Alle Artikel in: Materialien und Publikationen

Drei Blüten vor blauem Himmel

Wir sind alle vielfältig – deal with it!

Jede/r von uns ist anders, hat unterschiedliche Erfahrungen, Hintergründe, Vorlieben und Bedürfnisse. Diese Vielfalt ist es, die uns alle eint. Schließlich haben wir alle Träume, brauchen Sicherheit, Akzeptanz, Liebe und möchten uns entwickeln. Unser Fokus ist jedoch (zu) oft auf die Unterschiede gerichtet – mit einer destruktiven Wirkung. Eine Alternative dazu bietet der Diversity-Ansatz. Elisa Skowron, Referentin Diversity und Projektbetreuung „Flüchtlinge werden Freunde“ des Kreisjugendrings München-Land hat ein Plädoyer verfasst, das aufzeigt, warum es unabdingbar ist, sich mit Diversity auseinanderzusetzen. Warum soll ich mich mit Diversity beschäftigen? Es geht auch ohne! Ja, natürlich geht es ohne den Diversity-Ansatz. Man muss sich dann aber die Frage stellen, welche Gruppen von Jugendlichen oder Kindern schließe ich dadurch aus? Wie professionell ist dann meine Arbeit? Trage ich dadurch ungewollt und unbewusst zur strukturellen Diskriminierung bei? Gesellschaftliche Vielfalt ist da – deal with it Alle Kinder und Jugendlichen sind einzigartig, sie unterscheiden sich durch ihr Aussehen, ihr biologisches und soziales Geschlecht, ihre physischen, psychischen und geistigen Fähigkeiten, ihre sexuelle Orientierung, ihre Herkunft und Sprache, ihre kulturellen und religiösen Wurzeln, …

© KJR München-Land

Im Garten der Vielfalt

Diversity Handbuch erschienen – Vielfalt wir kommen Wir sind alle einzigartig. Wir sind klein, groß, dick, dünn, männlich, weiblich, zwischendrin, mutig, ängstlich, laut, leise.  Kurz: wir sind vielfältig oder auch divers! Diversität oder auch Diversity bedeutet sich dieser Vielfalt bewusst zu sein, kompetent mit Unterschieden umgehen zu können und die Schablone in unserem Kopf auch mal auszuschalten. Denn Diversity heißt auch zu erkennen, dass manche Jugendliche mit Nachteilen zu kämpfen haben, etwas wenn sie einen Flucht- oder Migrationshintergrund haben. Der Kreisjugendring München-Land hat dazu ein Handbuch veröffentlicht, dass das Thema möglichst praktisch angehen will. Das Handbuch ist im Rahmen unseres Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde entstanden. Prädikat: Gehört in jeden Bücherschrank und auf jede Festplatte.

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

© Foto | Fluchtperspektive

Expert/-innen in eigener Sache

Junge Geflüchtete in die Jugendarbeit einbinden, sie mitnehmen, ihnen Angebote machen ist nur der erste Schritt. Junge Geflüchtete sind dann angekommen, wenn sie gehört werden, etwa wenn sie authentisch darüber sprechen, was es bedeutet in Deutschland als Jugendlicher anzukommen und sich erstmal fremd zu fühlen und auch als fremd wahrgenommen zu werden. Das Projekt Fluchtperspektive   der Jugendbildungsstätte Unterfranken ist so ein Projekt, das mächtig stolz und auch neugierig macht. Denn hier sind die Expert/-innen junge Geflüchtete, die Mitarbeiter/-innen der Jugendarbeit beraten und begleiten, etwa wenn es darum geht die eigenen Angebote für junge Geflüchtete zu öffnen. Sie bieten sich als  Referent/-innen an, die auf Fortbildungen, Fachtagungen und Workshop zur Arbeit mit jungen Geflüchteten sprechen. Den vollständigen Programmflyer gibt es hier zum Download. Fluchtperspektive wird unterstützt von Flüchtlinge werden Freunde, dem Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings.    

Welche Regeln gelten hier?

Willkommen in Deutschland – schön, dass Du da bist. So lautet eine Kapitelüberschrift des Wegbegleiter-Heftes für unbegleitete Minderjährige. Darin: Welche Rechte junge Geflüchtete haben, Basiswissen zu Jugendamt, Vormund und Betreuerin und wie Deutschland funktioniert. Ergänzt von ansprechenden Illustrationen und Begriffserklärungen. Herausgegeben vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. und Jugendliche ohne Grenzen. Prädikat: Ausdrucken oder online lesen. Voll  gut, voll wichtig.

© BJR

Ankommen und dann….

Mädchen und junge Frauen fliehen meistens mit einem Elternteil oder anderen Familienangehörigen, aber geschätzte zehn Prozent fliehen ohne jegliche Begleitung. Wie Mädchen und junge Frauen von der Jugendarbeit erreicht werden können, welche Informationen zu ihren Lebenslagen vorliegen, war Thema das Fachtages: „Ankommen und dann?“, der am 24. November 2016 in Augsburg stattgefunden hat. Jetzt ist die dazugehörige Dokumentation erschienen. Claudia Lechner, Referentin des Deutschen Jugendinstituts in München stellte ihre Forschung zu unbegleiteten und begleiteten minderjährigen Flüchtlingen vor und konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf die  Lebenslagen von geflüchteten Mädchen und Frauen. Heterogenität – das Leben und Ankommen ist nicht immer leicht Sie zeigte auf, dass die Situation sehr heterogen zu bewerten sei, weil es unter anderem auf die Familienkonstellationen (allein oder mit Angehörigen fliehen) und auch auf die spezifische Lebenssituation der Mädchen ankomme. Manche Mädchen würde sich z.B. gar nicht aus der Unterkunft trauen, andere berichten über Diskriminierungen und das Fehlen von Vertrauenspersonen. Manina Ott, Projektkoordinatorin von Flüchtlinge werden Freunde stellte im Anschluss das Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde vor mit besonderem Fokus auf Angebote für …

