Alle Artikel mit dem Schlagwort: featured

Gesucht: Jugendintegrationsbegleiter

Miteinander reden, nicht übereinander – das ist Ziel des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde. Denn Integration bedeutet nicht einseitige Anpassung von Zugewanderten an die deutsche Gesellschaft, sondern ist ein Prozess der Annäherung beider Seiten. Damit sie auch in der Jugendarbeit gelingen kann, brauchen sowohl zugewanderte Jugendliche als auch Organisationen der Jugendarbeit eine kompetent beratende Begleitung. Im besten Fall durch Menschen, die aus eigener Erfahrung beide Seiten kennen. Denn sie kennen die Bedürfnisse zugewanderter Menschen sowie die Erwartungen und Haltungen, mit denen sie im Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft konfrontiert werden. Als junge Migranten/-innen verfügen sie über wertvolle persönliche Erfahrungen. Neue Qualifizierungsreihe ab August 2017 Integration braucht auch Vermittlung. Deshalb bietet der Bayerische Jugendring (BJR) im Rahmen des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde eine neue Qualifizierungsreihe an: Sie richtet sich an junge Leute mit Flucht- oder Migrationserfahrung, die ein Interesse daran haben, Integrationsprozesse in der Jugendarbeit zu begleiten und ihre eigene Expertise einzubringen. In Kooperation mit dem Kreisjugendring München-Land und seiner Jugendbildungsstätte Burg Schwaneck sowie der Jugendbildungsstätte Unterfranken werden ab August 2017 in Würzburg und München Inhalte aus den …

© Förderverein Albert-Schweitzer-Schule Weiden

Gesehen: Bufdi(s) in der Bayerischen Sportjugend

Die Bayerische Sportjugend hat früh junge Geflüchtete in ihre Sportangebote eingebunden und damit einen wichtigen Grundstein zur Integration gelegt. Jetzt hat sie auch den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug , eine Initiative der Bundesregierung, umgesetzt. Finn Delius, persönlich begeisterter Bufdi der Bayerischen Sportjugend schildert seine persönlichen Erfahrungen des Jahres 2016. Ein Jahr Bufdi in der Bayerischen Sportjugend Knapp über ein Jahr ist es her, dass die Bayerische Sportjugend den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) einführte. Nicht nur für mich war es ein Jahr voller Erlebnisse und prägender Erfahrungen, die ich durch meine soziale Arbeit mit Flüchtlingen sammeln durfte. 27 Freiwillige werden momentan für die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen in verschiedensten Sportvereinen in ganz Bayern eingesetzt. Neben vielerlei sportlichen Aktivitäten stehen bei der Arbeit mit den Flüchtlingen Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung oder die Begleitung beim Einkaufen und Behördengängen im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Geflüchteten eine Stütze zu bieten und sie bei ihren ersten Schritten durch den Zusammenhalt und die Gemeinschaft eines Vereins zu stärken. Sport macht Spaß und ist gesund Seit Mitte Januar 2016 betreue ich nun junge Erwachsene beim Kooperationspartner …

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

Burgkirchen und Burghausen fahren nach Berlin

Unterwegs in Berlin waren vom 29. Oktober bis 4. November 2016 19 Jugendliche und junge Geflüchtete aus Burgkirchen und Burghausen.  Hannes Schwankner, Dipl. Sozialpädagoge vom Jugendbüro Burghausen hat die Bildungsfahrt organisiert und war mit vor Ort. Ziel dieser Fahrt war zum einen, die bundesdeutsche Hauptstadt kennenzulernen, zum anderen, durch gemeinsame Aktivitäten gelebte Integration von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft unter besonderen Bedingungen zu praktizieren. Berlin bot sich dabei für die 19 Jugendlichen und fünf Betreuer/-innen wie ein Geschichtsbuch zum Durchblättern und Lesen an: Berlin – damals und heute, politisch, sozial und kulturell mit den Epochen 1933-1945, 1945-1989, 1989 bis 2016. Auf dem Programm standen dabei das Brandenburger Tor, die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen („Wie können Menschen anderen Menschen nur so etwas Grausames antun?“, fragte Noori, ein 18jähriger Jugendlicher aus Afghanistan, „auch in meinem Land passiert Schreckliches durch Taliban-Terror, aber solche Lager gab es bei uns nicht!“),  das geplante interreligiöse Berliner „House of One“ für drei monotheistische Religionen – Christentum, Judentum und Islam –, das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnisses Hohenschönhausen, der Tränenpalast, Berlin-Kreuzberg, ein Moscheebesuch, Bundestag, Bundesrat und Bundeskanzleramt sowie zum Abschluss …

Welche Regeln gelten hier?

