Alle Artikel in: Aus den Projektregionen

Wir helfen einfach…

Auch Geflüchtete können sich ehrenamtlich engagieren. Warum das sinnvoll für alle Beteiligten sein kann, darum geht es im folgenden Artikel, den uns Götz Kolle vom referat grenzenlos der Jugendbildungsstätte Unterfranken zukommen hat lassen. Er ist Ergebnis einer Fokusgruppen-Diskussion mit zehn geflüchteten Ehrenamtlichen. Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung Jugendliche mit Fluchterfahrung sind oft bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren und zu helfen. Als Sprach- oder Kulturvermittler_in, als Helfer_in bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen usw.  Beweggründe ehrenamtllich aktiv zu werden, gibt es für Geflüchtete viele: Es sind persönliche Überzeugungen, die eigene Spiritualität oder Religion oder der Wunsch etwas zurückzugeben, weil  viele Geflüchtete mit ihrer Ankunft in Deutschland ehrenamtliches Engagement erlebt haben.  Das sind einige der Gründe, die Geflüchtete zum Ehrenamt motivieren. Einige waren auch schon in ihrem Heimatland und auch auf der Flucht ehrenamtlich aktiv und verfügten daher über einen großen Ehrfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen, den sie in ihrem Ehrenamt einbringen: „Als die Situation in Syrien langsam eskalierte, haben wir eine Gruppe von etwa 15 Leuten gegründet. Wir haben den Menschen geholfen indem wir jene, die durch den …

© SJR Coburg

Dann spielen die plötzlich Schach miteinander

Flüchtlinge werden Freunde gibt es seit 2015. Seitdem ist viel passiert, in der Jugendarbeit und in der Gesellschaft. Hier auf dem Blog sammeln wir die positiven Geschichten aus der Jugendarbeit mit Geflüchteten und machen weiter Mut, Freundschaften mit Menschen zu schließen, die es im Kaltland gerade besonders schwer haben. Wir beschreiben Beispiele aus der Jugendarbeit oder unterhalten uns mit Menschen, die hier gute Erfahrungen des Miteinanders gemacht haben. Etwa mit den Geschäftsführer_innen Oliver und Christine Völker des Stadtjugendrings Coburgs: Warum braucht es Jugendarbeit mit Geflüchteten? Oliver Völker: Ich finde die Frage müsste heißen, braucht es Jugendarbeit? Dieses Gesonderte gibt es bei uns nicht mehr, aber die Jugendarbeit ist so wichtig wie schon lange nicht mehr. Dieses Gesonderte gibt es bei uns nicht mehr, aber die Jugendarbeit ist so wichtig wie schon lange nicht mehr. Jugendliche stehen heute ganz anderen Herausforderungen gegenüber, gerade in der Schule und dem damit verbundenen Leistungsdruck. Die Jugendarbeit kann hier eine echte Alternative sein, die wieder Raum für das Eigene schafft und die Jugendlichen auch einfach mal machen lässt. Christine Völker: …

© KJR Nürnberg

Jugendarbeit ist eine Investition in die Zukunft

Jugendarbeit kann einen alternativen Raum anbieten. Auch und ganz besonders für Geflüchtete, die oft einem ganz anderen Stress-Level ausgesetzt sind als junge Menschen, die hier geboren sind. So ein Stress-Level kann auch dann entstehen, wenn man vielleicht gar nicht soviel tun kann, außer hoffen und warten. Dann dreht sich der Stress eben um die Zukunft: Kann ich hierbleiben? Bekomme ich Asyl? Was, wenn nicht? Was passiert, wenn ich 18 Jahre alt werde? Das sind Fragen, die die Jugendarbeit nicht unbedingt beantworten kann. Aber sie kann zuhören, zerstreuen und junge Menschen mit anderen jungen Menschen zusammenbringen. Was Jugendarbeit mit Geflüchteten noch alles leistet, darüber haben sich Bruni Schmidt, Geschäftsführerin KJR Nürnberger Land und Sandra Härtl, Projektmitarbeiterin Flüchtlinge werden Freunde unterhalten. Übrigens: Der KJR Nürnberger Land ist zusammen mit dem KJR Nürnberg Stadt unsere Projektregion Mittelfranken. Bruni Schmidt: Warum braucht es Jugendarbeit mit Geflüchteten? Sandra Härtl: Kinder und Jugendliche haben große Ressourcen, wenn es um Kontakt- und Beziehungsaufbau sowie Anpassung geht. Jugendarbeit bietet die Chance, diese Ressourcen zu nutzen und ein vorurteilsfreies Miteinander zu unterstützen, das zur …

