Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flüchlinge

Glossar der deutschen Medienmacher/-innen

Neutrale Sprache gibt es nicht. Wie jemand spricht, welche Begriffe verwendet werden, beeinflusst die Wahrnehmung und gesellschaftliche Realität. Gerade im sensiblen Feld einer wachsenden Migrationsgesellschaft fehlen manchen die „richtigen“ Worte. Dass sich hinter vermeintlich neutralen Begriffen eine diskriminierende Grundhaltung verbergen kann, zeigt diese Broschüre des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. und der Neuen deutschen Medienmacher (NDM). Die Formulierungshilfe für die Berichterstattung richtet sich an Journalistinnen und Journalisten, aber auch an alle, die in der Jugendarbeit und im Alltag ihr Sprechen hinterfragen möchten. Das Glossar ist kein moralisierendes Rezeptbuch, sondern versteht sich als Anregung den eigenen Sprachgebrauch zu überprüfen. Das Glossar ist online zu finden, als PDF oder als App auf der Seite der NDM zu haben. Wer die Arbeitshilfe lieber gedruckt lesen möchte, kann sie gegen Portokosten von drei Euro direkt auf der Seite von IDA e.V. bestellen.

© KJR München Land

Denkanstöße zum Thema Flucht

Der Kreisjugendring München-Land hat Postkarten und ein Begleitheft entwickelt, die Pädagogen/-innen eine Möglichkeit bieten sollen, mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Flucht ins Gespräch zu kommen, sie zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen. Dafür wurden Kinder und Jugendliche in Einrichtungen des KJR befragt, was ihnen zum Stichwort „Flüchtlinge“ einfällt. Aus den so entstandenen Aussagen wurden Karten entwickelt, auf deren Vorderseite jeweils eine Aussage / ein Statement der Kinder und Jugendlichen und auf der Rückseite Informationen oder Anregungen stehen. Das Begleitheft enthält Hintergrundinformationen zum Thema Flucht und methodische Empfehlungen zum Einsatz der Karten für Pädagog/-innen. Die Arbeit mit den Karten soll zur Sensibilisierung und Aufklärung  beitragen und die Kinder und Jugendlichen in ihrer Haltungs- und Meinungsbildung unterstützen: Was macht ein Haus zu einem zu Hause? Was, wenn bei uns Krieg wäre? Würde ich mein zu Hause verlassen, um eine Chance zum Überleben zu nutzen? Die Flüchtlingsfrage gibt immer wieder Anlass zu einer Wertediskussion. Jugendliche darin bestärken, sich in andere Menschen und Situationen hineinzuversetzen Dabei ist es wichtig, genau hinzuhören, welche Meinungen Kinder und Jugendliche haben, welche Ängste …

© Foto / BJR / Neapel

Austausch: Flüchtlingsarbeit in Neapel

Neapel. Laut. Chaotisch. Voll. Das sind die ersten Eindrücke. Überall hupt es, Mofas umfahren die Fußgänger unachtsam, enge Gassen. Es wirkt gelebt, nicht aufgeräumt. Eine Woche werden wir hier verbringen, in dieser Stadt im warmen Süden Italiens, unweit von der Amalfi-Küste und Pompeji. Und doch ist Neapel bekannt für andere Dinge: Kriminalität, Chaos, Müllprobleme. Elf bayerische Fachkräfte besuchen eine italienische NGO, die sich um junge Migrant/-innen kümmert Wir wollen uns damit beschäftigen, wie junge Menschen – Migrant/-innen, Flüchtlinge – hier klarkommen. Eine Gruppe von elf ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen aus der Flüchtlingsarbeit aus ganz Bayern trifft auf das Team von Dedalus, einer neapolitanischen NGO (cooperativa sociale), die sich u.a. um junge Migrant/-innen kümmert. Wir wollen uns austauschen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede und überlegen, was das auch auf europäischer Ebene bedeutet. Organisiert wurde die Fahrt von Seiten des BJR von der europapolitischen Referentin Lea Sedlmayr. In Brüssel, so ihre Erfahrung, wird sie immer wieder nach Meinungen, Informationen, Expertenwissen zum Thema Migration und Flucht von jungen Menschen in Europa befragt. „Wenn wir es den Politikern nicht sagen, …

© KoJa Eichstätt

Filme zum Thema „Flucht“

Die Landesmediendienste Bayern bieten zur Frage „Was heißt es, ein Flüchtling zu sein?“ mehr als 80 ausgewählte Sach-, Informations- und Spielfilme für die politische Bildung, für den Einsatz in Jugendarbeit und Schule und für alle Helferkreise und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Alle aufgeführten Filme sind mit dem Recht zur nicht gewerblichen öffentlichen Vorführung ausgestattet und können daher in Schulen, in der außerschulischen Jugendbildung und in der Erwachsenenbildung, in sozialen und kulturellen Einrichtungen wie auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder in der Informationsarbeit von Vereinen, Verbänden und Parteien eingesetzt werden. Die genannten Titel können bei den Landesmediendiensten Bayern e.V. mit der ServiceKarte ausgeliehen werden. Bestellung und weitere Infos: Tel. 089 381609-15·Fax 089 381609-20· Warenkorbfunktion: www.mediendienste.info E-Mail: info@mediendienste.info

© KJR Nürnberg-Stadt

Für eine menschliche Asylpolitik

„Es geht nicht darum, wie viele Afrikaner man aufnimmt, sondern darum, wie wir uns überhaupt noch als Zivilisation definieren. Der fast vollständige Abbau des Asylrechts ist für mich ein Schritt in die Barbarei.“ Ilija Trojanow, Schriftsteller, 2009 Der Vorstand des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt kritisiert deutlich das vom Bundestag inzwischen verabschiedete „Flüchtlingspaket“, das von der Bundesregierung vorgelegt worden war. Nach Auffassung des KJR-Vorstands ignoriert das Gesetzesvorhaben Menschlichkeit und Gesetzesgrundlagen. Es soll jetzt alles ganz schnell gehen. Das Bundeskabinett hat ein dickes Paket geschnürt, das nun nach dem Parlamentsbeschluss in einer Hauruckaktion in Kraft treten soll. Dieses Paket beinhaltet unter anderem schärfere Asylregeln, schnellere Asylverfahren mithilfe einer Einteilung in Menschen „mit und ohne Bleiberechtsperspektive“, der verlängerte Aufenthalt in Sammelunterkünften, die Wiederbelebung des grundgesetzwidrigen Sachleistungsprinzip und die Kürzung von Sozialleistungen und vor allem die Einstufung weiterer Staaten als sogenannte „sichere Herkunftsländer“. Es wird ignoriert, dass zum Beispiel auf dem Balkan insbesondere Roma zum Teil heftiger Verfolgung ausgesetzt sind. Es wird ignoriert, dass zum Beispiel auf dem Balkan insbesondere Roma zum Teil heftiger Verfolgung ausgesetzt sind. Warum? Scheinbar ist das …

© Foto | BJR | Hauptausschuss

Einwanderung gestalten – nicht verwalten

Mit der Hauptausschuss-Position „Perspektivenwechsel: Einwanderung und Integration gestalten – nicht Flüchtlinge verwalten“ stehen die im Bayerischen Jugendring zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe für eine konsequente Gestaltung von Integration. Eine der Forderungen war,  das Potential von Flüchtlingen zu fördern statt Schicksale zu verwalten. Der Beschluss setzt sich ein,  Einwanderung als Bereicherung statt als Bedrohung wahrzunehmen.