Burgkirchen und Burghausen fahren nach Berlin

Unterwegs in Berlin waren vom 29. Oktober bis 4. November 2016 19 Jugendliche und junge Geflüchtete aus Burgkirchen und Burghausen.  Hannes Schwankner, Dipl. Sozialpädagoge vom Jugendbüro Burghausen hat die Bildungsfahrt organisiert und war mit vor Ort.

Ziel dieser Fahrt war zum einen, die bundesdeutsche Hauptstadt kennenzulernen, zum anderen, durch gemeinsame Aktivitäten gelebte Integration von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft unter besonderen Bedingungen zu praktizieren.

Berlin bot sich dabei für die 19 Jugendlichen und fünf Betreuer/-innen wie ein Geschichtsbuch zum Durchblättern und Lesen an: Berlin – damals und heute, politisch, sozial und kulturell mit den Epochen 1933-1945, 1945-1989, 1989 bis 2016. Auf dem Programm standen dabei das Brandenburger Tor, die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen („Wie können Menschen anderen Menschen nur so etwas Grausames antun?“, fragte Noori, ein 18jähriger Jugendlicher aus Afghanistan, „auch in meinem Land passiert Schreckliches durch Taliban-Terror, aber solche Lager gab es bei uns nicht!“),  das geplante interreligiöse Berliner „House of One“ für drei monotheistische Religionen – Christentum, Judentum und Islam –, das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnisses Hohenschönhausen, der Tränenpalast, Berlin-Kreuzberg, ein Moscheebesuch, Bundestag, Bundesrat und Bundeskanzleramt sowie zum Abschluss die Feuerwache von Berlin-Wedding.

Zurück im Jugendgästehaus, tauschten die Jugendlichen sich am Ende eines jeden Besuchstages  aus und stellten „Tagesplakate“ her, auf denen zeichnerisch und mit kleinen Texten die besonders prägnanten Eindrücke von Sehenswürdigkeiten und Gesprächen festgehalten wurden.

Die Bildungsfahrt wurde vom Fachprogramm Integration des Bayerischen Jugendrings gefördert.