© BJR

Auf eine Umarmung

Büşra Köse ist seit kurzem Projektmitarbeiterin für Flüchtlinge werden Freunde beim Stadtjugendring Augsburg in Schwaben. Sie berät die Jugendarbeit in Sachen Geflüchtete und ist Ansprechpartnerin für die Verbände vor Ort. Wir haben Sie auf einen kurzen Vorstellungs-Plausch in Augsburg getroffen. Was machst Du für Flüchtlinge werden Freunde beim SJR Augsburg? Büşra: Ich organisiere Veranstaltungen, die vor allem Begegnungsplattformen sein wollen, für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Das können entweder Bildungsveranstaltungen sein oder auch simple Sachen wie Kochen also non-formale, niederschwellige Bildung. Es geht eher um die emotionale Seite, schön wäre, wenn da Freundschaften entstehen und Vorurteile abgebaut werden. Kannst Du mit dem Slogan Flüchtlinge werden Freunde etwas anfangen. Hast Du da einen Zugang? Büşra: Ich find ihn ganz gut, weil er das Ziel unserer Arbeit zeigt. Es geht ja darum Barrieren runter zu brechen Es geht ja darum Barrieren runter zu brechen und nicht Parallel-Gesellschaften zu  „befördern“. Da sind ja manche in Sorge. Flüchtlinge werden Freunde sagt eben, dass man in unserer Gesellschaft willkommen ist, sich integrieren kann und das nicht nur als arbeitende Persönlichkeiten, …

Die Zukunft beginnt jetzt

Zwischenbilanz der Projektegion Niederbayern Flüchtlinge werden Freunde, das Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings wird im Jahr 2018 drei Jahre alt. Jahre, in denen sich die Jugendarbeit fit und stark für Geflüchtete gemacht. Zeit, in der Praxis ausprobiert, gewagt und sich etabliert hat. Besonders wichtig die Projektregionen, sie sind Knotenpunkte und Herzstücke der Jugendarbeit mit Geflüchteten. Sie sind dafür da, Wissen und Erfahrungen an die Jugendarbeit in Bayern weiterzugeben. Eine erste Zwischenbilanz hat jetzt die Projektregion Niederbayern gezogen. Hier sind der KJR Straubing-Bogen und die Kommunale Jugendarbeit Straubing aktiv. Richard Maier, kommunaler Jugendpflegegr fasst zusammen: Worum gings? Ziele waren die Qualifizierung der Fachkräfte in den Strukturen der Jugendarbeit sowie die Weiterbildung und Qualifizierung Ehrenamtlicher in den Jugendverbänden und Jugendringen für pädagogische Maßnahme mit und für junge Geflüchtete. Zudem ging es darum dezentrale Angebote zu schaffen und zu fördern. Folgende Angebote haben sich bewährt. Bunt kickt besser Ein super Beispiel für gelingende Integration ist das Projekt „Bunt kickt gut“. In der interkulturellen Straßenfußballliga kicken Kinder und Jugendliche.  Es gibt ein koninuerliches Ligasystem und an bis zu fünf Nachmittagen …

© KJR Nürnberg-Stadt

Offene Ohren und starke Netzwerke

Neues aus der Projektregion Nürnberg des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde: Beim Kreisjugendring Nürnberg-Stadt berät seit diesem Sommer Katarina Stein als pädagogische Mitarbeiterin zur Arbeit mit jungen Geflüchteten. Wer bist Du und was machst Du für Flüchtlinge werden Freunde? Mein Name ist Katarina Stein, ich bin 27 Jahre alt und seit Juli 2017 neue Mitarbeiterin beim Kreisjugendring Nürnberg-Stadt im Bereich „Jugendarbeit und junge Geflüchtete“. Für das Projekt Flüchtlinge werden Freunde bin ich Ansprechpartnerin für Verbände und Einrichtungen des Kreisjugendrings. Wichtig dabei ist es, ein offenes Ohr zu haben, Vernetzung und Hilfestellung zu bieten und Angebote zu gestalten. Was verbindest Du mit Flüchtlinge werden Freunde? Positives! Ich verbinde Flüchtlinge werden Freunde vor allem mit Netzwerken und fachlichem Austausch, aber auch mit Begegnungen. Was brauchst Du in Deiner täglichen Arbeit am meisten? Meinen Kalender mit viel Platz für Notizen und Post-Its. Und eine Notfallration Nervennahrung kann auch nicht schaden. Wie kann man Dich erreichen? Am besten schreibt man mir eine E-Mail oder ruft mich im Büro an. Dort bin ich von Montag bis Mittwoch  zu erreichen. k.stein@kjr-nuernberg.de Tel. …

Sich trauen über Sexualität zu sprechen

Qualifizierungen, Workshops, Fortbildungen; auch das sind Angebote der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten und des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde. Denn nur wer sich auch thematisch und inhaltlich mit dem weiten Thema Flucht auseinandersetzt, kann in der Jugendarbeit passende Angebote machen oder die Jugendarbeit hier beraten. Für viele ein verzwicktes und nicht ganz so einfach: das Sprechen über Sexualität. Unsere Projektregion, der Stadtjugendring Augsburg hat dazu einen Workshop angeboten, den wir gerne unterstützt haben. Hier veröffentlichen wir ihre Pressemitteilung dazu. Umgang mit „Sexualität und Flucht“: Ein Workshop zum Abbau von Berührungsängsten und Verschlossenheit Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich ehrenamtlich Aktive am Samstag, 14. Oktober 2017, im Rahmen des Workshops „Sexualität und Flucht“, der vom Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ gefördert wurde. Im Jugendhaus kosmos des Stadtjugendring Augsburg (SJR) gestalteten zwei Teamende der Initiative Intersektionale Pädagogik (kurz I-PÄD), einen Nachmittag voll Diskussion und Reflexion. Mut zu heiklen Themen? In der Arbeit mit jungen Menschen gibt es wohl kaum ein heikleres und intimeres Thema als Sexualität. Egal ob im Verein, der Jugendorganisation oder in Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit: Beim Thema …

