Kern des Aktionsprogramms

Ein Wegweiser des Aktionsprogramms war der Beschluss „Flüchtlinge brauchen Freunde“ des  Hauptausschuss im Frühjahr 2014 auf der Burg Feuerstein. Viele jungen Menschen kommen als Flüchtlinge in Bayern an. Sie suchen nach einer Perspektive für ein friedliches und menschenwürdiges Leben und stoßen auf neue Herausforderungen: Gemeinschaftsunterkünfte, eine strenge Asylgesetzgebung und auf Teile der Bevölkerung, die ihre Stereotypen pflegen und sich auf nichts „neues“ einlassen.

Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, dass auch die Jugendarbeit einen Beitrag dazu leisten kann und will, die Lebensbedingungen von jungen Flüchtlingen zu verbessern. Dieser Beschluss ist die Initialzündung des Aktionsprogramms „Flüchtlinge werden Freunde“. Eines Programms, das die Jugendarbeit befähigen und vor allem unterstützen will, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen.  Aus dem Titel „Flüchtlinge brauchen Freunde“ wurde  „Flüchtlinge werden Freunde“  – ein optimistischer und klarer Appel von und an die Jugendarbeit. Und natürlich ist darin auch enthalten, dass Freundschaft nicht von heute auf morgen gelingt, sondern vor allem lohnenswerte Vertrauensarbeit ist, in der „Fremde“ zu Freund/-innen werden können.

Der Beschluss wurde vom 144. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings getroffen. Der Hauptausschuss ist das höchste Gremium des BJR. Er diskutiert über grundlegende Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik. Der 144. Hauptausschuss tagte vom 21. bis zum 23. März 2014 auf der Burg Feuerstein.

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.