Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flucht

© BJR

Flüchtlinge sind Freunde

Heute ist World Refugee Day. Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Gedenktag. Pünktlich zum Weltflüchtlingstag veröffentlicht der UNHCR seinen Jahresbericht. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, das Gedenken freundschaftlich in eine andere Richtung zu stupsen. Dahin, wo wir nicht nur gedenken, sondern leben – nämlich mit Jugendlichen, die aus ihren Heimatländern zu uns geflohen sind. Wir richten den Fokus auf das hier und jetzt. Darauf, dass junge Geflüchtete in erster Linie junge Menschen sind und dass viele von ihnen unsere Freund/-innen geworden sind. Was könnt ihr beitragen? Wir wollen ein Foto, das zeigt, dass Freundschaften in der Jugendarbeit gelebt werden. Ein Foto, das Mut oder einfach nur Freude macht. Schickt uns einen Snap oder ein Selfie, das Euch mit euren Freund/-innen zeigt und das für euch symbolisiert, dass junge Geflüchtete bei uns angekommen sind. Warum sollte ich mitmachen? Weil wir symbolische Gesten brauchen, die zeigen, dass wir empathisch sind. Weil wir uns öfter einfühlen sollten in die, die zu uns kommen, als uns von ihnen abzugrenzen. Weil unsere Freund/-innen wichtig sind und …

© BJR

Gekommen, um zu bleiben?

Eindrücke vom DBJR-Fachtag Am 31.5.2016 fand der Fachtag „Ankommen und Integration gemeinsam gestalten“ des DBJR in Berlin statt. Vertreter/-innen von Jugendverbänden und Jugendringen waren eingeladen gemeinsam über das Themenfeld zu diskutieren. Manina Ott, Projektkoordinatorin für „Flüchtlinge werden Freunde“ hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Bleiben oder gehen? Das Begriffsrepertoire erweitern Einen ersten fachlichen Impuls gab Andreas Bierod, Geschäftsführer der Maltesern der Erzdiözese in Paderborn und ehemaliger Delegiert im DBJR Hauptausschuss. Er führte weitere Begriffe in die Diskussion ein, die über die gängigen Gegenüberstellungen von Flucht und Migration und/oder guter und schlechter Bleibeperspektive hinausreichen. Bierod argumentierte, dass es für die Integration besonders wichtig sei, ob ein Mensch mit Bleibewille komme, also ob er oder sie den Wunsch hege, seine Zukunft in Deutschland zu gestalten. Oder ob der Heimkehrwille stärker sei, also der Wunsch, irgendwann wieder in die Heimat zurückzukehren. Weiter betonte Bierod, dass die Zielgruppe der begleiteten Minderjährigen besonders groß sei. „Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge machen lediglich drei Prozent der Geflüchteten aus“, „Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge machen lediglich drei Prozent der Geflüchteten aus“, so Bierod weiter, „gerade …

© Foto | Photocase | Bildredaktion Mellon Design | BJR

Von der Herausforderung zur Chance

Ende November erzählte mir der Geschäftsführer des Berliner Elisabeth-Stifts von seinen aktuellen Themen. Er sollte von einem Tag auf den anderen 30 unbegleitete Flüchtlinge unterbringen und hatte nur ein leeres Haus auf dem Land. Innerhalb kürzester Zeit wurde für die Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan ein erstes Zuhause in einem kleinen Brandenburger Ort geschaffen – dank Helmut Wegner, seinem Team und vieler ehrenamtlicher Helfer/-innen. Die jungen Menschen bekommen jetzt Deutschunterricht. Es gibt eine Fußball- und eine Laufgruppe. Die Jugendlichen tragen selbst die Verantwortung…  Die Jugendlichen tragen selbst die Verantwortung fürs Einkaufen, Essenkochen und Saubermachen. Der Leitsatz des Elisabeth-Stifts lautet: ‚Bei uns kann man sich entwickeln!‘ Das heißt für Helmut Wegner aber auch, sich selbst mit dem Team weiterzuentwickeln. Sie lernen nun arabisch, bilden sich weiter für den Umgang mit Traumatisierten und lernen, noch stärker auf kulturelle Besonderheiten zu achten. Ich war tief beeindruckt von diesem Engagement. Krieg, Vertreibung, politische und religiöse Verfolgung im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren sorgen dafür, dass auch viele Jugendliche ihre Heimat verlassen müssen. Über die Hälfte aller Geflüchteten in Deutschland ist …