Mit Stift, Zettel und Kaffeetasse…

Flüchtlinge werden Freunde ist bayernweit aktiv Jugendarbeit mit Geflüchteten heißt ansprechbar sein, zuhören, sich vernetzen, neues wagen. Besonders gut gelingt uns das durch die Idee der Projektregionen bzw. Knotenpunkte von Flüchtlinge werden Freunde. Sie sind ansprechbar für die  Jugendarbeit in der Region. Insgesamt gibt es sieben Projektregionen, angelehnt an die sieben Regierungsbezirke. Wir stellen euch in nächster Zeit die jeweiligen Ansprechpartner_innen vor. Wer zum Beispiel in der Oberpfalz seine Jugendgruppe hat und auch Angebote für junge Geflüchtete entwickeln will, der oder die kann sich an Katharina Libon wenden. Katharina arbeitet beim Stadtjugendring Regenburg und ist für die Jugendarbeit mit Geflüchteten auch viel beratend unterwegs… Wer bist Du und was machst Du für Flüchtlinge werden Freunde? Mein Name ist Katharina Libon, ich bin 24 Jahre alt und bin seit über zwei Jahren in der Arbeit mit Geflüchteten tätig. Für das Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“ besuche ich viele Einrichtungen in Regensburg, die sich für Geflüchtete einsetzen und biete Schulungen und Workshops für Jugendliche an. Was verbindest Du mit Flüchtlinge werden Freunde? Flüchtlinge werden Freunde ist ein tolles …

Mini-Jugendzentrum beim Mitanand

Der Stadtjugendring Augsburg hat Jugendzentrum im Gepäck Zahlreiche Jugendverbände sowie Jugendringe unterstützen das Mitanand Open Air.  Viele  sind von Anfang an  beim Aktionsprogramm Flüchtlinge werden Freunde dabei.  Wir stellen euch die einzelnen Player vor. Heute: der Stadtjugendring Augsburg (SJR Augsburg), der ein Mini-Jugendzentrum mitbringt. Was macht ihr beim Mitanand? SJR Augsburg: Wir kommen mit vielen Aktiven des Projekts „Flüchtlinge werden Freunde“. Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung. Wir wollen ein kleines Jugendzentrum (JUZ) aufziehen,  ein JUZ in mini. Wir bieten Mini-Tischtennis, Mini-Billard und Wikingerschach. Und klar, wir wollen ein Zeichen des Miteinander senden. Gegen Ausgrenzung und für Integration! Was macht ihr in der Jugendarbeit mit Geflüchteten? SJR Augsburg:  Aktuell ist zum Beispiel unsere Bank der Begegnung, , die haben Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung zusammen gewerkelt. Ansonsten gab es einen  Firmenlauf, ein Fahrradprojekt, Graffitiaktionen und vieles mehr. Wichtig  ist vor allem die Anbindung an Jugendorganisationen vor Ort. Momentan sind das der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die DITTIB-Jugend, die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), die Pfarrjugend und die Assyrische Jugend. Wir kooperieren auch eng …

© Foto | SJR Augsburg

Zusammensitzen

Einfach nur sitzen Der Stadtjugendring Augsburg bildet zusammen mit dem Kreisjugendring Augsburg die Projektregion Schwaben. Im Juli haben sich Jugendliche getroffen und zusammen eine Bank der Begegnung gebaut. © Foto | SJR Augsburg Wie kann eine erste Begegnung zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung aussehen?  Das Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“ vom Stadtjugendring Augsburg hat eine Antwort auf diese Frage gefunden: Die „Bank der Begegnung“. Vor zwei Wochen trafen sich Jugendliche der Pfarrjugend Heiligste Dreifaltigkeit Augsburg-Kriegshaber und geflüchtete Jugendliche des BDKJ Café Schülertreff. Gemeinsam wurde auf der youfarm bis in den späten Nachmittag gewerkelt, gehämmert und lackiert. Zwischen Bankbau und Stockbrot am Lagerfeuer wurde schnell klar, dass die Jugendlichen mehr verbindet als trennt: die nervige Schule, der baldige Beginn einer Ausbildung und der Wunsch nach Freiheit; die Freiheit, nicht nur den Sommer, sondern auch die eigene Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können. Die Bank soll zukünftig nicht nur das Gelände der youfarm bereichern, sondern soll einen ständigen Platz der Begegnung ermöglichen, zu Gesprächen und zum Verweilen einladen. Und wer sitzt im Sommer nicht gerne auf einer Bank?