Sich trauen über Sexualität zu sprechen

Qualifizierungen, Workshops, Fortbildungen; auch das sind Angebote der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten und des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde. Denn nur wer sich auch thematisch und inhaltlich mit dem weiten Thema Flucht auseinandersetzt, kann in der Jugendarbeit passende Angebote machen oder die Jugendarbeit hier beraten. Für viele ein verzwicktes und nicht ganz so einfach: das Sprechen über Sexualität. Unsere Projektregion, der Stadtjugendring Augsburg hat dazu einen Workshop angeboten, den wir gerne unterstützt haben. Hier veröffentlichen wir ihre Pressemitteilung dazu.

Umgang mit „Sexualität und Flucht“: Ein Workshop zum Abbau von Berührungsängsten und Verschlossenheit

Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich ehrenamtlich Aktive am Samstag, 14. Oktober 2017, im Rahmen des Workshops „Sexualität und Flucht“, der vom Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ gefördert wurde. Im Jugendhaus kosmos des Stadtjugendring Augsburg (SJR) gestalteten zwei Teamende der Initiative Intersektionale Pädagogik (kurz I-PÄD), einen Nachmittag voll Diskussion und Reflexion.

Mut zu heiklen Themen?

In der Arbeit mit jungen Menschen gibt es wohl kaum ein heikleres und intimeres Thema als Sexualität. Egal ob im Verein, der Jugendorganisation oder in Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit: Beim Thema „Sexualität“ stößt man oft auf Berührungsängste oder Verschlossenheit und es stellt sich die Frage, wie ein Zugang hergestellt und Raum für Gespräche und Diskussionen geschaffen werden kann. Der Workshop zielte darauf ab, die Teilnehmenden für den Umgang mit Jugendlichen zu sensibilisieren und Strategien zu erarbeiten, die einen offenen Umgang ermöglichen. Durch die Thematisierung und Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität wurden Konzepte erarbeitet, wie ein Zugang zu den Jugendlichen sowie ein Bewusstsein für die komplexen Identitäten von Jugendlichen mit- und ohne Fluchterfahrung, geschaffen werden kann. Am Ende dieses langen Tages waren alle Teilnehmenden motiviert und inspiriert für ihre Arbeit mit jungen Geflüchteten.