Alle Artikel in: Materialien und Publikationen

© VCP

Mit Gemüse gegen Rechtspopulismus

Brokkoli, Aubergine und Kartoffel im Kampf gegen rechtspopulistisches Gedankengut – das gibt es in der Broschüre zur Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze“ des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – VCP. Entstanden ist das kleine Heftchen auf Grundlage des Beschlusses  „Auf gute Nachbarschaft“ der 46. Bundesversammlung, mit dem sich der VCP bewusst gegen jede Form von Diskriminierung und Rechtspopulismus stellt und dazu aufruft, aktiv, lautstark und friedlich Position gegen diesen gesellschaftlichen Trend zu beziehen. Die „Deutsche Pfadikartoffel“ verkörpert dabei als Maskottchen wie kein anderes Gemüse das stereotype Bild von Deutschen im Ausland – dabei kommt sie selbst ursprünglich aus Südamerika. Sie bringt durch ihre Nachfragen die Leser_innen  sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln und entlarvt rechtsextremistische Ideologien als Vorstellungen von Ungleichheit und Diskriminierung und rechtspopulistische Strategien als Hetze. Mehr zur Geschichte dieser Kampagne wird hier erzählt.

Drei Blüten vor blauem Himmel

Da blüht was! …auf diesem Leporello

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert,“ so war die Themenwoche auf diesem Blog überschrieben, in der im Juni 2017 verschiedene Autorinnen und Autoren furchtlos die die Herausforderungen in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten in den Blick nahmen. Es ging um Widerstände, um Gewissheiten, die vielleicht keine mehr sind, und darum, dass Jugendarbeit mit Geflüchteten immer wieder auch schwierig und frustrierend sein kann. Mit den Beiträgen zu dieser Themenwoche wollten wir den oft allzu einfachen Antworten auf komplexe Fragen die Mehrdimensionalität dieses Arbeitsfelds entgegensetzen. Und Mut machen, dran zu bleiben, Mut, sich selbst zu reflektieren. Die eigene Haltung, die eigene Sprache. Denn wenn es in der Jugendarbeit echte Offenheit, Begegnung auf Augenhöhe gibt, dann kann sie der Ort sein, an dem junge Geflüchtete Halt finden. Leporello gedruckt und digital – kostenfrei All diese Gedanken trägt das Leporello zur Themenwoche mit dem Titel „Da blüht was!“ zusammen. Es ist unterteilt in fünf DIN A6-Postkarten, an den Falzkanten perforiert und zerteilbar („Wurzeln geben Halt“ – „Beziehungsstatus: Es ist kompliziert…“ – „Heute geöffnet“ – „Manchmal tut es weh“ – „Da blüht …

Mitanand: Flyer

Erstmals feiert der Bayerische Jugendring ein Musikfestival. Viele Bands, zwei Bühnen und ein Rahmenprogramm von und mit der Jugendarbeit. Hier geht es zu unserem Flyer Gerne ausdrucken, dem oder der nächsten in die Hand drücken. Einen Packen ins Jugendzentrum legen. Einen Packen zur nächsten Veranstaltung mitnehmen. Und unbedingt weitersagen!

Drei Blüten vor blauem Himmel

Wir sind alle vielfältig – deal with it!

Jede/r von uns ist anders, hat unterschiedliche Erfahrungen, Hintergründe, Vorlieben und Bedürfnisse. Diese Vielfalt ist es, die uns alle eint. Schließlich haben wir alle Träume, brauchen Sicherheit, Akzeptanz, Liebe und möchten uns entwickeln. Unser Fokus ist jedoch (zu) oft auf die Unterschiede gerichtet – mit einer destruktiven Wirkung. Eine Alternative dazu bietet der Diversity-Ansatz. Elisa Skowron, Referentin Diversity und Projektbetreuung „Flüchtlinge werden Freunde“ des Kreisjugendrings München-Land hat ein Plädoyer verfasst, das aufzeigt, warum es unabdingbar ist, sich mit Diversity auseinanderzusetzen. Warum soll ich mich mit Diversity beschäftigen? Es geht auch ohne! Ja, natürlich geht es ohne den Diversity-Ansatz. Man muss sich dann aber die Frage stellen, welche Gruppen von Jugendlichen oder Kindern schließe ich dadurch aus? Wie professionell ist dann meine Arbeit? Trage ich dadurch ungewollt und unbewusst zur strukturellen Diskriminierung bei? Gesellschaftliche Vielfalt ist da – deal with it Alle Kinder und Jugendlichen sind einzigartig, sie unterscheiden sich durch ihr Aussehen, ihr biologisches und soziales Geschlecht, ihre physischen, psychischen und geistigen Fähigkeiten, ihre sexuelle Orientierung, ihre Herkunft und Sprache, ihre kulturellen und religiösen Wurzeln, …

© KJR München-Land

Im Garten der Vielfalt

Diversity Handbuch erschienen – Vielfalt wir kommen Wir sind alle einzigartig. Wir sind klein, groß, dick, dünn, männlich, weiblich, zwischendrin, mutig, ängstlich, laut, leise.  Kurz: wir sind vielfältig oder auch divers! Diversität oder auch Diversity bedeutet sich dieser Vielfalt bewusst zu sein, kompetent mit Unterschieden umgehen zu können und die Schablone in unserem Kopf auch mal auszuschalten. Denn Diversity heißt auch zu erkennen, dass manche Jugendliche mit Nachteilen zu kämpfen haben, etwas wenn sie einen Flucht- oder Migrationshintergrund haben. Der Kreisjugendring München-Land hat dazu ein Handbuch veröffentlicht, dass das Thema möglichst praktisch angehen will. Das Handbuch ist im Rahmen unseres Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde entstanden. Prädikat: Gehört in jeden Bücherschrank und auf jede Festplatte.

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

© Foto | Fluchtperspektive

Expert/-innen in eigener Sache

Junge Geflüchtete in die Jugendarbeit einbinden, sie mitnehmen, ihnen Angebote machen ist nur der erste Schritt. Junge Geflüchtete sind dann angekommen, wenn sie gehört werden, etwa wenn sie authentisch darüber sprechen, was es bedeutet in Deutschland als Jugendlicher anzukommen und sich erstmal fremd zu fühlen und auch als fremd wahrgenommen zu werden. Das Projekt Fluchtperspektive   der Jugendbildungsstätte Unterfranken ist so ein Projekt, das mächtig stolz und auch neugierig macht. Denn hier sind die Expert/-innen junge Geflüchtete, die Mitarbeiter/-innen der Jugendarbeit beraten und begleiten, etwa wenn es darum geht die eigenen Angebote für junge Geflüchtete zu öffnen. Sie bieten sich als  Referent/-innen an, die auf Fortbildungen, Fachtagungen und Workshop zur Arbeit mit jungen Geflüchteten sprechen. Den vollständigen Programmflyer gibt es hier zum Download. Fluchtperspektive wird unterstützt von Flüchtlinge werden Freunde, dem Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings.    

Welche Regeln gelten hier?

Willkommen in Deutschland – schön, dass Du da bist. So lautet eine Kapitelüberschrift des Wegbegleiter-Heftes für unbegleitete Minderjährige. Darin: Welche Rechte junge Geflüchtete haben, Basiswissen zu Jugendamt, Vormund und Betreuerin und wie Deutschland funktioniert. Ergänzt von ansprechenden Illustrationen und Begriffserklärungen. Herausgegeben vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. und Jugendliche ohne Grenzen. Prädikat: Ausdrucken oder online lesen. Voll  gut, voll wichtig.