© KJR München Land

Denkanstöße zum Thema Flucht

Der Kreisjugendring München-Land hat Postkarten und ein Begleitheft entwickelt, die Pädagogen/-innen eine Möglichkeit bieten sollen, mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Flucht ins Gespräch zu kommen, sie zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen. Dafür wurden Kinder und Jugendliche in Einrichtungen des KJR befragt, was ihnen zum Stichwort „Flüchtlinge“ einfällt. Aus den so entstandenen Aussagen wurden Karten entwickelt, auf deren Vorderseite jeweils eine Aussage / ein Statement der Kinder und Jugendlichen und auf der Rückseite Informationen oder Anregungen stehen. Das Begleitheft enthält Hintergrundinformationen zum Thema Flucht und methodische Empfehlungen zum Einsatz der Karten für Pädagog/-innen. Die Arbeit mit den Karten soll zur Sensibilisierung und Aufklärung  beitragen und die Kinder und Jugendlichen in ihrer Haltungs- und Meinungsbildung unterstützen: Was macht ein Haus zu einem zu Hause? Was, wenn bei uns Krieg wäre? Würde ich mein zu Hause verlassen, um eine Chance zum Überleben zu nutzen? Die Flüchtlingsfrage gibt immer wieder Anlass zu einer Wertediskussion. Jugendliche darin bestärken, sich in andere Menschen und Situationen hineinzuversetzen Dabei ist es wichtig, genau hinzuhören, welche Meinungen Kinder und Jugendliche haben, welche Ängste …

© Foto / BJR / Neapel

Austausch: Flüchtlingsarbeit in Neapel

Neapel. Laut. Chaotisch. Voll. Das sind die ersten Eindrücke. Überall hupt es, Mofas umfahren die Fußgänger unachtsam, enge Gassen. Es wirkt gelebt, nicht aufgeräumt. Eine Woche werden wir hier verbringen, in dieser Stadt im warmen Süden Italiens, unweit von der Amalfi-Küste und Pompeji. Und doch ist Neapel bekannt für andere Dinge: Kriminalität, Chaos, Müllprobleme. Elf bayerische Fachkräfte besuchen eine italienische NGO, die sich um junge Migrant/-innen kümmert Wir wollen uns damit beschäftigen, wie junge Menschen – Migrant/-innen, Flüchtlinge – hier klarkommen. Eine Gruppe von elf ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen aus der Flüchtlingsarbeit aus ganz Bayern trifft auf das Team von Dedalus, einer neapolitanischen NGO (cooperativa sociale), die sich u.a. um junge Migrant/-innen kümmert. Wir wollen uns austauschen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede und überlegen, was das auch auf europäischer Ebene bedeutet. Organisiert wurde die Fahrt von Seiten des BJR von der europapolitischen Referentin Lea Sedlmayr. In Brüssel, so ihre Erfahrung, wird sie immer wieder nach Meinungen, Informationen, Expertenwissen zum Thema Migration und Flucht von jungen Menschen in Europa befragt. „Wenn wir es den Politikern nicht sagen, …

© KoJa Eichstätt

Filme zum Thema „Flucht“

Die Landesmediendienste Bayern bieten zur Frage „Was heißt es, ein Flüchtling zu sein?“ mehr als 80 ausgewählte Sach-, Informations- und Spielfilme für die politische Bildung, für den Einsatz in Jugendarbeit und Schule und für alle Helferkreise und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Alle aufgeführten Filme sind mit dem Recht zur nicht gewerblichen öffentlichen Vorführung ausgestattet und können daher in Schulen, in der außerschulischen Jugendbildung und in der Erwachsenenbildung, in sozialen und kulturellen Einrichtungen wie auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder in der Informationsarbeit von Vereinen, Verbänden und Parteien eingesetzt werden. Die genannten Titel können bei den Landesmediendiensten Bayern e.V. mit der ServiceKarte ausgeliehen werden. Bestellung und weitere Infos: Tel. 089 381609-15·Fax 089 381609-20· Warenkorbfunktion: www.mediendienste.info E-Mail: info@mediendienste.info

© BJR

Kompetent vernetzt

Was hat sich in den vergangenen Monaten in den Projektregionen getan? Am Wochenende vom 11. bis zum 12. Dezember fand dazu ein erstes Vernetzungstreffen mit den Projektregionen des Aktionsprogramms „Flüchlinge werden Freunde“ in Nürnberg statt. Die Ansprechpartner/-innen aus den jeweiligen Regionen berichteten von den durchgeführten Maßnahmen und Praxisbeispielen. Deutlich wurde, dass zahlreiche Koordinierungsveranstaltungen und Vernetzungstreffen innerhalb der Jugendarbeit und mit regionalen Flüchtlingsinitaitiven stattgefunden haben. Aber auch in der konkreten Planung hat sich schon einiges getan. Im Folgenden nur eine kleines Auswahl: So bieten Jugendverbände in der Projektregion Mittelfranken (KJR Nürnberg-Stadt und KJR Nürnberg-Land) ab Februar 2016 Schwimmkurse für junge Flüchtlinge an. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt sind verschiedene Angebote für Willkommensklassen geplant. Die Projektregion Unterfranken, die vom Bezirksjugendring Unterfranken koordiniert wird, berichtete von den durchgeführten Fachtagungen und den Projekten ihrer Partner, etwa der Evangelischen Landjugend, die u.a. erste Kontake zu einem Heim für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge pflegt oder dem sehr aktiven Stadtjugendring Schweinfurt, der unter dem Motto „Cooking together“ Kochabende mit jungen Flüchtlingen organisiert hat. Auch in den anderen Projektregionen, etwa in der Oberpfalz …