Willkommen in Deutschland – schön, dass Du da bist. So lautet eine Kapitelüberschrift des Wegbegleiter-Heftes für unbegleitete Minderjährige. Darin: Welche Rechte junge Geflüchtete haben, Basiswissen zu Jugendamt, Vormund und Betreuerin und wie Deutschland funktioniert. Ergänzt von ansprechenden Illustrationen und Begriffserklärungen. Herausgegeben vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. und Jugendliche ohne Grenzen. Prädikat: Ausdrucken oder online lesen. Voll  gut, voll wichtig.

Ankommen und dann….

Mädchen und junge Frauen fliehen meistens mit einem Elternteil oder anderen Familienangehörigen, aber geschätzte zehn Prozent fliehen ohne jegliche Begleitung. Wie Mädchen und junge Frauen von der Jugendarbeit erreicht werden können, welche Informationen zu ihren Lebenslagen vorliegen, war Thema das Fachtages: „Ankommen und dann?“, der am 24. November 2016 in Augsburg stattgefunden hat. Jetzt ist die dazugehörige Dokumentation erschienen. Claudia Lechner, Referentin des Deutschen Jugendinstituts in München stellte ihre Forschung zu unbegleiteten und begleiteten minderjährigen Flüchtlingen vor und konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf die  Lebenslagen von geflüchteten Mädchen und Frauen. Heterogenität – das Leben und Ankommen ist nicht immer leicht Sie zeigte auf, dass die Situation sehr heterogen zu bewerten sei, weil es unter anderem auf die Familienkonstellationen (allein oder mit Angehörigen fliehen) und auch auf die spezifische Lebenssituation der Mädchen ankomme. Manche Mädchen würde sich z.B. gar nicht aus der Unterkunft trauen, andere berichten über Diskriminierungen und das Fehlen von Vertrauenspersonen. Manina Ott, Projektkoordinatorin von Flüchtlinge werden Freunde stellte im Anschluss das Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde vor mit besonderem Fokus auf Angebote für …

Bildungschancen für junge Geflüchtete

160 Personen nutzten die Chance, sich über Ausbildungs- und Bildungschancen für junge Geflüchtete zu informieren. Veranstaltet wurde der Abend von der Jugendinfo tip. Zielgruppe waren Personen, die ehrenamtlich oder hauptberuflich mit jungen Geflüchteten (bis 26 Jahre) arbeiten, sowie junge Geflüchtete. Die Veranstaltung wurde vom Stadtjugendring Augsburg organisiert, einer Projektregion von Flüchtlinge werden Freunde. Einen guten Job zu finden, in dem man aufgeht, der einem Freude bereitet und der relevant dafür ist, seinen Lebensunterhalt einmal selbstständig bestreiten zu können, ist ein Lebensziel, welches wohl jede/r von uns kennt und erreichen will. Chancen und Möglichkeiten Doch welche Chancen und Möglichkeiten haben junge Geflüchtete in Bayern eine Ausbildung zu erhalten und diesem Lebensziel ein Stück weit näher zu kommen? An welche Einrichtungen und Projekte können sie sich wenden, um Unterstützung beim Zugang zu Sprachförderung, Ausbildung und Studium zu erhalten? Der Informationsabend „Bildungschancen für junge Geflüchtete“, der am Dienstag, den 07.03.2017, in der Stadtbücherei-Zentrale Augsburg von der tip-Jugendinformation des Stadtjugendring Augsburg in Kooperation mit Tür an Tür e.V. im netzwerk4A veranstaltet wurde, sollte zur Beantwortung dieser Fragen einen ersten …

