Alle Artikel in: Allgemein

© Foto | KJR Augsburg-Land

Statement auf Rädern

Zahlreiche Jugendverbände sowie Jugendringe unterstützen das Mitanand Open Air.  Wir stellen euch die einzelnen Akteure vor. Heute ist mal wieder eine unserer Projektregionen dran, nämlich Schwaben: Hier sind der Kreisjugendring Augsburg Land und der Stadtjugendring Augsburg für junge Geflüchtete aktiv. Augsburg Land rollt gleich mit einem ganzen Wohnwagen an… Was macht ihr beim Mitanand? Wir kommen mit unserem Wohnanhänger SARA (Statement auf Rädern) für unser Projekt „Anruf nach Berlin“. Der Wohnwagen wurde zu einer Videostation umgebaut. Damit gehen wir gerade auf Landkreistour: Wer Wünsche, Botschaften oder Forderungen an die Politik loswerden will, gerade jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl, dem geben wir dazu Gelegenheit. Die Statements werden zusammengeschnitten und auf dem Youtube-Kanal „Anruf nach Berlin!“ veröffentlicht. Wir sind schon gespannt, was ihr zu sagen habt! Außerdem bieten wir einen Drachenbauworkshop an. Aus Mülltüten und Bambusstäben bauen wir zusammen Drachen und können sie auf dem Gelände fliegen lassen. In Afghanistan gibt es dazu richtige Wettbewerbe. Was macht ihr in der Jugendarbeit mit Geflüchteten? Wir setzen uns für ein friedliches Miteinander ein. Als Teil der Projektregion Schwaben des …

Glitzern und ins Gespräch kommen

Die LOK-Arrival auf dem Festival Zahlreiche Jugendverbände sowie Jugendringe unterstützen das Mitanand Open Air.  Wir stellen euch die einzelnen Akteure vor. Heute: der Kreisjugendring München-Stadt, der mit dem Angeboten der LOK-Arrival, der Freizeitstätte vor Ort sein wird: Was macht ihr beim Mitanand? LOK-Arrival: Auf dem Mitanand haben wir einen Stand mit Henna- und Glitzertattoos. Wir wollen die Philosophie eines offenen Jugendtreffs vor Ort spürbar machen, also jede/r darf kommen und mitmachen, sich ausprobieren, um ganz easy miteinander ins Gespräch zu kommen. Was macht ihr in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten? Lok-Arrival:  Die LOK ist ein offener Treff auf dem Gelände der alten Bayernkaserne in München. Wir bieten Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, die Soccer5-Anlage für Fußballspiele zu nutzen, außerdem stehen ihnen Tischtennisplatten, Kicker, ein Billardraum, eine Leseecke und Brettspiele zur Verfügung. Innerhalb des Offenen Betriebs stehen den Jugendlichen regelmäßig Workshops und Gruppenangebote wie z. B. Gitarrenunterricht, Breakdance, Bastelangebot für Mädchen, spielerisches Deutschlernen, Tae Bo-Fitness, Trommelkurs oder Internetangebot zur Verfügung.

© BJR

Danke!

Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings würdigt die besonderen Leistungen und Bedeutungen der Jugendarbeit für junge Geflüchtete. Danke, dass ihr euch für junge Geflüchtete einsetzt! from Bayerischer Jugendring on Vimeo.    

In einem Baumstamm öffnen sich zwei Schubladen, aus denen Tauben herausfliegen

Entstaubt eure Schubladen!

Wir alle haben Vorurteile, ob wir wollen oder nicht. Wir ordnen Menschen, die uns zum ersten Mal begegnen, in Sekunden ein. Das einzusehen ist der erste Schritt, um die eigenen Schubladen wieder zu öffnen. Wer also den „Anderen“ vorurteilsbewusst begegnen will, muss erst einmal dem/r eigenen inneren „Anderen“ begegnen. Wir haben Götz Kolle gebeten einen Text zu schreiben, der uns verstehen hilft, warum einfache Antworten auf komplexe Herausforderungen so unglaublich populär sind. Er bietet u.a. interkulturelle Trainings für die Jugendbildungsstätte Unterfranken an. Die interkulturelle Trainingsanfrage war frappierend klar: „Erklären sie den Fachkräften, wie die Araber ticken“. Leider kein Sonderfall. Der Ruf nach Gebrauchsanweisungen für „Flüchtlinge“, „Migranten“, „Syrer“ usw. ist oft der Ausgangspunkt für das Stattfinden unserer Trainings. Der Mensch ist komplex – und ein soziales Wesen In drei Stunden, so die Hoffnung, könne man verstehen, wie die „Muslime“ funktionieren. Die Wortwahl (ticken, funktionieren) zeigt schon, dass viele bei den Trainings nicht an Menschen, sondern an Maschinen denken. Aber Menschen sind keine Maschinen. Um zu verstehen, wie Menschen denken, fühlen und handeln müssen wir nur auf …

