Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beschluss

Frauen auf der Flucht

Mädchen, junge Frauen und überhaupt Frauen, die fliehen,  gelten als eine besondere Risikogruppe. Sie sind oft von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen (das reicht von Grenzverletzungen bis sexuellen Übergriffen) und haben auch oft sehr spezifische Fluchtgründe, dazu zählt furchtbarerweise, dass systematische Vergewaltigungen als Kriegswaffe eingesetzt werden. Die Delegierten der 154. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings haben deswegen zuletzt ein ganzes Paket an Forderungen entworfen, um die Situation von  Mädchen und Frauen  zu verbessern. Hier Auszüge der Forderungen, die vor allem die Verantwortung der EU deutlich machen. Ausgang: Fluchtursachen sind auch geschlechtsspezifisch […] Insbesondere Mädchen und Frauen erleben auf der Flucht häufig geschlechtsspezifische Gewalt und Entwurzelung. Sie sind sowohl in den Herkunftsländern als auch auf der Flucht selbst sowie in den Ankunftsländern zahlreichen Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt. Darüber hinaus sind sie von speziellen Fluchtgründen betroffen. Dazu gehören beispielsweise (massive) sexualisierte, geschlechtsbezogene Gewalt und systematische Vergewaltigung, die nach wie vor als Kriegswaffen eingesetzt werden, außerdem zählen hierzu auch Genitalverstümmelung, Zwangsheirat oder Ehrenmorde. Allerdings wird die geschlechtsspezifische Verfolgung nach wie vor allzu oft im europäischen Asylverfahren nicht anerkannt. Hier besteht dringender …

Worte schaffen Wirklichkeit

Die Delegierten der 152. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings forderten einen Perspektivwechsel in der Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und machten sich stark für die gesellschaftliche Teilhabe von jungen Geflüchteten. Wir haben hier nochmal wichtige Zitate aus dem Beschluss „Für ein Klima der Menschenfreundlichkeit“ gelistet. Der ganze Beschluss zum Nachlesen.  Wir wollen nicht mehr von Problemen sprechen, sondern von Herausforderungen, die es zu meistern gilt, und von Chancen, die wir gestalten können. Wir wollen keine Debatten mehr darüber ob wir uns eine vielfältige Gesellschaft leisten können. Sie ist Realität und muss als solche anerkannt werden. Worte schaffen Wirklichkeiten. Deshalb wollen wir, dass die Worte genutzt werden, die die Wirklichkeit schaffen, in der wir leben wollen. Und die Mut machen, diese auch zu gestalten. Solange Politik weiterhin Sprachbilder produziert, die von negativen Stereotypen und Ausgrenzung geprägt sind und diese Haltung in Gesetze gießt, hat Gesellschaft keine Chance, anders zu sprechen. Wir fordern, dass die Verwendung der Begriffe „gute Bleibeperspektive“ und „schlechte Bleibeperspektive“ aufgegeben wird. Wir fordern, die Einstufung von Ländern als „sichere Herkunftsstaaten“ aufzugeben. Wir fordern, dass …

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Beschluss: Gleichberechtigte Teilhabe

Seit Jahren hat der Bayerische Jugendring Position bezogen, wenn es um die Integration von und die Arbeit mit jungen Geflüchteten geht. Denn noch immer spielen ausgrenzende Mechanismen eine große Rolle im Leben junger Menschen mit Migrationshintergrund. Die Delegierten des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings haben daher einen aktuellen Beschluss zur gleichberechtigten Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gefasst. Er beinhaltet den Auftrag, politisch-strategische Forderungen zu Themenbereichen wie Medien, Rechtsstatus, Wahlrecht, Ausbildungs-und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, formelle und informelle Partizipationsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Positionierung soll dem Hauptausschuss auf seiner nächsten Sitzung im Oktober 2016 vorgelegt werden. Der Prozess wird begleitet von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des BJR-Landesvorstands.

