Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dokumentation

© BJR

Drei Jahre Flüchtlinge werden Freunde in Unterfranken

Rückblick, Fazit, Ausblick, das verspricht die Dokumentation des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde des Bezirksjugendrings Unterfranken, die ihr hier nachlesen könnt. Es geht um Herausforderungen, Erfahrungen und Erfolge der Jugendarbeit aus Unterfranken. Erfrischend unprätentiös und lebensnah. So startet die Publikation mit einem Rückblick, wie etwa im Sommer der Spontanität (2015) die Jugendarbeit mit bewundernswerter Offenheit den vielen jungen Geflüchteten entgegenkam. Wie dann im Jahr 2016 der Gegenwind in der Gesellschaft wieder etwas frostiger wurde und Jugendarbeit es auch ganz viel mit den Themen Hate Speech, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zutun bekam. Viel Platz haben auch die neuen Projekten und Initiativen der unterfränkischen Jugendarbeit, etwa der Expert*innenpool Fluchtperspektive,  das Qualifzierungsangebot „Lautstärker“ und natürlich die neue Fachstelle Jugendarbeit & Migration, die eine von sechs Fachstellen in Bayern ist und das Thema Flucht weiterhin in und an die Jugendarbeit bringt.  

Flüchtlinge machen Kino

Nur noch bis Morgen, den 9. Dezember läuft Kino-Asyl. Das Filmfestival zeigt verschiedene Filme aus den Herkunftsländern junger Flüchtlinge. Mit Unterstützung durch das Medienzentrum München und weiteren Trägern, haben die Geflüchteten das Programm eigenständig ausgewählt und organisiert. Im Juni haben wir bereits ein Vorabinterview mit dem medienpädagogischen Referenten des Medienzentrums Münchens, Thomas Kupser, geführt. Am 9. Dezember läuft zum Beispiel noch Aminata, ein Film aus Sierra Leone im Maxim-Kino in München.

© Foto | Zawish, Amar, Kumail, Yosef

Einblicke: Ein juna-Fotoprojekt

Wenn es um Menschen geht, insbesondere um junge Flüchtlinge, sollte nicht in erster Linie über sie gesprochen werden, sondern vor allem sollten sie selbst zu Wort kommen: Die juna #3.15,  die Zeitschrift des Bayerischen Jugendrings (BJR) hat für ihre vergangene Ausgabe junge Flüchtlinge in Bayern gebeten, ihr Leben hier und heute schlaglichtartig mit einer Kamera zu dokumentieren. In bewusster analoger Bildauswahl statt digitaler Schnappschuss-Gleichförmigkeit. Individuell und spannend beantworteten die vier grundsätzliche Fragen wie „Was geschieht gerade in meinem Leben?“, „Was ist mir wichtig?“, „Was gefällt mir, was nicht?“. Die Bilder vermitteln Eindrücke ganz unmittelbar, außerdem rückt das Medium Foto eventuelle Sprachschwierigkeiten in den Hintergrund. Und beim späteren gemeinsamen Betrachten kommt man dann ganz von selbst ins Gespräch. „Es ist schön hier, aber auch langweilig“ Die Geschwister Kumail, 15, und Zawish, 14, leben mit ihrer Mutter Maryam und ihrer Tante Suneira in einem ehemaligen Bauernhaus. Die Unterkunft im ersten Stock teilen sie sich mit einer weiteren Flüchtlingsfamilie, unten wohnen die Vermieter. Das gartenumgebene Haus befindet sich im Süden von München – ein ländliches Idyll, aber für …