Alle Artikel mit dem Schlagwort: BJR

Mitanand feiern!

Flüchtlinge werden Freunde feiern das Mitanand Open Air, am Samstag, den 9. September. Wir wollen das Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings damit noch bekannter machen, zeigen was in der Jugendarbeit bereits läuft und ein klares Zeichen setzen. Junge Geflüchtete sind hier bei uns angekommen – in der Jugendarbeit und in Bayern – und sie wollen hier zu Hause sein. Andi Klenk organisiert die Veranstaltung. Wir haben uns vorab mit ihm unterhalten: Wer bist Du und was machst Du beim Bayerischen Jugendring? Ich heiße Andi Klenk und bin Projektleiter für das Mitanand Open Air. Für den Bayerischen Jugendring arbeite ich nicht fest, sondern bin für die Zeit der Planung und Durchführung des Festivals engagiert worden. Ich bin seit vielen Jahren im Konzert- und Festivalbereich unterwegs und habe mit ganz verschiedenen tollen Menschen ganz unterschiedliche und immer sehr schöne Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Ich bin als fester Mitarbeiter bei der Musikzentrale Nürnberg und zudem mit meiner Agentur ERICH&ERNA selbstständiger Konzert- und Festivalveranstalter. Jetzt freue ich mich aber sehr, das Mitanand machen zu dürfen. © Andi Klenk Warum …

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

Mehr Austausch gewünscht

Grenzenlos ist eine offene Jugendgruppe der djo-Deutsche Jugend in Europa  für geflüchtete junge Menschen, die in Lindau am Bodensee ihr neues Zuhause gefunden haben. Den Namen haben sich die Jugendlichen selbst überlegt.  Er steht dafür, dass man durch Gemeinschaft Grenzen überwinden kann. Bevor 2015 sehr viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, gab es kaum ehrenamtliche Initiativen in diesem Bereich. Daher hatten die Jugendlichen nur wenige Freizeitmöglichkeiten in Lindau am Bodensee. Einige junge Studentinnen, die sich in der dortigen Flüchtlingshilfe engagierten, gründeten 2012 die djo Jugendgruppe „Grenzenlos“. Heute setzt sie sich verstärkt für die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe der Jugendlichen ein. Gemeinsam lernen und lachen Als 2015 viele Jugendliche zu uns nach Deutschland fanden, von denen viele ohne ihre Eltern unterwegs waren, kamen zahlreiche offene, motivierte und lebensfrohe junge Menschen, die die Gruppe zu dem machten, was sie heute ist: ein Rahmen, in dem alle Mitglieder sie selbst sein und ihre Kultur ausleben können. Es wird gemeinsam gelernt, gelacht und diskutiert. Es entstehen Ideen für neue Projekte. Im Laufe der Zeit haben die Mitglieder gewechselt, da sich …

Methoden internationaler Jugendarbeit

Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten ist immer internationale Jugendarbeit – das ist eigentlich nur logisch. Doch klar ist auch, Jugendarbeit mit jungen Geflüchten braucht Unterstützung, manchmal auch einfach nur im Methoden-Handwerk. Die IJAB – Fachstelle für internationale Jugendarbeit hat jetzt ein Methodenhandbuch herausgegeben, in der sie Methoden, speziell für die Arbeit mit jungen Geflüchteten herausgearbeitet hat. Manche davon erstmal für die eigene Sensibilisierung. Wie etwa das Rassismus-Barometer, in der zwei Ecken des Raumes zu Rassismus-Polen (gar nicht rassistisch/super rassistisch) definiert werden. Die Teilnehmenden bekommen verschiedene Fälle vorgelesen und die Aufgabe sich im Raum dementsprechend zu verteilen. Werbekampagnen, Sprichwörter, Karikaturen etc. kommen zum Einsatz und zeigen wie vielschichtig das Phänomen Rassismus ist. Leider! Prädikat: Lohnt sich, regt zu Diskussionen an und zerrt an den eigenen Bildern im Kopf. Die ganze Broschüre mit noch mehr spannenden und v.a. hilfreichen Methoden kann man hier downloaden und hier bestellen.

Was Omran sagt – oder: es ist kompliziert…

Auf der NEU:DENK 2017 am 3. und 4. Februar wurde viel gedacht, diskutiert, konzipiert, Visionen und Forderungen entworfen. Fachkräfte und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten brachten ihre Ideen mit. Omran Kassem, 18-jähriger Berufsschüler aus Nürnberg, hat in Vorbereitung auf die NEU:DENK Freund/-innen und Mitschüler/-innen zu ihrer Lebenssituation, ihren Problemen und Wünschen befragt und die Ergebnisse schriftlich zusammengefasst. Dies ist das Ergebnis: ein persönlicher, authentischer, optimistischer Blick auf die Lebenslagen von jungen Geflüchteten in diesem Land und eine klare Einschätzung, was wünschenswert wäre: Den Leuten Zugang zu den Sprachkursen ermöglichen in dem Moment, in dem sie in Deutschland ankommen, und nicht erst, wenn sie die Aufenthaltserlaubnis bekommen. Die Flüchtlinge sind nicht zufrieden, wenn sie Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen. Sie wollen selbständig und unabhängig sein! Die Flüchtlinge sind nicht zufrieden, wenn sie Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen und wollen selbständig und unabhängig sein. Sie können auch vorteilhaft für die Wirtschaft sein. Sie können die wirtschaftlichen Leistungen verbessern, da man mit ihnen viele Arbeitsplätze besetzen kann. Zudem ist es doch sowieso viel zu …

