Auf eine Umarmung

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Büşra Köse ist seit kurzem Projektmitarbeiterin für Flüchtlinge werden Freunde beim Stadtjugendring Augsburg in Schwaben. Sie berät die Jugendarbeit in Sachen Geflüchtete und ist Ansprechpartnerin für die Verbände vor Ort. Wir haben Sie auf einen kurzen Vorstellungs-Plausch in Augsburg getroffen.

Was machst Du für Flüchtlinge werden Freunde beim SJR Augsburg?

Büşra: Ich organisiere Veranstaltungen, die vor allem Begegnungsplattformen sein wollen, für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Das können entweder Bildungsveranstaltungen sein oder auch simple Sachen wie Kochen also non-formale, niederschwellige Bildung. Es geht eher um die emotionale Seite, schön wäre, wenn da Freundschaften entstehen und Vorurteile abgebaut werden.

Kannst Du mit dem Slogan Flüchtlinge werden Freunde etwas anfangen. Hast Du da einen Zugang?

Büşra: Ich find ihn ganz gut, weil er das Ziel unserer Arbeit zeigt.

Es geht ja darum Barrieren runter zu brechen

Es geht ja darum Barrieren runter zu brechen und nicht Parallel-Gesellschaften zu  „befördern“. Da sind ja manche in Sorge. Flüchtlinge werden Freunde sagt eben, dass man in unserer Gesellschaft willkommen ist, sich integrieren kann und das nicht nur als arbeitende Persönlichkeiten, sondern als Menschen. Junge Menschen, die hier willkommen sind als Freund_innen.

Was hilft Dir persönlich durch den Tag, wenn es mal schwierig ist oder eine Veranstaltung nicht so klappt?

Büşra: Was mir echt hilft ist, dass ich so ein tolles Team habe, das  mich tatkräftig unterstützt. Und zum Anderen – wenn es mir wirklich nicht gut geht, dann greife ich auf Internet-Videos zurück: Tiervideos oder auch Videos mit Statements von  Muslim_innen oder Videos, die Flüchtlinge empowern. Mein Lieblingsvideo ist von einem Typen, der mit verbundenen Augen in der Fußgängerzone steht und ein Schild vor sich hält, auf dem steht:

„Ich bin Moslem. Wer keine Angst vor mit hat, soll mich umarmen“.

„Ich bin Moslem. Wer keine Angst vor mit hat, soll mich umarmen“. Und voll viele Menschen umarmen ihn.

Das ist einfach ein schönes Gefühl, dass nicht nur dieser Hass im Netz ist, sondern eben auch Liebe.