Liebe, Zukunft, Freiheit….

…das sind nur einige der Wünsche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene für ihre Zukunft. Der Kreisjugendring München-Land hat fünf Postkarten entworfen, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sollen als Denkanstöße in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Die Zitate stammen von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eindrücke zum Thema „Flucht“ Anfang 2016 auf Papier brachten. Zum Beispiel: „Liebe ist, anderen zu helfen“, sagte Mohammad, 18 Jahre aus Afghanistan, oder „die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit“, Fatimeh, 17 Jahre aus Afghanistan. Die Postkarten kommen mit einem kleinen Begleitheft, hier werden nochmals verschiedene Methoden vorgestellt, um mit ihnen direkt in der Jugendarbeit weiter zu arbeiten. So laden die Postkarten dazu ein, etwa eine Wandkarte aus ihnen zu machen, auf der die Jugendlichen ihre Gedanken und Ideen dazuschreiben und so die Zitate weiterentwickeln. Wer lieber bastelt und etwas in Szene setzen will, kann sich an einem Diorama versuchen, quasi einer Motiventwicklung in einem Schuhkarton. Und natürlich sind die Zitate eine sehr gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Finanziert wurden die Postkarten von Flüchtlinge werden Freunde, Aktionsprogramm des …

Burgkirchen und Burghausen fahren nach Berlin

Unterwegs in Berlin waren vom 29. Oktober bis 4. November 2016 19 Jugendliche und junge Geflüchtete aus Burgkirchen und Burghausen.  Hannes Schwankner, Dipl. Sozialpädagoge vom Jugendbüro Burghausen hat die Bildungsfahrt organisiert und war mit vor Ort. Ziel dieser Fahrt war zum einen, die bundesdeutsche Hauptstadt kennenzulernen, zum anderen, durch gemeinsame Aktivitäten gelebte Integration von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft unter besonderen Bedingungen zu praktizieren. Berlin bot sich dabei für die 19 Jugendlichen und fünf Betreuer/-innen wie ein Geschichtsbuch zum Durchblättern und Lesen an: Berlin – damals und heute, politisch, sozial und kulturell mit den Epochen 1933-1945, 1945-1989, 1989 bis 2016. Auf dem Programm standen dabei das Brandenburger Tor, die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen („Wie können Menschen anderen Menschen nur so etwas Grausames antun?“, fragte Noori, ein 18jähriger Jugendlicher aus Afghanistan, „auch in meinem Land passiert Schreckliches durch Taliban-Terror, aber solche Lager gab es bei uns nicht!“),  das geplante interreligiöse Berliner „House of One“ für drei monotheistische Religionen – Christentum, Judentum und Islam –, das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnisses Hohenschönhausen, der Tränenpalast, Berlin-Kreuzberg, ein Moscheebesuch, Bundestag, Bundesrat und Bundeskanzleramt sowie zum Abschluss …

© KJR München-Stadt

Just Dance! Angebote für die Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten

