Hindernisse überwinden und sich ein Herz fassen…

So oder so ähnlich könnte man die Antworten auf unsere Foto-Challenge lesen. Wir sind  in den letzten Monaten auf Menschen in der Jugendarbeit zugegangen und haben sie um ein kurzes Foto gebeten. Am Rande von Vernetzungstreffen oder Fachveranstaltungen haben wir Fachkräfte, Engagierte aus der Jugendarbeit, Mitarbeiter/-innen aus unseren Projektregionen und junge Geflüchtete gebeten, ohne Worte eine Botschaft mit zu formulieren – nur durch ihre Körperhaltung oder eben auch durch den Einsatz von Hilfsmitteln (Lebkuchenherzen waren erlaubt!).

Um der Sprachlosigkeit zu entfliehen, die uns alle in diesem Arbeitsfeld manchmal einholt, wenn es schwierig oder anstrengend wird. Und um daran zu erinnern, dass es sich lohnt dranzubleiben und weiterzumachen. Denn gerade in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten braucht man neben dem Herz am richtigen Fleck viel Geduld, Ausdauer und ein dickes Fell. Nicht immer läuft es nach Plan. Vielleicht funktioniert ein Angebot nicht gleich, es gibt Verständigungsprobleme, die interkulturelle Öffnung könnte noch ein wenig Anschub vertragen oder besonders hart: liebgewonnene Jugendliche erhalten eine negative Asylentscheidung oder gar einen Abschiebebescheid.

Gemeinsam wider die Sprach- und Mutlosigkeit

Das kann einen sprachlos und mutlos machen. Manchmal geht dann leicht der Gedanke daran verloren, was Jugendarbeit leisten kann.  Zum Beispiel

Räume schaffen, in denen junge Geflüchtete auf Gleichgesinnte und Freund/-innen treffen

Räume zu schaffen, in denen junge Geflüchtete auf Gleichgesinnte und Freund/-innen treffen, ihren Interessen nachgehen können und vielleicht auch ihr Gedankenkarrusell kurz runter drehen können. Keine bescheidene Leistung all derjenigen, die sich hier ehrenamtlich oder hauptamtlich für ein Miteinander einsetzen.

Hier präsentieren wir euch die ersten Botschaften – und freuen uns, wenn ihr ebenfalls mitmacht. Die Spielregeln sind ganz einfach:

ihr fotografiert eine unserer Fragen (oder formuliert eine neu) und macht ein Foto, das die Frage beantwortet. Wir stellen sie dann auf unseren Blog und auf Facebook. Details im unteren Abschnitt. Danke an alle hier Abgebildeten fürs Mitmachen!

 

© Heimaten-Jugend

Wie fühlt sich Jugendarbeit eigentlich an?, fragte sich Yanet auf der Vorstandskonferenz der Heimaten-Jugend.

© Heimaten-Jugend

Die Fotos sind am 3. März auf der Vorstandsklausur von Heimaten-Jugend in Dachau entstanden.

„Was klappt besonders gut in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten?“ Das haben wir Fabian Müller, KJR Nürnberger Land, beim Vernetzungstreffen der Projektregionen im  März 2017 gefragt….

Hier zusammen mit Sandra Härtl, Projektmitarbeiterin des KJR Nürnberger Land für das Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde

© BJR

Was brauchen junge Geflüchtete am meisten?, fragte sich Andre Gersdorf, der Vorsitzende des Bezirksjugendrings Oberbayern am Rande des 150. Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings.

© BJR

Die Antwort gibt Andre Gersdorf zusammen mit Simon Haagen, Leiter der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck

Ihr möchtet mitmachen?

Folgende Fragen haben wir unseren Fotomodellen zur Inspiration und Auswahl überlassen:

  • Was braucht man besonders in der Jugendarbeit mit Geflüchteten? (Welche Fähigkeiten, Eigenschaften, …)
  • Was ist besonders schwierig in der Jugendarbeit mit Geflüchteten?
  • Was ist besonders schön an der Jugendarbeit mit Geflüchteten? (was klappt gut)
  • Was ist dein stärkstes Gefühl im Zusammenhang mit deinen Projekten mit Geflüchteten? (glücklich, fröhlich, angestrengt, wütend, …)

Fragen, die sich direkt an junge Geflüchtete richten, könnten zum Beispiel sein:

  • Was ist für dich das Beste an Jugendarbeit?
  • Wie fühlt sich Jugendarbeit für dich an?
  • Was macht dir in der Jugendarbeit am meisten Freude / Spaß?

Selbstverständlich könnt ihr eure Fragen auch weiterdrehen. Für Fotos, die hier veröffentlich werden, brauchen wir dann die Frage und den Namen der Abgebildeten. Und dann einfach E-Mail an jaeckel.julia@bjr.de