© Bezjr Unterfranken

Flüchtlinge sind Freunde…

…so lautet der vielversprechende Titel der Broschüre des Bezirksjugendrings Unterfranken, die verschiedene Praxisbeispiele aus der Region für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten bereithält. Es geht um die Power von integrativem Fußball, um Expert/-innen, die selbst Fluchthintergrund haben und die vielfältigen Möglichkeiten, die Jugendverbände gehen, um junge Geflüchtete einzubinden – etwa die THW-Jugend Unterfranken. Qualifizierung als Basisarbeit Denn auch wenn sich die bayerische Jugendarbeit durch eine große Offenheit und Motivation gegenüber jungen Geflüchteten auszeichnet, so sind doch manche verunsichert und abgeschreckt, wenn es an die konkrete Planung geht. Diese Unsicherheit zu überwinden, darum geht es im Themenbereich der Qualifizierung. „Hilfe, Haltung, Handwerkszeug“ nennen sich die vier verschiedenen Praxis-Impuls-Module der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Die dreitägigen Seminare thematisieren die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt und bieten Platz für den Austausch untereinander. Auch die eigene Befremdung oder auch Brille durch die wir die Welt sehen, wird thematisiert. Schließlich hat die eigene Einstellung und Haltung eine Schlüsselrolle. Projektregion von Flüchtlinge werden Freunde Der Bezirksjugendring Unterfranken ist eine Projektregion des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde und damit vom Bayerischen Jugendring gefördert. Sie ist …

© Foto | ANU

Umweltbildung mit jungen Geflüchteten

Umweltbildung mit jungen Geflüchteten, das klingt erstmal nachdem Klischee, die wissen ja nicht wie wir hier z.B. Wasser und Strom sparen! Die  –  das sind dann meistens die Anderen, die durch diesen Satz allein als fremd und seltsam entworfen werden, müssen sich dann anpassen und eben „lernen“ wie das hier geht. Doch das, was die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umwelbildung Landesverband Bayern e.V. (ANU) in ihrer Broschüre Bayern ist bunt als Best-Practice-Projekte vorstellt, zeigt das Umweltbildung ganz vielfältig sein kann und das alle Seiten davon profitieren. Gärtnern, werkeln, kochen, hüttenbauen sind nur einige Beispiele, die hier nachzulesen sind. Die Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und/oder mit der Jugendarbeit vor Ort, etwa das Projekt „Gemeinsam Boden gewinnen“, die in Zusammenarbeit mit der Jugendbegegnungsstätte am Tower geplant wurden oder das Wildniscamp am Falkenstein mit dem Kreisjugendring Freyung-Grafenau. Auch eine unserer Projektregionen von Flüchtlinge werden Freunde, nämlich der Kreisjugendring Straubing-Bogen ist mit zwei Beispielen dabei. In einem  erlebnispädagogisch ausgerichteten Sozialkompetenztraining in der Jugendbildungsstätte und dem Kloster Windberg haben 18 junge Flüchtlinge in mehreren Teilmodulen Kooperations-, Kommunikations- und …

Methoden internationaler Jugendarbeit

Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten ist immer internationale Jugendarbeit – das ist eigentlich nur logisch. Doch klar ist auch, Jugendarbeit mit jungen Geflüchten braucht Unterstützung, manchmal auch einfach nur im Methoden-Handwerk. Die IJAB – Fachstelle für internationale Jugendarbeit hat jetzt ein Methodenhandbuch herausgegeben, in der sie Methoden, speziell für die Arbeit mit jungen Geflüchteten herausgearbeitet hat. Manche davon erstmal für die eigene Sensibilisierung. Wie etwa das Rassismus-Barometer, in der zwei Ecken des Raumes zu Rassismus-Polen (gar nicht rassistisch/super rassistisch) definiert werden. Die Teilnehmenden bekommen verschiedene Fälle vorgelesen und die Aufgabe sich im Raum dementsprechend zu verteilen. Werbekampagnen, Sprichwörter, Karikaturen etc. kommen zum Einsatz und zeigen wie vielschichtig das Phänomen Rassismus ist. Leider! Prädikat: Lohnt sich, regt zu Diskussionen an und zerrt an den eigenen Bildern im Kopf. Die ganze Broschüre mit noch mehr spannenden und v.a. hilfreichen Methoden kann man hier downloaden und hier bestellen.

Rechtsextremistische Codes und Symbole

Das Hakenkreuz kennt noch jede/r, ein untrennbar mit dem Nationalsozialismus verbundenes Symbol, das obgleich verboten sein symbolisches Unwesen in der Öffentlichkeit treibt. Doch was ist mit all den anderen Zeichen und Codes? Die 88, die zweimal für den 8. Buchstaben im Alphabet steht und als Abkürzung für „Heil Hitler“ gilt oder die verschiedenen Marken, die rechtsextremistische Textilien verkaufen, etwa Thor Steinar, Troublemaker Germany oder Erik and Sons? Gruselig, was hier trotz klarer Gesetze u.a. gegen die Verbereitung verfassungsfeindlicher Organisationen immer noch geht. Gerade Migrant/-innen und Geflüchtete kennen nicht unbedingt die Bedeutung von Symbolen, die ihnen im Alltag begegnen. Im Rahmen des Projekts „Demokratie in Vielfalt“ ist jetzt ein mehrsprachiges Begleitheft entstanden, das Styles und Codes der rechten Szene auf relevante Sprachen, etwa Farsi, Arabisch, Polnisch und Russisch übersetzt. Die Broschüre findet sich hier zum Download.