Oft sind es Einrichtungen der OKJA– der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, also etwa Jugendzentren,Jugendclubs, Jugendhäuser oder mobile Angebote, die junge Geflüchtete zuerst erreichen. Die LOK-Arrival ist eine Freizeitstätte in der Bayernkaserne in München, die sich explizit an geflüchtete Kinder und Jugendliche richtet.  Ihre Erfahrungen hat Jennifer Sykora, Leiterin der LOK-Arrival,  in einer  Arbeitshilfe zur Arbeit mit jungen Geflüchteten in der OKJA zur Verfügung gestellt. Bestimmte Tipps haben wir nochmals rausgezogen, weil sie uns besonders wertvoll in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten erscheinen: Was für Angebote eignen sich? Was gilt es zu beachten? Das Wichtigste ist es, die geflüchteten Personen als Expert/-innen selbst miteinzubeziehen, welche Angebote sie sinnvoll finden. Angebote um den Arbeitsmarkt zu öffnen, eignen sich hervorragend: z.B. Wie schreibe ich einen Lebenslauf, Bewerbungstraining etc. Mit begleiteten Kindern und Jugendlichen aus städtischen Unterbringungen lassen sich auch längerfristige und inhaltlich aufeinander aufbauende Projekte planen. Falls personell möglich, die geflüchteten Jugendlichen direkt in der Unterbringung abholen. Hierbei empfiehlt es sich mit visuellem Anschauungsmaterial (z.B. Plakat mit den wichtigsten Angeboten der jeweiligen Freizeitstätte) den Jugendlichen aufzuzeigen, was sie …

Hilfe Haltung Handwerkszeug

Gerade in der Arbeit mit jungen Geflüchteten ist eine Qualifizierung der Fachkräfte und der Ehrenamtlichen ein großes Thema. Ein Thema, dem sich die Jugendbildungsstätte Unterfranken  mit ihrem Programm „Hilfe, Haltung, Handwerkszeug“ widmet.  Die Qualifizierungsreihe arbeitet mit dem Expertenpool Fluchtperspektive zusammen, so dass in der Regel Geflüchtete die Angebote schulen. In Modulen werden in jeweils drei Stunden verschiedene Aspekte der Arbeit mit jungen Geflüchteten adressiert. So geht es zum Beispiel um das Thema Kultur, das immer wieder als Referenzpunkt in der Arbeit mit jungen Geflüchteten auftaucht, aber nur ein Teilaspekt von dem widerspiegelt, was Mensch-Sein, Unterschiede und Miteinander ausmachen. Im Modul Kultur geht es also darum, dass wir alle Prägungen haben und dass Differenz oder Unterschiede uns vor Herausforderungen stellen, aber längst nicht unüberwindbar sind. Die anderen Module bearbeiten die Themen Verständigung, Religion und Integration. Ergänzt wird der Themenkomplex  von einer mobilen Beratung. Das kostenlose Angebot von „Hilfe, Haltung, Handwerkszeug“ kann im Raum Unterfranken von Fachkräften der Jugendarbeit und Ehrenamtlichen aus der Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen wahrgenommen werden.  

© Foto | Fluchtperspektive

Expert/-innen in eigener Sache

Junge Geflüchtete in die Jugendarbeit einbinden, sie mitnehmen, ihnen Angebote machen ist nur der erste Schritt. Junge Geflüchtete sind dann angekommen, wenn sie gehört werden, etwa wenn sie authentisch darüber sprechen, was es bedeutet in Deutschland als Jugendlicher anzukommen und sich erstmal fremd zu fühlen und auch als fremd wahrgenommen zu werden. Das Projekt Fluchtperspektive   der Jugendbildungsstätte Unterfranken ist so ein Projekt, das mächtig stolz und auch neugierig macht. Denn hier sind die Expert/-innen junge Geflüchtete, die Mitarbeiter/-innen der Jugendarbeit beraten und begleiten, etwa wenn es darum geht die eigenen Angebote für junge Geflüchtete zu öffnen. Sie bieten sich als  Referent/-innen an, die auf Fortbildungen, Fachtagungen und Workshop zur Arbeit mit jungen Geflüchteten sprechen. Den vollständigen Programmflyer gibt es hier zum Download. Fluchtperspektive wird unterstützt von Flüchtlinge werden Freunde, dem Aktionsprogramm des Bayerischen Jugendrings.    

Welche Regeln gelten hier?

Willkommen in Deutschland – schön, dass Du da bist. So lautet eine Kapitelüberschrift des Wegbegleiter-Heftes für unbegleitete Minderjährige. Darin: Welche Rechte junge Geflüchtete haben, Basiswissen zu Jugendamt, Vormund und Betreuerin und wie Deutschland funktioniert. Ergänzt von ansprechenden Illustrationen und Begriffserklärungen. Herausgegeben vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. und Jugendliche ohne Grenzen. Prädikat: Ausdrucken oder online lesen. Voll  gut, voll wichtig.