„Flüchtlinge werden Freunde“ – Bausteine

© Foto / BJR

Der BJR setzt sich seit seiner Gründung für die Belange aller jungen Menschen in Bayern ein, unabhängig von ihrer Herkunft. Die Jugendarbeit addressiert damit explizit auch Jugendliche mit Migrationshintergrund und geflüchtete Jugendliche. Eine Grundintention des BJR ist es, die Gesellschaft gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zu stärken, was gerade in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten zunehmend wichtig wird. Das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ folgt diesem Selbstverständnis.

Kontext: Integration ist seit 30 Jahren Thema im BJR

Seit über dreißig Jahren ist Integration ein Schwerpunktthema des BJR, das zeigt sich in verschiedenen Projekten, zum Beispiel: „Multi Action – aber wie“ und dem Nachfolgeprogramm „Go together“. Seit etwa 10 Jahren ist das Fachprogramm Integration fest im BJR verankert.

Hier werden Projekte gefördert, die auf die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zielen.

Hier werden Projekte gefördert, die auf die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zielen. Das Fachprogramm Integration wurde über Mittel des Aktionsprogramms aufgestockt. Dass Integration im BJR ernst genommen wird, zeigt sich institutionell in der Kommission Integration, die dem Hauptausschuss beratend zur Seite steht.

Junge Geflüchtete als Zielgruppe

Das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ besteht seit Herbst 2015; es zielt darauf junge Geflüchtete in die bayerischen Jugendarbeit zu integrieren und die Jugendarbeit entsprechend zu qualifizieren. Hervorgegangen ist es aus einer intensiven Befassung des BJR mit dem Themenfeld Flucht und Asyl. Zahlreiche Beschlüsse des BJR sind dazu verabschiedet worden.

Praxis

Ein erklärtes Ziel des Aktionsprogramms ist es, die Praxis der Jugendarbeit vor Ort in ganz Bayern zu unterstützen. Dies geschieht über die intensive Zusammenarbeit mit Projektregionen, durch das Fachprogramm Integration, eine Beratungsstelle zum Themenfeld Diskriminierung von Geflüchteten und Aktiven in der Flüchtlingsarbeit (etc.) sowie Projekten von Geflüchteten selbst.

Projektregionen

In jedem bayerischen Regierungsbezirk gibt es eine Anlaufstelle für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten. In einigen Regierungsbezirken haben sich mehrere Träger der Jugendarbeit zusammengeschlossen

Junge Geflüchtete

Das Aktionsprogramm richtet sich explizit an junge Geflüchtete. Sie sollen Teil des Programms werden und dieses mitgestalten.

Sie sollen Teil des Programms werden und dieses mitgestalten.

Dazu werden zum einen finanzielle Mittel bereit gehalten, die jungen Geflüchteten selber Treffen, Aktionen, Projekte mitfinanzieren sollen. Zudem gibt es eigene Mittel für die Unterstützung von Selbstorganisation von Geflüchteten. Es können bestehende Strukturen unterstützt werden oder neue Gruppen, etwa indem der BJR Informationsveranstaltungen fördert, Raummieten oder die Bereitstellung von Referent/-innen übernimmt.

Politik & Positionen. LV-AG „Flüchtlinge werden Freunde“

LV-AG

Die LV-AG „Flüchtlinge werden Freunde“ beim diskutieren

Das Thema Flucht ist ein Querschnittsthema, das sich durch alle Bereiche der Jugendarbeit zieht. Um den Landesvorstand als politische Vertretung des BJR zu unterstützen und zu beraten, wurde schon 2015 die Landesvorstands-Arbeitsgruppe „Flüchtlinge werden Freunde“ (kurz: LV-AG) gegründet. Die LV-AG trifft sich in regelmäßigen Abständen um über aktuelle Themenstellungen zu diskutieren und politische Positionen mit vorzubereiten. Die LV-AG besteht aus Expert/-innen der Jugendhilfe und der Jugendarbeit. Lena Ruckhäberle, die auch im Landesvorstand das Themenfeld Integration vertritt, leitet die LV-AG. Matthias Fack, BJR-Präsident ist ebenfalls Mitglied in der LV-AG.

Diskurs gestalten

Diskurs mitgestalten heißt auch Positionen zu formulieren, darzulegen, zu spiegeln und/oder zu vertreten. Dabei geht es darum, die Perspektive der Jugend und der jungen Geflüchteten einzunehmen. Eine Perspektive, die in gängigen Debatten oft zu kurz kommt. Jugendarbeit will als Partner im Integrationsprozess wahrgenommen werden. Auch wenn das Thema Flucht sehr dynamisch ist, bleibt die Konstante des BJR und das Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“, dass junge geflüchtete Menschen Zielgruppe der Jugendarbeit sind und von ihr vertreten werden.

Wer spricht? Nicht nur über Flüchtlinge sprechen

Auf dem Blog www.fluechtlinge-werden-Freunde.de werden Projekte und Aktionen der Jugendarbeit präsentiert, Hintergrundinformationen veröffentlicht und auf einer Bayernkarte wiederkehrende Projekte markiert. Auch Expertenmeinungen und Materialien für die Jugendarbeit finden hier ihren Platz. Die Vielfalt und Bandbreite der Jugendarbeit soll hier dargestellt werden, aber auch Ressource für die Jugendarbeit sein.

Leitsätze des Aktionsprogramm

Grundlegend für das Handeln und Agieren des Aktionsprogramms bleiben die folgenden Leitsätze:

  • Der Bayerische Jugendring versteht sich als Sprachrohr für junge Menschen in Bayern. Wir setzen uns deshalb für die Interessen und Rechte junger Flüchtlinge ein.
  • Junge Flüchtlinge sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Wir beteiligen sie aktiv bei der Durchführung des Aktionsprogramms.
  • Der Bayerische Jugendring unterstützt seine Mitgliedsorganisationen dabei, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen. Wir wollen die gesellschaftliche Teilhabe von jungen Flüchtlingen erreichen und stärken.

Das Team

Die Projektkoordinatorin
Manina Ott ist Ansprechpartnerin für das Themenfeld Flucht im Allgemeinen, speziell im Bereich Jugendarbeit. Für Rückfragen, Vorträge, Diskussionen steht die Projektkoordinatorin zur Verfügung. Sie ist zudem die Ansprechpartnerin in inhaltlichen und organisatorischen Fragen für die Projektregionen. Sie vertritt das Aktionsprogramm nach außen und berät die Jugendarbeit: ott.manina@bjr.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit kommuniziert die Inhalte von „Flüchtlinge werden Freunde“ nach außen und arbeitet eng mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BJR zusammen. Neben klassischer Pressearbeit stehen hier die Online-Redaktion des Blogs sowie die Betreuung der Social-Media-Kanäle, wie z.B. des Facebook-Auftritts im Vordergrund. Wer sein Projekt auf dem Blog oder auf der Karte wiederfinden möchte, kann sich an jaeckel.julia@bjr.de oder fleissner.karin@bjr.de wenden.