© JDAV | Jugend Omega

Vom Begegnungswochenende zur Jugendgruppe

Schlittenfahren, Skifahren, Schlittschuhfahren, Hüttenschuhe nähen; das sind nur einige vielversprechende Programmpunkte der neu gegründeteten Jugend Omega der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV). Alle zwei Wochen treffen sich Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund, um gemeinsam in die Berge zu gehen, zu Bouldern oder einfach zusammen einen Spieleabend zu verbringen. Selber machen lassen! „Ziel ist, dass vor allem die Geflüchteten selber zum Motivationsmotor werden, indem sie aktiv in der Gruppenleitung werden und sich gemeinsam mit nicht Geflüchteten austauschen können,“ sagt der Bildungsreferent der JDAV Jugend Andreas Geiss zu dem neuen Angebot. „Hier können Jugendliche gemeinsam Verantwortung übernehmen, eigene Angebote zusammenstellen und damit mehr in die Verantwortung gehen – wie bei allen anderen Jugendgruppen eben auch. Und natürlich steht der Spaß mit im Vordergrund!“ An den Gruppenabenden können alle auch ohne DAV-Mitgliedschaft teilnehmen. Wer in den Genuss des Freizeitprogramms kommen möchte, etwa Skifahren oder Wandern will, muss DAV-Mitglied werden. Allerdings können Geflüchtete mit der Kopie ihres Aufenhaltstatus die Mitgliedschaft umsonst bekommen. Aus einem Begegnungswochenenende zur Jugendgruppe Entstanden ist der Zusammenschluss aus einem Begegnungswochenende im Mai 2016. Von …

Junge Geflüchtete wollen partizipieren…

… bestätigt und stärkt Matthias Fack, BJR-Präsident die Wünsche und Forderungen der Teilnehmer/-innen der NEU:DENK2017. Welche Forderungen die Geflüchteten und Praktiker/-innen der Jugendarbeit konkret forumuliert haben, ist auch in der Pressemitteilung zur NEU:DENK2017 nachzulesen. Neudenken mit BJR-Präsident Matthias Fack: Junge Geflüchtete wollen sich einbringen from Bayerischer Jugendring on Vimeo.  

Das war sie….

Eine Woche im Zeichen der Menschenrechte. Das war unser Motto in der vergangenen Woche. Wir haben noch einmal zusammengefasst, was uns bewegt hat. Außerdem haben wir noch ein paar weiterführende Links versteckt, etwa zum Online-Kurs Menschenrechte von Amnesty International,  zum No Hate Speech-Movement, der Kampagne des Europarats gegen Hassreden im Netz und natürlich zu all unseren Beiträgen und zu unserer Pressemitteilung Gemeinsam gegen den Hass. Jugendarbeit für Menschenrechte. Alle unsere Beiträge haben wir auch noch hier zusammengefasst: [View the story „Woche der Menschenrechte“ on Storify]

Jugendarbeit in der Postmigration

Denkanstöße aus Sicht der außerschulischen (Jugend-)Bildung Menschenrechtsbasierte Jugendarbeit oder menschenrechtsorientierte Jugendbildung ist auch Thema der Jugendbildungsstätten. Hier geht es um den Gewinn von Handlungskompetenz in einer vielfältiger werdenden Gesellschaft, aber auch um Differenzierungen von Konfliktfeldern mit Jugendlichen und der Bedeutung von Selbstreflexion. Was genau darunter zu verstehen ist, und was Postmigration damit zutun hat, erklärt der Bildungsreferent Christian-Friedrich Lohe von der Europäischen Jugendbildungsstätte: Am internationalen „Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember 2013 verkündete der damals amtierende amerikanische Präsident Barak Obama: „Vor 65 Jahren kamen Delegierte aus der ganzen Welt zusammen, um die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu verabschieden und damit die Vorstellung zurückzuweisen, die Sehnsüchte des Einzelnen hätten sich den Launen von Tyrannen und Kaiserreichen unterzuordnen, und das Recht jedes Einzelnen auf Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit vor dem Gesetz zu bekräftigen. Am Tag der Menschenrechte und in der Woche der Menschenrechte sind wir nicht nur entschlossen, diese Ideale zu würdigen, sondern auch, uns in unserer Zeit für sie einzusetzen.“ Drei Jahre später lässt sich mit einem Blick in die Tagespresse festhalten, dass hier noch großer …

Freiheit, die ich meine

Von Gedanken-, Gewissens-, Rede-, Meinungs- und Glaubensfreiheit ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Rede, auch vom Recht auf Freiheit von Furcht und Not. Die Millionen von Menschen, die zur Zeit auf der Flucht sind, nehmen dieses Recht für sich in Anspruch. Sie wollen an einem Ort leben, an dem sie frei sind von Furcht und Not, an dem sie ihre Meinung frei äußern, ihre Religion selbstverständlich leben können. Sie kommen zu uns. Und auch hier sind ihre Grundfreiheiten eingeschränkt: die Freiheit, zu entscheiden, wo und wie man wohnen will, welchen Beruf man ergreift, die Freiheit, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen – für Geflüchtete gibt es viele Hürden. Auch Alltagsdiskriminierung zählt dazu, auch sie beschneidet die Freiheit des Einzelnen in ganz praktischen Dingen. Mit diesen Erfahrungen von Diskriminierung und Beschränkung– in den Herkunftsländern und in Deutschland – kommen junge Geflüchtete in der Jugendarbeit an. Mit ihrem demokratischen Grundverständnis kann die Jugendarbeit der erste Ort sein, der ihnen die Freiheit anbietet, sie selbst zu sein. Die eigene Meinung frei zu äußern, sich …