© Bezjr Unterfranken

Flüchtlinge sind Freunde…

…so lautet der vielversprechende Titel der Broschüre des Bezirksjugendrings Unterfranken, die verschiedene Praxisbeispiele aus der Region für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten bereithält. Es geht um die Power von integrativem Fußball, um Expert/-innen, die selbst Fluchthintergrund haben und die vielfältigen Möglichkeiten, die Jugendverbände gehen, um junge Geflüchtete einzubinden – etwa die THW-Jugend Unterfranken. Qualifizierung als Basisarbeit Denn auch wenn sich die bayerische Jugendarbeit durch eine große Offenheit und Motivation gegenüber jungen Geflüchteten auszeichnet, so sind doch manche verunsichert und abgeschreckt, wenn es an die konkrete Planung geht. Diese Unsicherheit zu überwinden, darum geht es im Themenbereich der Qualifizierung. „Hilfe, Haltung, Handwerkszeug“ nennen sich die vier verschiedenen Praxis-Impuls-Module der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Die dreitägigen Seminare thematisieren die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt und bieten Platz für den Austausch untereinander. Auch die eigene Befremdung oder auch Brille durch die wir die Welt sehen, wird thematisiert. Schließlich hat die eigene Einstellung und Haltung eine Schlüsselrolle. Projektregion von Flüchtlinge werden Freunde Der Bezirksjugendring Unterfranken ist eine Projektregion des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde und damit vom Bayerischen Jugendring gefördert. Sie ist …

© KJR München-Stadt

Jungen Geflüchteten eine Stimme geben

W as sagst Du zu Unterbringungen, Bildungsmöglichkeiten, Freizeit, Willkommengefühl? Das waren nur einige der Fragen, die junge Geflüchtete zwischen 15 und 25 Jahren am Partiziaptions- und Informationstag der Lok-Arrival im Oktober 2016 gestellt bekamen. Ziel des Projekttages war es, jungen Geflüchteten in diesen Belangen eine Stimme zu geben. Vor Ort war ein vierköpfiges Dolmetscher-Team, das die Informationen auf Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinja und Somali übersetzte. Die rund 200 anwesenden Jugendlichen aus den Münchner Sammelunterkünften kamen unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Nigeria und Pakistan und nutzten mit Begeisterung die Gelegenheit, Tischtennis, Kicker oder Billard zu spielen und machten bei Tae-Bo-Fitness mit oder bei den Trommel Workshops. „Mit geflüchteten Jugendlichen Partizipation durchzuführen ist wahnsinnig wichtig, weil sich viele Entscheidungsträger in der Politik  auf einer theoretischen Ebene bewegen und durch allgemeine Stimmungsbilder einen Eindruck der Lebensumstände in den Flüchtlingsunterkünften bekommen können und sollen.  Wir haben die Umfrage in einer niedrigschwelligen Art und Weise durchgeführt, indem Smileys (rot, gelb, grün) als Antwort auf Bewertungsfragen abgegeben werden konnten. So konnten alle teilnehmen“, machte Mira Walter deutlich, die als pädagogische Mitarbeiterin …

Jugendarbeit für Menschenrechte

Am 10. Dezember vor 68 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Für das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ nehmen wir diesen Gedenktag zum Anlass, uns zu vergegenwärtigen, welche Bedeutung die Menschenrechte für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten haben. Denn die Arbeit mit dieser neuen und wichtigen Zielgruppe verlangt auch, dass wir stärker als bisher die Grundprinzipien der Jugendarbeit in den Blick nehmen: freiwillig, selbstorganisiert und demokratisch. Selbstreflexion und interkulturelle Öffnung gehören dazu. Und das alles hat mit Menschenrechten zu tun. Viele junge Geflüchtete haben die Missachtung dieser Rechte in ihren Heimatländern erfahren und erleben auch hier wieder Ungleichbehandlung und Diskriminierung. In der Jugendarbeit können wir Gemeinschaft und Begegnung auf Augenhöhe leben – die beste Grundlage für Freundschaft. Dazu wollen wir ermutigen – und dazu, in der täglichen Arbeit die eigene Haltung zu überprüfen, sich bewusst zu machen, warum wir tun, was wir tun. Lust darauf machen, den Blick zu weiten und so große und universale Rechte wie das auf Gleichheit, Freiheit oder Bildung als Orientierung zu nehmen, wenn wir in …