Menschenwürdige Unterkünfte

Der BJR setzt sich  dafür ein, Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Der Hauptausschuss im Oktober 2014 stimmte zu,  Räume der Jugendarbeit unter bestimmten Voraussetzungen für Flüchtlinge zu öffnen. Eine veränderte Nutzung und deren Auswirkungen sind jedoch im Einzellfall zu prüfen. Der Beschluss „Nutzung von Einrichtungen der Jugendarbeit zur Unterbringung von Flüchtlingen“ zum Nachlesen. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17.-19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.

Geschichten der Verzweiflung

Keine Flucht erfolgt ohne Grund. Denn Fluchtgeschichten haben einen Menschen im Mittelpunkt. Einen Menschen, der vor Krieg und Gewalt flüchtet. Vor Diskriminierung, Verfolgung, Unterdrückung oder schweren Menschenrechtsverletzungen. Es sind Geschichten der Verzweiflung, die mit Hoffnung verbunden sind. Der Hoffnung hier neue Perspektiven zu finden. Doch oft überwiegt das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Auf Vorurteile zu stoßen, als „fremd“ wahrgenommen zu werden. Dagegen fordert der Beschluss „Willkommen in Bayern!?“, Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, die hier Schutz suchen. Ihnen die Hand zu reichen und einen jugendpolitischen Beitrag zur „Willkommenskultur“ zu leisten. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in …

Abschiebung humaner gestalten

Im Herbst 2014 war auch der Umgang mit der Anerkennungs- und Abschiebepraxis der Bayerischen Staatsregierung ein Thema beim Hauptausschuss. Dabei wurden verschiedene politische Forderungen an die Bayerische Staatsregierung und an die Regierungen in den Bezirken vorgetragen. Forderungen waren u.a. – eine menschen- bzw. jugendfreundliche Umsetzung des § 60 Abs. 1 AufenthG zur Sicherstellung von Abschiebungsverboten, – der sofortige Stopp der Abschiebung von Kindern und Jugendlichen in unsichere Herkunftsländer, – eine Anhebung der aufenthalts- und asylrechtlichen Verfahrensfähigkeit Minderjähriger im Ausländerrecht vom 16. auf das 18. Lebensjahr sowie – eine Ausnahmeregelung der sicheren Drittenstaatenregelung für verfolgte Bevölkerungsgruppen (wie z. B. Sinti und Roma) zur Sicherstellung eines offenen und fairen Asylverfahrens. Alle Forderungen des Beschlusses „Änderung der Anerkennungs- und Abschiebepraxis von Flüchtlingen“ zum Nachlesen. Der Beschluss wurde vom 145. Hauptausschuss des BJR getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 145. Hauptausschuss tagte vom 17. bis 19. Oktober 2014 im Jugendinstitut in Gauting. Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände …

Kern des Aktionsprogramms

Ein Wegweiser des Aktionsprogramms war der Beschluss „Flüchtlinge brauchen Freunde“ des  Hauptausschuss im Frühjahr 2014 auf der Burg Feuerstein. Viele jungen Menschen kommen als Flüchtlinge in Bayern an. Sie suchen nach einer Perspektive für ein friedliches und menschenwürdiges Leben und stoßen auf neue Herausforderungen: Gemeinschaftsunterkünfte, eine strenge Asylgesetzgebung und auf Teile der Bevölkerung, die ihre Stereotypen pflegen und sich auf nichts „neues“ einlassen. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, dass auch die Jugendarbeit einen Beitrag dazu leisten kann und will, die Lebensbedingungen von jungen Flüchtlingen zu verbessern. Dieser Beschluss ist die Initialzündung des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Eines Programms, das die Jugendarbeit befähigen und vor allem unterstützen will, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen.  Aus dem Titel „Flüchtlinge brauchen Freunde“ wurde  „Flüchtlinge werden Freunde“  – ein optimistischer und klarer Appel von und an die Jugendarbeit. Und natürlich ist darin auch enthalten, dass Freundschaft nicht von heute auf morgen gelingt, sondern vor allem lohnenswerte Vertrauensarbeit ist, in der „Fremde“ zu Freund/-innen werden können. Der Beschluss wurde vom 144. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er …