„Die Hilfsbereitschaft nimmt nicht ab“

Die Projektregionen sind ein wichtiger Knotenpunkt des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Dieser Blog begleitet das Engagement der Regionen und zeigt auf, was für Projekte vor Ort entstehen und entstanden sind. Heute geht es um die Projektregion Niederbayern. Hier ist der Kreisjugendring Straubing-Bogen als Vertreter der Projektregion ausgewählt worden. Richard Maier, Kreisjugendpfleger beim KJR Straubing-Bogen hat sich für ein Interview zur Verfügung gestellt: Was war die Motivation sich als Projektregion zu bewerben? Der KJR Straubing-Bogen betreibt das Jugendübernachtungshaus Geiselhöring, hier wurden im Juni 2015 vier Monate lang 25 bis 30 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge untergebracht. Damit war klar, dass wir auch als Jugendarbeit gefragt sind und das wir uns diesem Thema widmen müssen. Mit wem seid ihr bereits vernetzt? Vernetzt sind wir u.a. mit dem Bündnis für Menschenrechte und Vielfalt „Wir sind bunt“, zudem existiert eine enge Kooperation mit der kommunalen Jugendarbeit der Stadt Straubing und dem Integrationsprojekt „Idee“ und  Straubing ist Partner im Aktionsprogramm „Demokratie leben!“ Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Wie wichtig sind lokale Netzwerke bei Eurer Arbeit? Netzwerke sind entscheidend für den Erfolg …

#Freundschaftenknüpfen

Wir möchten mit Euch zusammen ein Zeichen setzen und in den nächsten Wochen (bis zum 17. Dezember) Bilder und Aussagen veröffentlichen, die genau das zeigen: Dass Freundschaft(en) in der Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen entstehen und dass sie die notwendige Brücke sind, um Jugendliche mit Fluchthintergrund hier willkommen zu heißen. Flüchtlinge werden nicht nur Freunde/-innen, in der Jugend(verbands)arbeit sind bereits Freundschaften entstanden. Das zeigen die vielen Beispiele, die ihren Weg auf diese Seite gefunden haben. Doch es ist auch klar, dass noch viel mehr in der bayerischen Jugendarbeit passiert und das Freundschaft die Brücke bildet, die aus „fremden“ Jugendlichen Freunde/-innen macht. Wie würdet ihr Freundschaft symbolisieren? Mit der Aktion #Freundschaftenknüpfen wollen wir die Vielfalt und das Engagement der Jugend(verbands)arbeit sowie der Kommunalen und Offenen Jugendarbeit aufzeigen. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Vorurteile setzen. Wer mitmachen will, schickt uns Bilder, die Freundschaft(en) zwischen Jugendlichen und Flüchtlingen symbolisieren. Oder ihr schickt uns ein kurzes Statement, was Freundschaft für Euch in der Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen bedeutet. Noch schneller geht es, wenn das Bild oder Statement direkt auf …

© Foto | KLJB München Freising

Zuflucht im Jugendverband

Bei der KLJB München und Freising ist der DAKEW (Diözesane Arbeitskreis Eine Welt) verantwortlich für den großen Bereich „Eine Welt“! Das selbstgewählte Jahresthema 2015 „ZuFlucht“ gab Anlass zu Wortspielen: Informationen zu Flucht geben, Zuflucht bieten, Gedanken zu Flucht, ZuFluchtGedanken… und tollen Inhalten. Gerade, weil es vor Ort bei uns ein ganz aktuelles Thema ist. Viele Geflüchtete kommen bei uns an, die „Eine Welt“ kommt zu uns. Wir möchten nicht nur geflüchtete Jugendliche kennenlernen und mit ihnen Sachen unternehmen, sondern auch Interessierten die Möglichkeit bieten, sich zum Thema Flucht und Asyl zu informieren und zu engagieren. Digital – Facebook und Co.: Informieren! Dazu sind die Mittwochsposts „ZuFluchtGedanken“ auf der Facebook-Seite der KLJB München und Freising entstanden. Jede Woche gibt es einen kleinen Gedanken, eine interessante Website oder eine Neuigkeit passend zum Thema. Vieles davon findet sich auch auf der eigens dazu eingerichteten Unterseite unserer Webseite. Unter anderem gibt es dort das Konzept für eine Informationsveranstaltung über Flucht und Asyl, welches der DAKEW für Landkreise und Ortsgruppen entworfen hat. Real – Im Verbandsleben: Begegnungen schaffen, beim:Essen Vor …