Mädchen brauchen eigene Räume

Vergewaltigung, Genitalverstümmelung oder Zwangsverheiratung sind nur einige Beispiele warum sich Mädchen und junge Frauen entschließen aus ihrem Heimatland zu fliehen. 30 Prozent der geflüchteten Kinder und Jugendlichen sind junge Frauen und Mädchen. Der Verein BAG Mädchenpolitik fordert jetzt in einem Statement, dass Mädchen und Frauen, die fliehen, einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Gerade Mädchen, die mit ihrer Familie fliehen und in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht werden, würden in ihren Bedürfnissen oft nur unzureichend unterstützt. Hinzu komme, nicht nur der Mangel an Privatsphäre oder das Fehlen von Räumen für Mädchen und Frauen, dass das das Leben in der Unterkunft komplex und schwierig mache (In einigen Einrichtungen gibt es zum Beispiel nur Gemeinschaftsduschen, manche Frauen trauen sich nicht in die Küche zum kochen). Auch schirmen manche Familie aus Sorge die Mädchen von ihrer sozialen Umgebung ab. Aus diesem Grund fordert die BAG Mädchenpolitik e.V., zusammen mit der BAG Evangelische Jugendsozialarbeit niedrigschwellige und mädchengerechte Zugänge zu Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen:

  • im Asylverfahren: eine schnelle und unkomplizierte Familienzusammenführung
  • Wohnen und Unterbringung: Etablierung von geschlechtshomogenen Räumen, Gewährleistung von Mobilität
  • Einführung geschlechtssensibler Handlungsansätze: qualifizierte Angebote durch weibliche Fachkräfte, muttersprachliche Therapeutinnen und Übersetzerinnen
  • Aufenthaltsperspektiven schaffen: Zugang zu Sprachkursen, Eröffnen von geschlechtersensiblen praxisgerechten Angeboten in der Jugendberufshilfe

Die Forderungen der BAG komplett nachlesen.