite #stopdeathinmediterraneansea veröffentlicht. Auch BJR-Präsident Matthias Fack und Ibrahim Maiga, Projektkoordinator des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“ haben mit einem Foto Stellung bezogen. Hintergrund der Aktion war ein weiteres tragisches Unglück im Mittelmeer. Am 19. April 2015 ertranken ca. 800 Menschen auf ihrem Weg von Libyen nach Italien. Auch in der Woche vorher waren ca. 1000 Menschen auf ihrer Flucht ums Leben gekommen. Die evangelische Jugend in Bayern (EJB) hat die Kampagne aufgegriffen und eine eigene Pressemitteilung dazu verfasst, darin mahnt der Vorsitzende Patrick Wolf: „Wir dürfen unsere Menschlichkeit nicht verlieren […] die Politik muss endlich handeln.“ In der Pressemitteilung fordert Wolf die Politik u.a. dazu auf die Seenothilfe wieder auszuweiten. Im Oktober 2014 endete „Mare Nostrum“, eine Operation der italienischen Marine und Küstenwache, deren vorrangiges Ziel es war Flüchtlinge aus Seenot zu retten. …